Immer wieder kommen Betroffene auf uns zu, weil ihre privaten Krankenversicherungen die Kostenerstattung für eine Augenlaser-Operation ablehnen. Die Versicherungen meinen, man könne sich doch eine Brille aufsetzen oder Kontaktlinsen tragen, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Von solchen Aussagen sollten sich die Versicherten aber auf keinen Fall abspeisen lassen, denn in den meisten Tarifen ist die Kostenübernahme für eine Augenlaser-OP enthalten. Wir gehen daher gegen die Versicherungen vor, wenn diese sich zu Unrecht weigern, die Rechnung zu bezahlen – und das erfolgreich! Jüngst konnten wir Erfolge in zwei LASIK-Fällen erzielen und außergerichtlich innerhalb eines Monats für die Mandanten die Kostenübernahme durchsetzen.

Versicherungen müssen zahlen: Erleichterung für unsere Mandanten

Erfolgsfall Nr. 1: LASIK-OP war medizinisch notwendig

Unser Mandant ließ am 11. Mai 2017 eine LASIK-OP durchführen, denn das Tragen von Brillen und Kontaktlinsen führte bei ihm zu körperlichen Beschwerden. Daher war seine einzige Option, durch die LASIK-OP geheilt zu werden. Bereits im Vorfeld hat unser Mandant einen Kostenvoranschlag an die Versicherung geschickt. Die Übernahme der Kosten wurde jedoch von der Versicherung abgelehnt. Als Hauptgrund wurde hier genannt, dass "nur medizinisch notwendige Untersuchungs- und Behandlungsmethoden leistungspflichtig sind". Die Versicherung war also der Annahme, dass eine LASIK-OP nicht medizinisch notwendig sei. Die Versicherung führte weiterhin aus, dass es mehrere Möglichkeiten gäbe, die Sehschärfe zu korrigieren. Darunter falle das Tragen einer Brille, die nach Aussage der Versicherung als Behandlung vollkommen ausreichen würde. Außerdem erklärte die Versicherung, dass eine OP mit erheblichen Risiken verbunden sei. Das Tragen einer Brille hingegen sei weitaus ungefährlicher.

Mit dieser Argumentation wollte sich unser Mandant aber nicht zufrieden geben und bat uns um Hilfe. Die Rechnung für die OP belief sich am Ende auf 4.585 Euro und die Versicherung weigerte sich weiterhin, die Kosten zu übernehmen. Daraufhin schickten wir der Versicherung ein Schreiben. In den Versicherungsbedingungen ist vereinbart, dass die Versicherung für eine medizinisch notwendige Heilbehandlung im Krankheitsfall aufkommen muss. Wir stellten zunächst klar, dass die Fehlsichtigkeit unseres Mandanten eine "bedingungsgemäße Krankheit" ist. Denn sie stellt einen anormalen, regelwidrigen Körperzustand dar. Darüber hinaus wiesen wir darauf hin, dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Heilbehandlung dann notwendig ist, wenn sie dazu geeignet ist, die Krankheit zu heilen oder zu lindern. Dass bei einer LASIK-OP die Fehlsichtigkeit gelindert und in den meisten Fällen sogar geheilt werden kann, ist wissenschaftlich bewiesen. Des Weiteren konnten wir in den Versicherungsbedingungen keinen Hinweis darauf finden, dass der Mandant sich auf eine andere, kostengünstigere Behandlungsmethode verweisen lassen muss. Lediglich auf das Tragen einer Brille hinzuweisen, reichte also in diesem Fall nicht aus. Deshalb forderten wir die Versicherung dazu auf, dem Mandanten die angefallenen OP-Kosten zu erstatten. Mit unserer Argumentation konnten wir die Versicherung letztlich überzeugen. Nicht einmal einen Monat später erkannte der Versicherer seine Leistungspflicht an. Er teilte mit, dass er die kompletten Kosten für die LASIK-OP und auch unsere Rechtsanwaltsgebühren übernehmen werde.

