Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind 2019 auf einen Höchststand gestiegen und somit auch einer der Hauptgründe, warum die Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch genommen werden muss. Doch bei der Anerkennung von Anträgen gibt es oftmals große Unterschiede.

Der häufigste Grund für die Berufsunfähigkeit

Einer langfristig angelegten Erhebung der DAK-Gesundheit zufolge sind die Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen 2019 auf einen Höchststand gestiegen. Psychische Erkrankungen sind dabei nicht nur Sache von Krankenversicherungen. Inzwischen sind sie einer der Hauptgründe, weshalb Verbraucher ihre Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) in Anspruch nehmen. Laut einer Studie von Franke und Bornberg (2020) sind sie mit ca. 27 % Leistungsauslöser Nummer Eins – noch vor Krebserkrankungen (19,11 %) und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (23,8 %).

Gleichzeitig lassen sich große Unterschiede bei der Anerkennung von Anträgen erkennen. Während bei Krebs über 90 % der Anträge auf BU-Leistungen anerkannt wurden, werden ein Viertel der Anträge bei psychischen Erkrankungen abgelehnt. Verbraucher sollten aus diesen Gründen eine BU-Versicherung vor Abschluss genau unter die Lupe nehmen. Welche Erkrankungen abgedeckt sind, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

Das kann im Ernstfall gravierende Auswirkungen haben. Wir empfehlen frühzeitig – spätestens vor Einreichen des Antrags auf BU-Versicherung – auf juristische Unterstützung zu setzen.

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So viele Fehltage und Erkrankte wie nie zuvor

Bereits seit 1997 erfasst die DAK-Gesundheit Zahlen zu Arbeitsausfällen aller Erwerbstätigen in Deutschland. Bei den Zahlen für 2019 zeigt sich nun, dass die Werte für psychische Erkrankungen auf einen Höchstwert gestiegen sind: 260 Fehltage und 7,4 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Versicherte. Nach Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie z.B. Rückenschmerzen, hatten psychische Erkrankungen einen Anteil von 17 % am Gesamtkrankenstand.

Große Unterschiede lassen sich hinsichtlich des Geschlechts, Arbeitsbranchen und sogar Bundesländern feststellen. Frauen sind demnach mit 328 zu 203 Fehltagen länger als Männer krankgeschrieben und waren mit 9,3 zu 5,7 Fällen je 100 Versicherte auch häufiger betroffen. Die meisten Fehltage wurden in der Öffentlichen Verwaltung und im Gesundheitswesen registriert (382 und 338 Fehltage je 100 Versicherte), die wenigsten mit 154 Fehltagen im Baugewerbe. Regionale Unterschiede ließen sich ebenfalls beobachten: Die Liste wird angeführt vom Saarland mit 340 und Berlin auf dem zweiten Platz mit 303 Fehltagen je Versicherte. Die wenigsten Fehltage gibt es in Bayern (221) und Baden-Württemberg (207).

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