In einem Beitrag des Info-Magazins “Report Mainz” wird Volkswagen erneut mit Manipulationsvorwürfen konfrontiert. Auch in neueren Modellen von VW, Audi, SEAT und Skoda sind illegale Abschalteinrichtungen zu finden. VW widerspricht und führt eine große Marketingkampagne gegen neue Klagen ins Feld. Wir erklären, was es mit dem Dieselskandal 2.0 auf sich hat und wie Sie sich als Betroffene/r dafür entschädigen lassen.

VW kämpft gegen den nächsten Skandal

Der Dieselskandal, der im Jahr 2015 Volkswagen und viele weitere Hersteller in eine Krise stürzte, scheint nicht vorbei zu sein. Im Gegenteil – die nächste Skandalwelle wirft bereits ihre Schatten über den Autogiganten aus Wolfsburg voraus. Denn auch bei neueren VW-Modellen mit den Abgasnormen Euro-5 und Euro-6 wurden anscheinend Abgaswerte manipuliert.

Erneut – wie schon zu Beginn des Abgasskandals – zeigt sich VW nicht einsichtig. Mithilfe einer Marketing-Kampagne will der Konzern betroffenen Diesel-Fahrern das Klagen ausreden. Auf einer teuer beworbenen Internetseite, sowie im Beitrag vom Report Mainz (SWR) am 01. Dezember 2020 werden jegliche illegale Machenschaften in weiteren Motoren-Modellen bestritten. Doch stimmt das? Unsere Anwälte sagen: Nein!

Wir bestreiten, dass […] keine unzulässigen Abschalteinrichtungen festgestellt wurden. VW legt auch keine konkreten Prüfungsunterlagen des KBAs vor, aus denen sich ergibt, dass die Behauptung von VW korrekt ist.

Carolyn Diepold, Rechtsanwältin & Expertin im Dieselskandal

Gleiche Schummelei im Nachfolgemotor

Der EA288-Motor ist das Nachfolgemodell des skandalösen EA189-Motors. Letzterer stand im Fokus des großen Dieselskandals ab 2015 und beinhaltete illegale Abschalteinrichtungen. Das Versprechen der Autohersteller, dass der Nachfolger einwandfrei wäre, stellt sich jedoch als falsch heraus.

In folgenden Modellen ist der EA288-Motortyp verbaut:

VW

Audi

SEAT

Škoda

VW Nutzfahrzeuge

Golf VII (1.6L)

A1 8X (1.6L)

Leon III (1.6L)

Octavia III (1.6L)

T6 (2.0L)

Golf Sportsvan (1.6L)

A3 8V (1.6L)

Toledo IV (1.6L)

Rapid (2012) (1.6L)

Caddy (2.0L)

Jetta VI (1.6L)

Q2 GA (1.6L)

Ateca (1.6L)

Superb III (1.6L)

Crafter (2.0L)

Touran II (1.6L)

A3 8V (2.0L)

Leon III (2.0L)

Karoq (1.6L)

Amarok (2.0L)

T-Roc (1.6L)

A4 B8 (2.0L)

Ateca (2.0L)

Octavia III (2.0L)

 

Passat B8 (1.6L)

A4 B9 (2.0L)

Alhambra II (2.0L)

Superb III (2.0L)

 

Polo VI (1.6L)

A5 F5 (2.0L)

Tarraco (2.0L)

Kodiaq (2.0L)

 

Beetle (2.0L)

A6 C7 (2.0L)

 

Karoq (2.0L)

 

Golf VII (2.0L)

Q2 GA (2.0L)

 

Kodiaq RS (2.0L)

 

Golf Sportsvan (2.0L)

 

 

 

 

Jetta VI (2.0L)

 

 

 

 

Tiguan (2.0L)

 

 

 

 

Tiguan II (2.0L)

 

 

 

 

Touran II (2.0L)

 

 

 

 

T-Roc (2.0L)

 

 

 

 

Sharan II (2.0L)

 

 

 

 

Passat B8 (2.0L)

 

 

 

 

CC (2.0L)

 

 

 

 

Scirocco III (2.0L)

 

 

 

 

Arteon (2.0L)

 

 

 

 

Bereits 2019 berichtete der SWR über geheime interne Dokumente von Volkswagen, in denen von einer sogenannten “Zykluserkennung” die Rede war. Diese illegale Software soll den Unterschied zwischen dem realen Fahrbetrieb und einer Prüfstandsituation erkennen und so den Schadstoffausstoß auf dem Prüfstand drastisch reduzieren, um die Typengenehmigung zu erhalten. Auf der Straße wird die Abgasreinigung dagegen stark gedrosselt und teilweise eingestellt.

Sie fahren eines der oben aufgelisteten Diesel? Prüfen Sie kostenfrei & unverbindlich in einem 2-minütigen Online-Check, ob Ihnen eine Entschädigung zusteht – bequem vom Sofa aus.

Kostenfrei & unverbindlich: Chancen auf Schadensersatz prüfen!

Manipulation nach Temperatur

Doch wie genau funktioniert die Manipulation im EA288-Motor? Wichtig ist, dass ein Fahrzeug die Vorgaben für Schadstoffwerte beim Test nicht übersteigt. Diese Tests werden in einer Umgebung mit einer genauen Temperatur von 23 °C durchgeführt.

Die illegale Abschalteinrichtung im EA288-Motor soll zusammen einer weiteren Erkennungssoftware, wie z.B. Lenkwinkelerkennung bemerken, wann sich ein Fahrzeug auf dem Prüfstand befindet. In diesem Moment wird der Schadstoffausstoß auf ein zulässiges Maß angepasst. Im realen Fahrbetrieb jedoch übersteigt der Stickstoffoxid-Ausstoß die regulären Maximalgrenzen um ein Vielfaches.

Verwunderlich ist, dass VW die Verwendung einer solchen Funktion gar nicht leugnet. Stattdessen behaupten die Wolfsburger, dass sie das Thermofenster im EA288 auf eine legale Weise – nämlich ausschließlich zum Schutz des Motors – verwendet hätten. Ob die Gerichte das auch so sehen ist sehr fraglich. Viele Experten halten das Argument des Motorschutzes für einen Vorwand, um Abgaswerte zu manipulieren.

Lassen Sie sich von der Marketing-Kampagne des Volkswagen-Konzerns nicht beirren. Wie schon beim ersten Abgasskandal in 2015 werden sich die Gerichte auf die Seite der Betrogenen schlagen. Holen Sie sich eine transparente Ersteinschätzung Ihrer Erfolgsaussichten – in wenigen Schritten und völlig unverbindlich.

Kostenfrei & unverbindlich: Chancen auf Schadensersatz prüfen!

Unser Angebot

  • Online-Check und kostenfreie Erstberatung im Abgasskandal

    Nutzen Sie Ihre Chance, um gegen den Betrug der Automobilindustrie vorzugehen und informieren Sie sich mithilfe unseres schnellen Online-Checks, ob Ihr Diesel vom Abgasskandal betroffen ist. Lautet die Antwort ja, stehen wir Ihnen bei unserer kostenfreien Ersteinschätzung mit Rat  – und wenn Sie wollen, im späteren Verlauf auch mit Tat zur Seite.

    weitere Informationen