Ist man Opfer des Dieselskandals? Oft weiß man erst mit dem Rückruf des Herstellers oder Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bescheid. Doch ist ein Schadensersatz erst damit möglich? Ein aktueller Fall bzgl. einer Mercedes-Benz E-Klasse zeigt: Nein! Wir berichten und erklären, wie man ohne Rückruf rausfindet, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist.

Besonderer Erfolg gegen Daimler

Am 26. Februar 2021 konnte unsere Kanzlei Gansel Rechtsanwälte einen erneuten und speziellen Erfolg gegen Daimler im Abgasskandal verbuchen. Ein Detail in diesem Fall machte die Entscheidung des Landgerichts Stuttgart (AZ 29 O 320/20) jedoch besonders. Denn auch ohne offiziellen Rückruf des Kraftfahrt Bundesamt (KBA) oder dem Hersteller selbst war es dem Kläger möglich, einen Schadensersatz für sein manipuliertes Fahrzeug, eine Mercedes Benz E-Klasse 350 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY, zu erstreiten.

An der vorsätzlichen Schädigung am Kunden seitens des Autoherstellers hatte das Gericht keinerlei Zweifel. Zudem bestand laut Ansicht des Richters für den Besitzer des Fahrzeugs auch ohne offizielles Rückrufschreiben die Gefahr, die Zulassung für seinen Mercedes aufgrund der unzulässigen Abschalteinrichtung zu verlieren.

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Daimler schiebt Motorschutz vor

Wie in vielen Verfahren erklärte der Autokonzern, die verbauten Manipulationen seien Schutz für die Motoren. Mittlerweile sehen eine Vielzahl der Richter das jedoch anders.

Das im Fahrzeug enthaltene Thermofenster reduziert oder stoppt die Abgasreinigung, wenn die Außentemperatur außerhalb eines Temperaturfensters von ca. 20 bis 30°C liegt. Das hat zur Folge, dass das Auto auf dem Prüfstand – wo die Temperatur immer innerhalb des Temperaturfensters liegt – weniger schädliche Stickoxide ausstößt, als im realen Betrieb auf der Straße. Der europäische Gerichtshof hat diese Funktion bereits als illegale Abschalteinrichtung eingestuft.

Lediglich Nutzungsvorteil schmälert den Sieg

Bei einem Streitwert von 14.123,60 Euro ist der zugesprochene Schadensersatz von 5.039,16 Euro nebst Zinsen noch relativ gering ausgefallen. Jedoch war die hohe Laufleistung des Fahrzeugs mit mehr als 200.000 Kilometern der Grund für die vergleichsweise geringe Summe. Diese wird generell als sogenannter Nutzungsvorteil von einer Schadensersatzzahlung abgezogen. Manipulierte Fahrzeuge mit weniger Laufleistung haben demnach die Chance, weitaus höhere Schadensersatz-Summen zu generieren.

Ohne ein Rückrufschreiben vom KBA oder Hersteller ist einem selten bewusst, dass das eigene Fahrzeug Opfer des Abgasskandals wurde. In unserem kostenfreien Online-Check erfahren Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Auto betroffen ist und wie hoch Ihr Schadensersatz ausfallen könnte.

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