Stuttgart hat bestehende Fahrverbote auf Diesel mit der Abgasnorm Euro-5-Norm ausgeweitet. Seit dem 1. Januar 2020 sind vier Strecken in Stuttgart mit dem Fahrverbot belegt. Laut Schätzung der KFZ-Innung Stuttgart sind circa 147.000 Euro-5-Diesel in Stuttgart und umliegenden Regionen vom Fahrverbot betroffen. Erfahren Sie hier mehr zu den Fahrverboten und was Sie als Dieselfahrer hinsichtlich Software-Updates und Hardware-Nachrüstungen beachten sollten.

Fahrverbot für Euro-5-Norm Diesel auf ausgewählten Strecken Stuttgarts

Seit dem 1. Januar 2020 sind vier Strecken in Stuttgart mit einem Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Euro-5-Norm belegt. Laut Aussagen des Amtschefs des Verkehrsministeriums, Uwe Lahl, waren die bisherigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung erfolgreich, aber nicht ausreichend. Aus diesem Grund wurden die Fahrverbote, die sich bisher nur auf Dieselfahrzeuge mit Euro-4-Norm erstreckten, ausgeweitet. Weitere Maßnahmen umfassen eine Ausweitung der Tempo-40-Zonen und die Errichtung weiterer Luftfiltersäulen. Dazu wird das Parken in der Innenstadt verteuert.

Rund 83.500 Diesel-Fahrzeuge gibt es in Stuttgart, von denen ein Drittel (ca. 20.000 Fahrzeuge) noch die Euro-5-Norm haben. In den umliegenden Kreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Rems-Murr und Ludwigsburg kommen noch einmal rund 126.700 Dieselfahrzeuge mit dieser Abgasnorm hinzu.

Betroffene Strecken

Die neuen Fahrverbote gelten auf folgenden Strecken in Stuttgart:

  • B 27 zwischen Charlottenplatz und Degerloch (mit Neue Weinsteige) 
  • B 27 zwischen Bahnhof und Wolframstraße (als Heilbronner Straße)
  • B 14 als Hauptstätter Straße vom Marienplatz bis zum Österreichischen Platz
  • B 14 vom Neckartor bis Heilmannstraße

Freie Fahrt mit Software-Update?

Was genau bedeuten die Fahrverbote für Fahrer von betroffenen Dieselfahrzeugen? Zunächst heißt es nicht, dass Autofahrer mit den betroffenen Dieseln gar nicht mehr in den gekennzeichneten Bereichen fahren dürfen. Laut der Kraftfahrzeuginnung Stuttgart gibt es eine Übergangszeit von zwei Jahren für diejenigen Fahrzeuge, die mit einem Software-Update ausgestattet sind. Sofern das Update vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) genehmigt wurde, können die betreffenden Fahrzeuge weiterhin einfahren.

Zu beachten ist hier, dass Fahrer das Software-Update schriftlich nachweisen müssen. Um bei Kontrollen Probleme zu vermeiden, sollte eine Kopie der Updatebescheinigung im Auto mitgeführt werden. Darüber hinaus ist die Situation besonders für Fahrer mit Dieseln ausländischer Hersteller undurchsichtig. An sich sind die europäischen KBA-Pendants berechtigt, Software-Updates anzuerkennen. Eine eindeutige Rechtsprechung fehlt allerdings. Die Kraftfahrzeuginnung rät auch hier dazu, eine Bestätigung der Werkstatt zu entsprechenden Updates mitzuführen. Das Software-Update bedeutet demnach nur einen Aufschub, keine Aufhebung der Fahrverbote.

Ziel: Flächendeckende Hardware-Nachrüstungen

Es zeigt sich, dass die Software-Updates keine nachhaltige Lösung sind. Die Übergangszeit von zwei Jahren ist vorrangig dafür gedacht, dass Dieselfahrer die Gelegenheit haben, ihre Fahrzeuge mit einer Hardware-Nachrüstung auszustatten. Sowohl Kraftfahrzeuginnung als auch der Regierungspräsident Stuttgarts, Wolfgang Reimer, sind sich einig, dass die Hardware-Nachrüstungen das eigentliche Ziel sei. Diese seien unabdinglich, um den Ausstoß von schädlichen Stickoxidemissionen wirksam einzudämmen.

Auch wir raten unseren Mandanten zur Durchführung einer Hardware-Nachrüstung im Vorzug zum problembehafteten Software-Update. Berichten zufolge kann das Software-Update zu Leistungsabfällen, Mehrverbrauch oder Schäden an Fahrzeugen führen.

Die Hardware-Nachrüstungen werden nicht von den Dieselherstellern selber durchgeführt, sondern von Drittanbietern. Durch die Diesel-Nachrüstung wird der Schadstoffausstoß reduziert und Fahrzeuge von den Fahrverboten befreit. Die Kosten von 3000 bis 3600 Euro für die Hardware-Nachrüstung sollten allerdings nicht die Geschädigten sondern die Verursacher – also die Hersteller – tragen müssen.

Wir fordern deshalb neben einer Kostenübernahme von VW, Mercedes, BMW und Co. zusätzlich einen Schadensersatz von 20 % des Kaufpreises für den Wertverlust und den Betrug im Zuge des Abgasskandals. Nutzen Sie einfach unseren kostenfreien Online-Check, um Ihre Chancen zu prüfen!

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