Das Widerrufsrecht soll den Verbraucher mittels einer umfassenden, unmissverständlichen und eindeutigen Belehrung schützen. Die Widerrufsbelehrung muss den Verbraucher deshalb über sein Widerrufsrecht so in Kenntnis setzen, dass er es auch tatsächlich ausüben kann. Viele Kreditinstitute haben aber ihre Darlehensnehmer bei Immobilienfinanzierungen nicht ordnungsgemäß über deren Widerrufsrecht belehrt, sodass diese Verträge immer noch wirksam widerrufen werden können.  Welche typischen Fehler der Bank zu einem „ewigen Widerrufsrecht“ des Darlehensnehmers führen, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf beispielhaft in einem Hinweisbeschluss wie folgt benannt:

Unklarer Fristbeginn

Für den Verbraucher ist es erheblich, zu wissen, wann die Widerrufsfrist beginnt, um letztlich das Ende der Widerrufsfrist bestimmen zu können. Viele Kreditinstitute haben es aber nicht vermocht, den Fristbeginn eindeutig in der Widerrufsbelehrung zu vermerken. Ein typischer Fehler vieler Widerrufsbelehrungen besteht in der Formulierung, dass die Frist für den Widerruf „frühestens mit Erhalt dieser Belehrung beginne". Diese Belehrung ist für den Darlehensnehmer nicht eindeutig; man kann ihr zwar entnehmen, dass der Fristbeginn ggf. noch von weiteren Voraussetzungen abhängt, doch unklar bleibt, worum es sich dabei handelt.

Fragiler „Musterschutz“

Kreditinstitute konnten eine gesetzliche Musterbelehrung nutzen, um richtig zu belehren. Um sich auf die Schutzwirkung dieser Belehrung berufen zu können, musste allerdings das Kreditinstitut ein Formular verwenden, das dem Muster sowohl inhaltlich als auch in der Gestaltung vollständig entspricht. Auch an dieser Anforderung sind viele Banken und Sparkassen gescheitert. So ist z.B. schädlich, dass die Widerrufsbelehrung in ihrer Überschrift eine von der Musterbelehrung abweichende textliche Gestaltung enthält. Die Widerrufsbelehrung darf auch nicht durch die außerhalb der eigentlichen Belehrung stehende Ergänzung unklar oder intransparent werden. Das verstößt gegen das Deutlichkeitsgebot.

Belehrung außerhalb des Darlehenshauptvertrages

Ganz überwiegend ist die Widerrufsbelehrung im Darlehenshauptvertrag enthalten oder wurde in einer gesonderten Urkunde erteilt. Manche Kreditinstitute haben aber die Belehrung z.B. hinter den Text der allgemeinen Kreditbedingungen gestellt. Wenn dann noch die Hervorhebung durch eine Einrahmung und Absetzung vom übrigen Text fehlt, dann ist das nicht transparent. Auch Verweise zum „Auffinden“ der Widerrufsbelehrung sind höchst problematisch.

Unschädliche Aufhebungsvereinbarung

Aufhebungsvereinbarungen führen nicht zum Verlust des Widerrufsrechts. Eine Vereinbarung  zwischen  einem Darlehensnehmer und der kreditgebenden Bank über eine vorzeitige Ablösung  des Kredits ist keine Vertragsauflösung, sondern eine Modifizierung des Vertragsumfangs ohne Reduzierung des Leistungsumfangs. Das heißt, der Darlehensvertrag wird lediglich geändert, der ursprüngliche Vertrag  bleibt als solcher einschließlich des Widerrufsrechts unberührt.

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