Erfolgsfall Nr. 2: Die Brille ist keine bessere Alternative

Unsere Mandantin hatte ebenfalls eine LASIK-OP durchführen lassen. Die Kosten beliefen sich in diesem Fall auf 1.990 €. Die Kostenübernahme wurde ebenfalls von der Versicherung abgelehnt. Der Grund? Wie im obigen Fall sei eine LASIK-OP nicht notwendig, denn unsere Mandantin könne ja eine Brille tragen. Auch hier hielt der Versicherer sich nicht an seine eigenen Vertragsbedingungen. Denn auch hier ergab sich aus diesen Bedingungen nicht, dass Brille oder Kontaktlinsen Vorrang vor einer OP haben. Das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille stellte für den Versicherer zwar die günstigere Heilungsmethode, jedoch für unserer Mandantin keine bessere Alternative dar. Deswegen hatte sich unsere Mandantin auch schlussendlich für die gewünschte LASIK-OP entschieden. Auch hier lag nahe, dass die LASIK-OP medizinisch notwendig war, zumal ein ärztliches Attest vom Augenarzt vorlag, der die Notwendigkeit der LASIK-OP bescheinigt hatte. Es bedurfte auch in diesem Fall lediglich eines ausführlichen Schreibens von uns, um die Rechte unserer Mandantin durchzusetzen. Bereits einen Monat später überwies der Versicherer die Kosten der Operation auf das Konto unserer Mandantin.

Als die Versicherung mir mitgeteilt hat, dass die Kosten für die Operation nicht übernommen werden, war ich total verunsichert. Nach langem Überlegen habe ich mich dann doch an Gansel Rechtsanwälte gewandt. Der Service war schnell und mit wenig Aufwand für mich konnte die Angelegenheit geregelt werden. Ein Schreiben der Rechtsanwälte und die Sache war für mich erledigt. Nicht einmal hinterhertelefonieren musste ich.

Unsere Mandantin zum Ergebnis des Verfahrens

Lassen Sie sich also nicht von der Versicherung aufs Glatteis führen! Beim Durchlesen der Ablehnungsschreiben von Versicherungen denken viele Verbraucher, sie hätten keinerlei Chancen. Die Argumente der Versicherungen klingen oftmals plausibel und werden einfach so hingenommen. Es ist kein Geheimnis, dass Versicherungen zunächst auf die vermeintlich günstigsten Heilmethoden verweisen. Deshalb wird auch in den meisten Fällen auf das Tragen von Brille und Kontaktlinsen hingewiesen. Jedoch sind diese Möglichkeiten für viele Verbraucher keine Alternative mehr. Denn die Krankheit wird durch das Tragen von Brille und Kontaktlisten nicht geheilt. Würden auch Sie gern eine Augenlaser-OP durchführen lassen, aber Ihre private Versicherung will einfach nicht zahlen? Dann wenden Sie sich an uns. Unsere Beispiele zeigen, dass wir in vielen Fällen schnell und unkompliziert Ihre Rechte durchsetzen. sind. Nutzen Sie dazu ganz bequem unser Online-Formular und Sie erhalten danach unsere kostenfreie Erstberatung – direkt von einem unserer spezialisierten Anwälte.

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Fazit: Kostenerstattung LASIK-OP

  1. Die Fehlsichtigkeit ist eine bedingungsgemäße Krankheit, weil sie einen anormalen, regelwidrigen Körperzustand darstellt.
  2. Medizinisch notwendig ist eine Heilbehandlung, wenn die Krankheit geheilt oder gelindert werden kann. Dass eine LASIK-OP die Krankheit heilen oder lindern kann, ist wissenschaftlich bewiesen.
  3. Brille und Kontaktlinsen sind lediglich Hilfsmittel. Eine Heilung der Krankheit kann nur die LASIK-OP herbeiführen

