Neue Gesetze im August 2022: Das ändert sich für Verbraucher:innen

Neue Gesetze im August 2022: Das ändert sich für Verbraucher:innen

Mit dem August 2022 sind viele neue Regeln und Gesetze für Verbraucher:innen in Kraft getreten. Von Arbeitsverträgen über die Impfpflicht und das 9-Euro-Ticket bis zum Bafög gibt es viele Neuerungen. Wir klären auf, was in diesem Monat passiert.

Verschärfung im Arbeitsrecht

Mit dem neuen Monat werden Arbeitnehmer:innen mehr Rechte eingeräumt und Arbeitgeber:innen mehr Pflichten aufgebrummt. Fortan müssen in Arbeitsverträgen detaillierte Angaben über Probezeit, Höhe von Lohn, Zuschlägen, Prämien und Überstunden sowie Schichtarbeit gemacht werden. Auch beim Thema Kündigung muss genauestens angegeben werden, wie das Arbeitsverhältnis korrekt aufgekündigt wird. Legt der Arbeitgeber die wesentlichen Vertragsbedingungen bis zum ersten Arbeitstag nicht vor, droht ihm ein Bußgeld.

Alle Details zu den neuen Arbeitsverträgen gibt es hier:

Neue Richtlinie zu Arbeitsverträgen

Impfpflicht tritt in Kraft

Seit dem 1. August 2022 müssen insbesondere Menschen und Kinder, die nach 1970 geboren sind, gegen Masern geimpft sein. Fehlt der Nachweis, kann – abgesehen von Notfällen – der Zugang zu medizinischen Einrichtungen und Gemeinschaftseinrichtungen verwehrt werden. Davon betroffen wären Kindergärten, Krankenhäuser und Arztpraxen und Flüchtlingsunterkünfte.

Ungeimpfte Kinder können so im schlimmsten Fall die Kita nicht mehr besuchen. Da eine allgemeine Schulpflicht in Deutschland gilt, ist ein Ausschluss wegen einer fehlenden Impfung hier zunächst nicht möglich. Angestellte im Gesundheitsbereich müssen bei fehlendem Nachweis mit einem Tätigkeitsverbot und Geldbußen bis zu 2.500 Euro vom Gesundheitsamt rechnen.

Ende der Vergünstigungen & Anstieg der Zuschüsse

Bis zum 31. August 2022 haben Reisende noch Zeit, das 9-Euro-Ticket deutschlandweit zu nutzen. Das Sonderticket gilt auf allen deutschen Nahverkehrs-Strecken. Zudem enden mit dem Tankrabatt die niedrigeren Steuersätze für Benzin.

Dafür steigen mit Monatsbeginn in bestimmten Berufsgruppen die Mindestlöhne auf 13,35 Euro pro Stunde. Zudem sollen die Bafög-Sätze deutlich zulegen. Schon ab dem Wintersemester 22/23 steigt der Grundbedarf für Studierende von 427 auf 452 Euro. Der Mietzuschlag für Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen, wird auf 360 Euro erhöht. Außerdem steigen die Freibeträge auf das Elterneinkommen um satte 20,75 Prozent.

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