Dieselskandal: VW muss auch Kreditzinsen erstatten

Dieselskandal: VW muss auch Kreditzinsen erstatten

Abgasskandal-Betroffene haben nicht nur Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises, sondern auch auf die Rückerstattung der Finanzierungskosten des Kaufvertrages – zu dieser wichtigen und lang erwarteten Entscheidung kam am 13. April 2021 der Bundesgerichtshof (BGH).

Abgasskandal-Betroffene haben nicht nur Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises, sondern auch auf die Rückerstattung der Finanzierungskosten des Kaufvertrages – zu dieser wichtigen und lang erwarteten Entscheidung kam am 13. April 2021 der Bundesgerichtshof (BGH).

Ein Vorgehen im Abgasskandal lohnt sich jetzt erst Recht!

Für Verbraucher:innen, die ihren im Abgasskandal manipulierten Diesel zum Teil oder ganz finanzieren bzw. finanziert haben, lohnt sich ein Vorgehen gegen VW und Co. jetzt erst Recht. Darlehensnehmer:innen haben durch das neue Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht nur Anspruch auf die Rückzahlung des Kaufpreises, sondern auch auf die Erstattung der Finanzierungskosten – also Zinsen oder Ausfallversicherungen – in voller Höhe.

Nun haben wir ein BGH-Urteil vorliegen, welches sich endlich mit den Finanzierungskosten auseinandersetzt und unsere Rechtsauffassung diesbezüglich bestätigt. Jetzt steht auch auf höchstrichterlicher Ebene fest, dass der Autohersteller nicht Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises hat. „On top“ gibt es nämlich auch die Finanzierungskosten. Für Kläger:innen die ihr Fahrzeug auch finanzierten, ein lukratives und vor allem faires Urteil über das man sich freuen kann.

Romy van de Loo, Rechtsanwältin & Expertin im Dieselskandal

Obwohl es sich im folgenden Fall um ein VW-Fahrzeug mit dem Betrugsmotor EA189 handelt, sind unsere Anwält:innen der Rechtsauffassung, dass das Urteil grundsätzlich auf alle anderen Abgasskandal-Betrugsfälle übertragbar sind, in denen das Fahrzeug finanziert wurde.

Profitieren auch Sie vom neuen BGH-Urteil und fordern Sie Ihr Geld von VW und Co. zurück. Sie müssen keine versteckten Kosten oder Verbindlichkeiten befürchten. Denn die Prüfung Ihrer Ansprüche und Einschätzung Ihrer Erfolgschancen ist absolut kostenfrei und unverbindlich.

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Kein Kaufvertrag, keine Finanzierungskosten

Im vorliegenden Fall erwarb die Klägerin im Februar 2013 einen gebrauchten VW Golf, den sie teilweise über ein Darlehen bei der Volkswagen Bank finanzierte. Was Sie beim Kauf jedoch noch nicht wusste: Im Golf wurde eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut, welche nachweislich die eigentlichen Abgaswerte manipuliert.

Aufgrund der Manipulation hatte die Klägerin einen Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages und einen Rückerstattung des Kaufpreises (Az. VI ZR 274/20). Meist wird davon lediglich eine sogenannte Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer abgezogen.

Gut zu wissen

Wie lange kann ich noch Schadensersatz fordern?

Die Ansprüche auf Schadensersatz verjähren grundsätzlich erst nach zehn Jahren. Viele betrogene Autokäufer:innen sind sich darüber gar nicht bewusst, dass über so eine lange Zeitspanne weiterhin Schadensersatz fordern können – selbst wenn das Fahrzeug längst verkauft ist.

Mehr zur Verjährung

Diese Rechtslage ist nicht neu. Es gibt bereits zehntausende verbraucherfreundliche Urteile dieser Art. Erst im Mai 2020 stellte der BGH durch eine Grundsatzentscheidung fest, dass betrogenen Käufer:innen ein angemessener Schadensersatz aufgrund der Manipulation zusteht.

Neu ist jedoch, dass der BGH erstmals eine Entscheidung hinsichtlich der Finanzierungskosten traf. Im vorliegenden Fall war Volkswagen nicht dazu bereit, für die entstandenen Finanzierungskosten in Form von Darlehenszinsen und einer Kreditausfallversicherung in Höhe mehr als 3.000 Euro aufzukommen.

Die Richter:innen entschieden, dass die Klägerin aufgrund der Manipulation so zu behandeln sei, als wäre es nie zu einem Kaufvertrag gekommen. Zumal sie auch keinerlei wirtschaftliche Vorteile durch die Finanzierung des Wagens erhalten hatte.

Sie fahren einen VW-Diesel? Auch wenn das Auto schon recht alt ist oder sie es vielleicht schon verkauft haben, könnte es sich für Sie immer noch lohnen, eine Entschädigung durchzusetzen. Finden Sie in unserem kostenfreien Online-Check heraus, wie viel Geld Ihnen zustehen könnte!

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Ein Prozesskostenfinanzierer übernimmt für Sie alle Kosten, die durch die Vertretung entstehen. Nur im Falle eines Erfolgs erhält der Prozesskostenfinanzierer eine sogenannte Erfolgsprovision. Dieses beträgt bei der außergerichtlichen Durchsetzung 15 % vom Streitergebnis. Kommt es zu keiner Einigung, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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