Unwetter- oder Hochwasserschäden können jeden treffen. Zur Absicherung gegen Schäden gibt es Gebäudeversicherungen, die häufig auch Elementarschadensrisiken abdecken. Doch was tun, wenn die Versicherung nur die Hälfte zahlen will? Hier der Fall eines Klägers, der in die Luft bauen sollte.

Versicherung will Kosten für Erd­arbeiten nicht übernehmen

Extreme Wetterereignisse, wie schwere Unwetter, Stürme oder Überflutungen sind auch in Deutschland mit dem Wandel des Klimas keine Seltenheit mehr. Davon betroffen sind nicht nur öffentliche Straßen und Gebäude, sondern natürlich auch privates Eigentum. Um sich in diesen Fällen vor Schäden abzusichern, kann beispielsweise eine Gebäudeversicherung mit Elementarschadensabsicherung abgeschlossen werden. Doch wie so oft bei Versicherungen muss man um Zahlungen im Schadensfall oft kämpfen.

Diese Erfahrung machte auch ein Kläger in Baden-Württemberg. Bei einem Sturm rutschte auf seinem Anwesen eine Böschung ab, an deren Rand ein Schuppen stand. Aus seiner Versicherung wollte er eine Entschädigung zum Wiederaufbau des Schuppens und die dafür nötige Reparatur der Böschung geltend machen.

Die Versicherung erklärte sich bereit, die Kosten für den Schuppen zu übernehmen, allerdings nicht für die Böschung. Diese ist aber notwendig, um den Schuppen überhaupt wieder errichten zu können. In zwei Instanzen stritten sich Versicherung und Versicherter über die Entschädigung. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe gab dem Kläger nun recht: Die Versicherung muss die Kosten der Böschungserneuerung ebenfalls übernehmen.

In die Luft bauen geht schlecht

Schon das Landgericht Offenburg hatte sich in erster Instanz zugunsten des Klägers ausgesprochen. Doch die Versicherung wollte das nicht wahrhaben und legte Berufung ein. Die Versicherung argumentierte, dass im betreffenden Vertrag der Untergrund nicht mitversichert war. Laut den Richtern beim OLG war das in dieser Sache allerdings nicht relevant.

Es könne eben nicht sein, so das Gericht, dass dem Versicherungsnehmer „nur die Kosten für die Herstellung eines teilweise in der Luft hängenden und nicht standsicheren Gebäudes” zustehen. Das gilt sogar dann, wenn die Kosten der Rekonstruktion des Schuppens durch die Untergrundreparatur höher sind, als beim Neubau.

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