Trotz der Corona-Krise stehen wir Ihnen mit gewohnter Kompetenz bei Ihren rechtlichen Angelegenheiten zur Seite.

Schule geschlossen und das Ende offen. Viele berufstätige Eltern wissen nicht, wie sie Kinderbetreuung und Arbeit unter einen Hut bringen sollen. Dabei gibt es arbeitsrechtliche Möglichkeiten.

Kind Zuhause und ich muss arbeiten – Wie soll das gehen?

In dieser Krisenzeit rund um das Corona-Virus zeigt sich, dass Arbeitgeber größeres Verständnis für ihre Mitarbeiter mitbringen, was letzten Endes auch vermehrt zu lösungsorientierten Gesprächen führt. Allein unter dem Schutzgedanken und Fürsorgeaspekt räumen Arbeitgeber Möglichkeiten ein, die eventuell bis dato nicht möglich gemacht wurden:

#1 Home-Office

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Home-Office, wenn es hierzu keine Regelungen im Arbeitsvertrag gibt. Es zeigt sich aber, dass Mitarbeiter vermehrt die Möglichkeit bekommen, von Zuhause zu arbeiten.

Selbst Arbeitgeber, die Home-Office in der Regel nicht unterstützen, wollen gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter.

#2 Notfallbetreuung & Hilfe von Außen

Stellt sich der Arbeitgeber quer oder ist die Arbeit von Zuhause aufgrund Ihres Berufes nicht möglich, müssen Sie alle Anstrengungen unternehmen, die Kinderbetreuung anderweitig sicherzustellen. Partner oder andere im Haus lebende Personen könnten sich vielleicht um das Kind kümmern.

Alleinerziehende Eltern haben es an dieser Stelle natürlich besonders schwer, jemanden zur Kinderbetreuung zu finden. Oftmals springen dann gerne die Großeltern ein. Aber gerade in diesen Zeiten möchte und sollte man ältere Menschen nicht gefährden und Kontakt vermeiden, da diese zur Risikogruppe gehören.

Sollten Sie und Ihr Partner in einem sogenannten systemrelevanten Beruf arbeiten – z.B. Feuerwehr, Einzelhandel oder Pflege – haben Sie Anspruch auf Notfallbetreuung. Teilweise wird die Notfallbetreuung auch dann angeboten, wenn nur ein Elternteil einer systemrelevanten Arbeit nachgeht. In jedem Fall benötigen Sie eine Bescheinigung von Ihrem Arbeitgeber und einen Antrag, der in der Regel auf der Internetseite Ihrer Stadt zu finden ist.

#3 Leistungsverweigerungsrecht

Wenn sich Ihr Kind in einem betreuungspflichtigen Alter befindet, dürfen Sie unter Umständen Ihre Arbeit verweigern. Vorausgesetzt, die Betreuung ist nicht anderweitig möglich.

Problematisch ist, dass damit nur unter sehr strengen Voraussetzungen ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts besteht. Ob und wie lange Sie dann Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, sollten Sie vorab mit Ihrem Arbeitgeber klären.

#4 Flexibles Arbeitszeitmodell vereinbaren

Möglicherweise können Sie mit Ihrem Arbeitgeber auch ein flexibles Arbeitszeitmodell vereinbaren, sodass die Kinderbetreuung gewährleistet werden kann.

#5 Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen

Wenn alle Stricke reißen, haben Sie eventuell immer noch die Möglichkeit, Urlaub zu nehmen oder vorerst Überstunden abzubauen. Für Arbeitnehmer ist das eine sichere Möglichkeit, um die Lohnfortzahlung sicherzustellen.

Kommunikation und Flexibilität das A und O – auf beiden Seiten!

Egal, welche Möglichkeit für Sie am besten ist – die Kommunikation zum Arbeitgeber ist unabdinglich, um flexible und einvernehmliche Lösungen zu finden. Aber was, wenn sich der Arbeitgeber nicht kooperativ zeigt und es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommt? Dann wenden Sie sich gerne an uns.

Schildern Sie uns Ihren Fall unverbindlich über unser Online-Formular und wir sagen Ihnen kostenfrei, ob wir eine weiterführende anwaltliche Beratung empfehlen würden.

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