Deutliches BGH Urteil stärkt die Rechte der Versicherten bei Kostenerstattung

Nach mehreren Instanzen stellte der Bundesgerichtshof (BGH) mit Grundsatzurteil vom 28. März 2017 (Az. IV ZR 533/15) nun endlich klar: Die Kosten für LASIK-OPs sind erstattungsfähig. Dadurch wird es vielen Patienten sehr viel leichter gemacht, ihre Ansprüche durchzusetzen. Auch im vom BGH entschiedenen Fall war die private Krankenversicherung der Annahme, dass die Fehlsichtigkeit der Patientin keine Krankheit im Sinne der Versicherungsbedingungen darstellt. Diese Annahme wurde sogar noch vom medizinischen Sachverständigen verstärkt. Dieser war nämlich ebenfalls der Meinung, dass keine "bedingungsgemäße Krankheit" vorliegt. Erfreulicherweise war der BGH ganz anderer Ansicht. Eine Einschränkung der Sehfähigkeit und damit eine Krankheit im Sinne der Versicherungsbedingungen besteht schon dann, wenn man sich beispielsweise nicht mehr sicher im Verkehr bewegen kann. Außerdem entschied der BGH, dass das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen lediglich Hilfsmittel sind. Eine Heilung wird aber nur durch eine LASIK-OP erreicht.

Übernehmen nur private Krankenversicherungen die Kosten für eine Augenlaser-OP?

Bei der gesetzlichen Krankenkasse ist es leider so, dass die Chancen auf Kostenerstattung für eine Augenlaser-OP sehr schlecht stehen. Seit geraumer Zeit werden von der gesetzlichen Versicherung noch nicht einmal Kosten für Sehhilfen wie die Brille oder Kontaktlinsen erstattet. Bei einer Augenlaser-OP stellen sich die gesetzlichen Krankenkassen dann erst recht quer. Aber warum ist das so? Man spricht bei einer Augenlaser-OP von einer refraktiven Chirurgie, die in den gesetzlichen Versicherungen laut den Richtlinien des Bundesausschusses zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der vertragsärztlichen Versorgung, ausgeschlossen ist. Erst bei Extremfällen, wenn es beispielsweise in absehbarer Zeit zum Verlust eines wichtigen Sinnesorgans kommen kann, springt die gesetzliche Krankenversicherung für die Kosten ein. Wenn ein gesetzlich Versicherter eine Augenlaser-OP durchführen will, "nur" weil er seine Brille nicht mehr tragen möchte, wird keine Unterstützung von der Versicherung angeboten.

Bei der privaten Krankenversicherung sieht das anders aus, denn hier stehen die Chancen durchaus gut. Insbesondere durch das Urteil des BGH (Az. IV ZR 533/15) ist nun der günstigste Moment seine Ansprüche außergerichtlich, also ohne Klage, durchzusetzen. Das heißt aber nicht, dass es jetzt die "Augenlaser-OP für alle" gibt. Es muss in jedem Fall die medizinische Notwendigkeit der Augenlaser-OP nachgewiesen werden. Der Verweis auf Brille oder Kontaktlinsen ist nicht zulässig.

Deswegen raten wir Ihnen, bei Ihrem Versicherer nachzufragen, ob die Kosten einer Augenlaser-OP übernommen werden. Ist dies nicht der Fall, lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Durch das BGH Urteil wird dem Betroffenen eine sehr gute Möglichkeit geboten, um gegen die Versicherung vorzugehen. Wenn Sie bislang noch keine Erstattungszusage erhalten haben, nutzen Sie unser bequemes Online-Formular für eine kostenfreie und schnelle Ersteinschätzung Ihres Falls. Wir schätzen vorab kostenfrei für Sie ein, wie Ihre Erfolgsaussichten stehen und wie es mit den Kosten für die weiteren Schritte aussieht. Hierbei ist es egal, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht. Denn wir halten in beiden Fällen faire Lösungen für Sie parat. Also nutzen Sie die Gelegenheit, um Ihre Rechte geltend zu machen. Denn eines steht fest: Ihre Chancen auf Erfolg standen noch nie so gut und bei unseren erfahrenen und spezialisierten Anwälten sind Sie in besten Händen.

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Unser Angebot

  • Kostenfreie Erstberatung: Kostenerstattung bei Lasik-Operationen

    Sie haben eine Augenlaser-Operation (z.B. Lasik, PRK etc.) hinter sich und Ihre private Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht? Bei der Vertretung Ihrer Ansprüche gegenüber der privaten Krankenkasse bekommen Sie von uns immer zuerst eine kostenfreie Ersteinschätzung. Hier bekommen Sie Auskunft über Ihre Ansprüche, die Erfolgsaussichten und über die Kosten der weiteren Schritte. So erfahren Sie, ob eine Beauftragung von uns in Ihrem Fall für Sie Sinn macht.

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