Klage gegen VW: Das Ausmaß eines Skandals

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Klage gegen VW
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Eigentlich sollte der nächste Schwung Klagen gegen VW digital verschickt werden. Doch mit dem Scheitern des "besonderen elektronischen Anwaltspostfachs" (beA) Ende des Jahres 2017 musste nun ein großer Teil der Klagen kurz vor Jahresende analog verschickt werden. Das bedeutet für das VW-Team bei Gansel Rechtsanwälte ganz viel Papier und vor allem Paketepackerei. Die durchschnittliche Klage gegen den VW-Konzern und den Händler hat immerhin 180 bis 200 Seiten und muss in dreifacher Ausführung vorliegen. 69 Landgerichte in ganz Deutschland hat dieser Klage-Schwung erreicht. Ein Skandal, der nun in einem "Papierkrieg" seinen Höhepunkt erreicht und an dem man das Ausmaß dieses Skandals erkennen kann.

Ein Büroraum am Ende des Ganges. Haufenweise Stapel mit roten Deckblättern. Kistenweise Klagen, die auf den Transport zu den Landgerichten in ganz Deutschland warten. Was als eine Aufgabe für Logistiker erscheint, ist mit der Abschaltung des "besonderen elektronischen Anwaltspostfachs" (beA) Alltag bei Gansel Rechtsanwälte geworden.

Eigentlich sollten die Klagen ganz einfach elektronisch zugestellt werden. Nun haben wir vorab schon per Fax die Klagen eingereicht, aber die Gerichte fragen nun natürlich nach der kompletten Klageschrift.

Rechtsanwalt Philipp Caba, Leiter VW-Team

Jede Akte muss nämlich einmal im Original und dann noch zwei Mal als beglaubigte Kopie vorliegen. Jede Akte besteht im Schnitt aus 200 bis 220 Seiten, da Beweise für die in der Klage behaupteten Dinge erbracht werden müssen. Bei dreifacher Ausfertigung bedeutet das einen Papierberg von bis zu 660 Seiten pro Klage. Bei 114 Klagen macht das immerhin bis zu 75.000 Blatt Papier aus. Ein wahnsinniger Aufwand, den der VW-Konzern betroffenen Autofahrern und Anwälten hier beschert.

Bis das beA oder ein ähnliches System wieder eingesetzt und nutzbar sein wird, kann es noch eine Weile dauern. "Bis es dann so weit ist, wird jeden Monat solch eine Papierflut aus unserer Kanzlei über die Gerichte hereinbrechen. Denn wir müssen zur Wahrung von Fristen jeden Monat für unsere Mandanten Klagen gegen VW und den Händler einreichen", kommentiert Rechtsanwalt Philipp Caba, Leiter des Teams VW die aktuelle Situation.

Klage gegen VW: Betroffenen bleibt nichts anderes übrig

Unsere Kanzlei hat sich mit unserer Partnerkanzlei Baum Reiter & Collegen aus Düsseldorf auf dem gemeinsamen Portal vw-verhandlung.de zusammengeschlossen, um die Kräfte zu bündeln und, mit der Kraft vieler geschädigter Autofahrer, VW zu einer Verhandlung zu bewegen. Der Volkswagen-Konzern verweigert sich aber jeglicher Verhandlung. Der Konzern setzt darauf, dass durch Nichtstun und Aussitzen Fristen verjähren, Kunden demotiviert und von einer Klage abgeschreckt werden.

VW sitzt den Skandal einfach aus und hofft darauf, dass Fristen von Betroffenen verjähren. Das ist der Skandal im Skandal.

Rechtsanwalt Philipp Caba, Leiter VW-Team

Wegen der Schummel-Software, die aus den Dieselmotoren von VW, Audi & Co. nur im Testlauf einen sauberen Diesel macht, haben sich unsere Mandanten zu einer Durchsetzung Ihrer Ansprüche auf Wiedergutmachung entschieden. Im Konzern war die Manipulation bekannt – dem Käufer gegenüber wurde sie allerdings niemals erwähnt. Im Gegenteil: Der Konzern hat den VW-Kunden im guten Glauben gelassen, er würde einen sauberen, umweltfreundlichen Diesel kaufen. Dementsprechend hoch ist die Empörung.

