In Sparverträgen einiger Sparkassen sind rechtswidrige Zinsklauseln versteckt. Können Kunden jetzt Geld zurückfordern? Wir klären auf.

Unwirksame Zinsklauseln in Sparverträgen

Aufgrund der für Banken schlechten Zinssituation versuchen einige Geldinstitute, mit flexiblen Zinsklauseln die Renditen von Sparverträgen klein zu halten. Viele dieser Zinsklauseln sind jedoch rechtswidrig und in Verträgen ab 1994 zu finden. Die Klausel ist teilweise unterschiedlich formuliert. Im Kern geht es jedoch um die „flexible Verzinsung“. Eine solche Klausel kann beispielsweise wie folgt aussehen:

„Die Spareinlage wird flexibel, z. Zt. mit ... % verzinst.“

Bei Verträgen mit dieser Klausel haben es die Banken versäumt, ihre Kunden transparent über die Zinsentwicklung zu informieren. Außerdem haben sie sich möglicherweise bei der Anpassung an einem ungeeigneten Referenzzins orientiert. Dadurch, dass die Banken falsche Anpassungen zu Ungunsten der Kunden vornahmen, ist den Sparern viel Geld in Form von Zinsen verloren gegangen.

Dem Bundesgerichtshof (BGH) – Deutschlands höchstem Zivilgericht – ist dieses Problem nicht neu. Bereits im Juni 2002 erklärten die zuständigen Richter eine entsprechende Klausel für unwirksam (Aktenzeichen: XI ZR 361/01). Auch im Rahmen einer Musterfeststellungsklage urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Dresden, dass die Zinsen von 950 Kunden der Leipziger Sparkasse falsch berechnet wurden. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig und wird wahrscheinlich vom BGH entschieden werden müssen. Zwei weitere Musterfeststellungsklagen zum gleichen Thema sind ebenfalls bei Gerichten anhängig.

Ein Fehler, der Tausende Euro Nachforderung bedeuten kann

Sparkassenkunden könnte durch diese falsch berechneten Zinsen teilweise viele Tausend Euro entgangen sein – insbesondere, wenn die Verträge 10 oder 20 Jahre alt sind. Verbraucherzentralen rechneten in einem Fall sogar einen Nachforderungsanspruch in Höhe von 78.000 Euro aus.

Unzulässige Zinsklauseln sind bundesweit zu finden

Wie viele Verträge konkret betroffen sind, lässt sich nur grob schätzen. Die Verbraucherzentralen machten bereits einen Rundumschlag und prüften bundesweit 5.000 Verträge auf rechtswidrige Zinsberechnungen. Fündig wurden sie bei 125 Sparkassen und 11 weiteren Banken. Darunter fallen unter anderem folgende Verträge:

  • "Prämiensparen flexibel"

  • "VorsorgePlus"

  • "Vorsorgesparen"

  • "Vermögensplan"

  • "Vorsorgeplan"

  • "Scala" (Sparkasse)

Vertrag anschauen & informiert bleiben!

Wenn Sie Ihren Vertrag zur Hand nehmen und eine ähnliche Klausel wie oben aufgeführt finden, könnte Ihnen ein Nachforderungsanspruch entstanden sein. Wir arbeiten aktuell an einer Möglichkeit, diesen Anspruch ohne Risiko gegen die Banken durchzusetzen. Da es hier noch keine eindeutige und sichere Lösung gibt, bieten wir Ihnen folgendes an:

  • Registrieren Sie sich unverbindlich und kostenfrei über unser Kontaktformular und seien Sie die ersten, die profitieren!

  • Wir melden uns bei Ihnen, sobald wir eine rechtlich zuverlässige Möglichkeit entwickelt haben, um Ihr Geld einzufordern.

  • Wir teilen Ihnen alle Details zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche und zum weiteren Vorgehen mit.

  • Sie entscheiden, ob Sie mit uns gegen die Banken vorgehen möchten. Bis dahin entstehen Ihnen keine Kosten.

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