Zahlt die Betriebs­schließungs­versicherung bei Corona-Ausfällen?

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Gastro-Aus | Zahlt die Betriebsschließungsversicherung wegen Corona?
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In den letzten Monaten stellten sich zahlreiche Betriebsschließungs­versicherungen quer und weigerten sich, für Corona-bedingte Betriebsschließungen zu zahlen. Zu Unrecht? Ja - so urteilte unter anderem das Landgericht München.

Welche Versicherung übernimmt meinen Corona-Schaden?

Es gibt unterschiedliche Versicherungsarten, durch die Gastronomen, Hotels und Veranstalter ihre Betriebe absichern können. So springt beispielsweise die Betriebsunterbrechungs­versicherung ein, wenn durch Sachschäden, wie Wasserschaden oder Feuer, der Betriebsablauf gestoppt wird.

Eine Sonderform davon ist die Betriebsschließungs­versicherung. Sie wurde speziell für Betriebe entwickelt, die mit Lebensmitteln arbeiten. Sie verweist für den Eintritt des Versicherungsschutzes auf das Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Beide Versicherungsarten sind wiederum dem Oberbegriff Betriebsausfall­versicherung zuzuordnen. Sie merken vielleicht – auf Anhieb kann dem Versicherungsnehmer gar nicht klar sein, welche Versicherung im jeweiligen Schadensfall greift. Und damit nicht genug. Es gibt zahlreiche ähnliche Versicherungsformen. Dazu zählen unter anderem die:

  • Praxisausfallversicherung

  • Ertragsausfallversicherung oder

  • Betriebsstilllegungsversicherung.

Fakt ist, dass sich hinter all diesen Begriffen Versicherungen verstecken könnten, die für Schäden aufgrund von Corona-bedingten Betriebsschließungen aufkommen müssen. Entscheidend dafür ist, ob die Verträge auf das Infektionsschutzgesetz verweisen.

Wir prüfen einzeln, ob Ihre Betriebsversicherung im Corona-Schadensfall leisten muss. Tragen Sie sich hierfür in unser kostenfreies Online-Formular ein. Wir melden uns daraufhin bei Ihnen, ob und wie wir Ihre Ansprüche durchsetzen können.

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Millionen-Urteil: Betriebs­schließungs­versicherung muss für Corona-Ausfälle zahlen

Nicht nur die unterschiedlichen Versicherungsarten sind verwirrend. Auch die jeweiligen Klauseln in den Verträgen sind oftmals unklar formuliert. Dadurch können sie aber durchaus so ausgelegt werden, dass Betriebs­schließungen wegen COVID-19 als Infektionskrankheit mitversichert sind.

Die relevanten Klauseln in den Verträgen von Betriebsschließungs­versicherungen sehen z.B. wie folgt aus:

§ 1 Gegenstand der Versicherung, versicherte Gefahren

  1. Der Versicherer leistet Entschädigung, wenn die zuständige Behörde aufgrund des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) beim Auftreten meldepflichtiger in Nr. 2 aufgeführten Krankheiten oder Krankheitserreger a) den versicherten Betrieb [...] schließt; [...]

  2. Versicherungsschutz besteht für die folgenden der in §§ 6 und 7 IfSG namentlich genannten, beim Menschen übertragbaren Krankheiten und Erreger:

a) Krankheiten […]

b) Krankheitserreger […]

Mit dieser Klausel setzten sich auch die Richter in einem Fall vor dem Münchner Landgericht I auseinander. Sie kamen zu einer Entscheidung, die für künftige oder anstehende Verfahren zu diesen Fragen überaus wichtig ist. Die Richter aus München sprachen dem klagenden Gastronomiebetrieb rund eine Million Euro als Versicherungssumme zu  (Az. 12 O 5895/20).

Die verklagte Betriebsschließungs­versicherung weigerte sich vorab zu zahlen. Sie war der Auffassung, dass Corona nicht als Infektionskrankheit mitversichert ist. Durch das Münchener Urteil fiel die Argumentation der Versicherung jedoch in sich zusammen. Damit liefert es zahlreichen anderen betroffenen Gastronomen eine sehr gute Grundlage, um angemessen entschädigt zu werden.

Neben dem Münchner Landgericht entschied auch das Landgericht Mannheim, dass bestimmte Corona-Einschränkungen als Versicherungsfall anzusehen sind (Az. 11 O 66/20). Mit großer Spannung wird außerdem die Entscheidung eines weiteren Rechtsstreits gegen die Allianz erwartet. Der klagende Gastronom fordert ebenfalls rund eine Million Euro von seiner Betriebsschließungs­versicherung.

Nutzen Sie diese Urteile und fordern Sie eine angemessene Entschädigung von Ihrer Versicherung!

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Ihre Betriebs­schließungs­versicherung stellt sich quer? Starten Sie einen Zweitversuch!

Betriebsschließungs­versicherungen stellen sich öfter quer und ziehen sich durch Vorwände, unklare Klauseln und Tricks aus der Verantwortung. Das ist besonders ärgerlich, wenn der Versicherungsnehmer schon über viele Jahre in die Versicherung einzahlt.

Unsere Erfahrung und u.a. auch das Urteil aus München zeigen jedoch, dass es sich in vielen Fällen lohnt, nicht zu schnell aufzugeben. Wenn auch Sie von Corona-bedingten Betriebs­schließungen betroffen sind, möchten wir Ihnen unsere Hilfe anbieten und Ihre Ansprüche durchsetzen.

So gehen Sie jetzt vor:

Das Gastgewerbe ist ein wirtschaftlich, kulturell und sozial fundamentaler Bestandteil unseres Landes und als Verbraucherschützer sehen wir es ernsthaft bedroht. Deshalb bieten wir Hilfe an. Um die finanzielle Entschädigung durchzusetzen, befolgen Sie diese drei Schritte:

#1 Kostenfreies Online-Formular ausfüllen

Tragen Sie sich einfach und bequem in unser unverbindliches und kostenfreies Online-Formular ein.

#2 Wir melden uns bei Ihnen

Nach einer kurzen Vorprüfung melden wir uns wieder bei Ihnen. Gegebenenfalls werden wir von Ihnen weitere Unterlagen einfordern, um Ihren Fall und Ihre Ansprüche gegenüber der Versicherung genau einzuschätzen.

#3 Zusammen setzen wir Ihre Ansprüche durch

Sobald wir einen rechtlich sicheren Weg zu Ihrer Entschädigung erarbeitet haben, können wir den nächsten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche gehen. Sie müssen keinerlei Kostenrisiko befürchten! Entweder Ihre Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für ein Verfahren oder ein Prozesskostenfinanzierer. Dieser verauslagt die Kosten für die Durchsetzung Ihrer Entschädigung und behält dafür einen Teil des finanziellen Erfolgs ein.

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