Fahrverbot oder Entzug der Fahrerlaubnis – was ist was?

Fahrverbot oder Entzug der Fahrerlaubnis – was ist was?

Die Phrase „Führerschein ist weg” wird umgangssprachlich sowohl für das Fahrverbot als auch für den Entzug der Fahrerlaubnis verwendet. Doch diese beiden Sanktionen treffen Führerscheininhaber*innen unterschiedliche hart. Wann lediglich ein Fahrverbot droht und nach welchem Delikt der Lappen tatsächlich erstmal weg ist, erfahren Sie hier.

Die Phrase „Führerschein ist weg” wird umgangssprachlich sowohl für das Fahrverbot als auch für den Entzug der Fahrerlaubnis verwendet. Doch diese beiden Sanktionen treffen Führerscheininhaber*innen unterschiedlich hart. Wann lediglich ein Fahrverbot droht und nach welchem Delikt der Lappen tatsächlich erstmal weg ist, erfahren Sie hier.

Das ist der Unterschied zwischen dem Fahrverbot und dem Entzug der Fahrerlaubnis

Die Begriffe des Fahrverbots, Führerschein- und Fahrerlaubnisentzugs werden meist alle in einen Topf geworfen, jedoch handelt es sich hier um zwei unterschiedliche Sanktionen, die sich langfristig in ihrer Konsequenz auch drastisch unterscheiden.

Denn bei einem Fahrverbot wird das Verbot ausgesprochen, für eine bestimmte Dauer – ein bis drei Monate – ein motorisiertes Fahrzeug zu bewegen. Der Führerschein wird während des Fahrverbots von der Polizei verwahrt, jedoch nicht dauerhaft entzogen. Sie besitzen während des Fahrverbots aber weiterhin die rechtliche Erlaubnis, welche Sie bei der bestandenen Führerscheinprüfung erhalten haben und Sie dazu befähigt, bestimmte Fahrzeugtypen zu fahren.

Der Entzug der Fahrerlaubnis nimmt Ihnen jedoch genau diese Befähigung. Vorläufig oder dauerhaft herrscht der Zustand, der vor Ihrer Führerscheinprüfung galt. Selbst mit Führerschein in der Tasche müssten Sie für das Fahren ohne Fahrerlaubnis blechen.

Fahrverbot als Vorwarnung

Ein Fahrverbot hat aus Sicht des Gesetzgebers erzieherische Zwecke. Fahrzeugführer*innen sollen einen Vorgeschmack kommen, wie es ist, ohne Fahrerlaubnis zu leben. Ein Fahrverbot droht Autofahrer*innen daher nach schweren Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten und soll eine Wiederholungstat verhindern.

In diesen Fällen droht mindestens ein einmonatiges Fahrverbot:

Werden Sie während eines Fahrverbots hinter dem Steuer eines Fahrzeugs erwischt, wird Ihnen dennoch “Fahren ohne Fahrerlaubnis” vorgeworfen, da Sie zu diesem Zeitpunkt kein motorisiertes Fahrzeug hätten fahren dürfen.

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Dann droht ein Führerscheinentzug

Nach einer Verkehrs-Straftat – also einem schwerwiegenden Verkehrsverstoß, bei dem Sie die allgemeine Verkehrssicherheit gefährdet haben – kann Ihre Fahrerlaubnis vorläufig oder dauerhaft entzogen werden.

Im Gegensatz zum Fahrverbot, bei dem man nach Ablauf den Führerschein automatisch zurückerhält, geht es beim Entzug der Fahrerlaubnis nicht so leicht. Denn Ihnen wird eine Sperrfrist von mindestens 6 Monaten bis zu 5 Jahren auferlegt. Wenn diese Sperrfrist abgelaufen ist, können Sie die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beantragen.

In vielen Fällen – zumindest immer, wenn Alkohol oder Drogen im Spiel waren – muss eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) bestanden werden, um die Fahrerlaubnis wieder beantragen zu dürfen.

In diesen Fällen wird die Fahrerlaubnis entzogen:

  • Autofahren mit mehr als 1,1 Promille
  • Mehrfaches Autofahren unter Drogeneinfluss
  • Fahrerflucht
  • Acht Punkten in Flensburg

Per richterlicher Anordnung kann ein Fahrerlaubnisentzug auch bei psychischer Erkrankung, hohem Aggressionspotential oder schwerer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit durchgeführt werden.

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