Geheime KBA-Dokumente Teil 1: Audi A4 & A5

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Geheime KBA-Dokumente Teil 1 – Audi A4 & A5
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Die Veröffentlichung geheimer Dokumente des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bestätigt, dass auch Dieselfahrzeuge vom Typ Audi A4 und Audi A5 mit 3,0-Liter-Dieselmotoren vom Abgasskandal betroffen sind. Unklar ist, warum das KBA diese Dokumente so lange zurückgehalten hat. Offensichtlich ist aber, dass Betroffene nicht erst auf den Rückruf des Herstellers warten müssen, sondern jetzt handeln sollten! 

Audi A4 & A5 mit 3,0-Liter-Motoren betroffen

Durch die Dokumente des KBA wird ersichtlich, dass auch Autos mit größeren Dieselmotoren vom Abgasskandal betroffen sind. Der Audi A4 und der Audi A5 mit den 3,0-Liter-Dieselmotoren weisen demnach verschiedene Abschaltvorrichtungen auf. Bei den genannten Modellen handelt es sich um Euro-6-Fahrzeuge, die bis dato als besonders sauber eingestuft wurden.

Vier verschiedene Abschalteinrichtungen verbaut

Das KBA spricht im Falle der Audi-Modelle A4 und A5 von "unzulässigen Abschaltungen im Emissionskontrollsystem". Aus den Unterlagen geht hervor, dass in beiden Fahrzeugmodellen nicht weniger als vier Abschalteinrichtungen verbaut wurden, die das KBA unter den Buchstaben A bis D auflistet. Diese sind zueinander geschaltet, dass die Manipulation von Abgaswerten nahezu nicht bemerkt werden kann, sofern das Fahrzeug auf dem Prüfstand steht.

  • Strategie A und B: Diese beiden Abschalteinrichtungen sind fest miteinander verknüpft. Bei der Strategie A handelt es sich um eine "Aufheizstrategie", die durch die Strategie B ("Alternatives Aufheizen") vorbereitet wird. Ziel ist es, den Ausstoß an Stickoxiden auf dem Prüfstand zu verändern. 
  • Strategie C: In diesem Schritt wird das sogenannte "Re-Entry Aufheizen" unterbunden. Das heißt, dass das Fahrzeug unter normalen Betriebsbedingungen den vermehrten Ausstoß von Stickoxiden nicht verhindert.
  • Strategie D: Hiebei handelt es sich um zwei unterschiedliche Betriebsarten beim Betrieb des SCR-Katalysators. Normalerweise wird in diesem Katalysator eine Reagenz eingespritzt, die den Ausstoß von Stickoxiden verringert. Diese Einspritzung ist dem KBA zufolge an die Geschwindigkeit des Fahrzeuges gekoppelt. Fährt das Fahrzeug im Normalbetrieb, wird die Einspritzung verringert und der Stickoxid-Grenzwert wird überschritten.

Im geheimen KBA-Bescheid heißt es dazu wörtlich:

Geheime KBA Dokumente Strategien für Audi A4 und A5
Quelle: KBA-Bescheid zum Audi A4 & A5 jeweils 3,0 l Diesel

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Verdacht auf illegale Abschalteinrichtung bereits seit 2017

Die Dokumente zeigen, dass das KBA bereits im Oktober und November 2017 mehrere Gespräche mit Vertretern des Autobauers geführt hatte. Bei den letzten Treffen habe der Konzern dann Dokumente vorgelegt, die zeigen, "dass bei den (...) benannten Fahrzeugmodellen zum Teil unzulässige Abschalteinrichtungen im Emissionskontrollsystem vorgenommen werden."

Während das KBA die Abschalteinrichtung der Strategie A als nicht zulässig erachtet, bestünden für die Abschaltstrategien B, C und D "Zweifel hinsichtlich ihrer Zulässigkeit". In den Papieren wird betont, dass Audi sich dazu bereit erklärt habe, freiwillig auf die Strategien B bis D zu verzichten. 

Warum das KBA diese Dokumente nicht bereits viel früher an die betroffenen Autofahrer weitergegeben hat, ist unverständlich. Die Betroffenen hätten schon längst gegen Audi klagen können. 

Geheime KBA Dokumente Besprechungen zum Audi A4 und A5
Quelle: KBA-Bescheid zum Audi A4 & A5 jeweils 3,0 l Diesel

Nicht erst auf Nachricht von Audi oder dem KBA warten – Jetzt handeln!

Laut dem Bescheid hat das KBA den Konzern dazu aufgefordert, bis zum 29. Dezember 2017 technische Maßnahmen sowie einen Zeitplan zur Herstellung der Vorschriftsmäßigkeit zu erstellen. Seitdem sind fast zwei Jahre vergangen. Auf der Webseite des KBA ist lediglich die Info zu finden, dass nach Freigabe des notwendigen Software-Updates die betroffenen Halter von Audi angeschrieben werden.

Dieses Hinauszögern hat für Geschädigte negative Folgen. Denn mit diesen bisher geheimen Dokumenten hätten sie längst klagen können. Die Bescheide hätten als Beweis genügt, um Schadensersatz durchzusetzen. Hier geht der Vorwurf ganz klar an das KBA.

Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, sollten Sie erst gar nicht auf Nachricht des Herstellers warten, sondern jetzt handeln. Denn der bisher geheime KBA-Bescheid ist grundsätzlich Beweis genug, dass Sie betrogen wurden. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Schadensersatzansprüche geltend zu machen – ohne Kostenrisiko. Egal, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht. 

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