Dennoch verweigert VW eine allgemeine außergerichtliche Lösung, wie sie auch schon gefordert und in den USA und Kanada schon umgesetzt wurde. Dort gibt es das Mittel der Sammelklage, was dazu geführt hat, dass die geschädigten Kunden einerseits eine Entschädigung bekommen und dazu noch die Möglichkeit erhalten, das Auto gegen ein neues Auto einzutauschen oder gegen Rückgabe des Autos den Kaufpreis zurückgezahlt zu bekommen. Keiner der in den USA oder Kanada geschädigten Kunden musste gegen VW klagen, um seine Rechte durchzusetzen. Da es in Deutschland das Instrument der Sammelklage jedoch nicht gibt, wird hierzulande jeder Kunde zu einer eigenen Klage gegen VW gezwungen.

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Was als eine Aufgabe für Logistiker erscheint, ist mit der Abschaltung des "besonderen elektronischen Anwaltspostfachs" (beA) Alltag bei Gansel Rechtsanwälte geworden.

Das Ziel der Mandanten ist es, mindestens eine Schadensersatzzahlung von bis zu 10.000 Euro zu bekommen. Unsere Empfehlung lautet allerdings: Forderung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Autos oder Sie verlangen ein vergleichbares Neufahrzeug, das die europäischen Abgasnormen im Realbetrieb einhält. Denn viele unserer Mandanten sind einfach verärgert, dass es nach dem Software-Update oftmals mehr Probleme als Lösungen gegeben hat. Plötzlich läuft das Auto nicht mehr wie gewohnt: der Motor geht unvermittelt aus oder es kommt zu einer Versottung der Ventile und Verstopfung der Filter. Sie wollen daher eine Entschädigung für den ganzen Ärger, der ihnen von Volkswagen aufgebürdet wurde. Und durch die veränderte Kraftstoffeinspritzung nach dem Software-Update stößt der Wagen tatsächlich mehr Rußpartikel aus. Daher muss der Rußpartikelfilter öfter erneuert werden. Setzt sich der Filter zu, verbraucht das Auto mehr Kraftstoff. Auf alle diese Folgen gewährt Volkswagen keine Garantie, der Kunde wurde mit den Problemen alleine gelassen. Auch hier ist die Leitlinie des Konzern anscheinend: Aussitzen. Und am Ende könnte sich das Aussitzen für VW sogar noch lohnen, denn zum 31.12.2018 läuft für viele geschädigte Autofahrer endgültig die Frist für eine Anspruchsdurchsetzung ab.

Mit jedem Schwung neuer Klagen wird daher der Druck auf VW weiter wachsen, sich zu einer Lösung bewegen zu lassen. "Bisher stellt sich VW taub und hofft, dass der Unmut der Kunden am Konzern vorüberziehen wird. Das Konzept kennen wir ja von Riesenkonzernen: Der Verbraucher wird so lange ignoriert, bis er am Ende entnervt aufgibt oder schon zu Beginn keine Chance sieht. Wir sind allerdings sicher, dass diese Strategie auf Dauer scheitern wird", resümiert Caba. "Und wenn es überhaupt nicht mehr weitergeht für unsere Mandanten, dann finden wir einen anderen Weg, wie zum Beispiel den Widerruf des Autokredits. Wichtig ist es, im Gedächtnis zu behalten, dass der Kunde nicht ohne Rechte und daher auch nicht ohne Mittel gegen einen so riesigen Konzern wie VW dasteht."

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Gegen VW, Audi & Co. vorzugehen, kann natürlich teuer werden und ist daher mit einem gewissen Kostenrisiko verbunden. Dieses Kostenrisiko möchten wir betroffenen Autofahrern abnehmen und haben für Sie deshalb folgende Kostenmodelle entwickelt: Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche gegen den VW-Konzern oder Ihren Händler. Falls Sie keine Rechtsschutzversicherung besitzen, haben Sie trotzdem die Möglichkeit, ohne jedes Kostenrisiko Ihre Ansprüche jetzt geltend zu machen. Wir setzen uns zunächst mithilfe eines Prozessfinanzierers für Ihre Ansprüche ein. Für Sie hat das den Vorteil, nur im Erfolgsfall ein faires Honorar in Form einer Beteiligung zahlen zu müssen. Diese Erfolgsbeteiligung beträgt 29 % (inkl. anfallender Steuern und Gebühren) von dem für Sie durch unsere Tätigkeit erzielten wirtschaftlichen Erfolg – maximal jedoch 2.900,00 Euro.

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