Dieselskandal: VW-Kunden um 77 Milliarden Euro betrogen

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Bereits 30 Milliarden Euro an Schadensersatz und Strafe zahlte der VW-Konzern in den USA. Könnten nun vielleicht weitere 77 Milliarden Euro in Deutschland fällig werden? So hoch fiel laut DEKRA-Gutachten der verursachte Schaden des Dieselskandals aus. Ob für VW weitere Schadensersatzzahlungen anfallen, bleibt abzuwarten – zumindest kann eine angemessene Entschädigung nun beziffert werden.

9 Millionen Dieselfahrer haben bis zu 77 Milliarden Euro verloren

Im Rahmen der Ermittlungen gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn und weitere hochrangige VW-Mitarbeiter gab die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein Gutachten zur Schadensberechnung des Dieselskandals in Auftrag. Durchgeführt wurde die Kalkulation von der Prüforganisation DEKRA, welche insgesamt 12 verschiedene VW-Modelle für die Berechnung des verursachten Schadens begutachtete. Ein VW-Beetle Coupé mit Baujahr 2013, ein Tiguan von 2009, zwei Polo-Modelle aus den Jahren 2012 und 2011 und ein Passat von 2012 wurden von der Staatsanwaltschaft Braunschweig unter anderem ausgesucht, um den entstandenen Verlust von VW-Kunden zu repräsentieren.

Die durchgeführte Schadensberechnung förderte eine Zahl zum Vorschein, die kaum zu glauben ist: An die 9 Millionen Diesel-Kunden sollen durch die Abgasaffäre bis zu 77 Milliarden Euro verloren haben. In den USA hat der VW-Konzern bereits Schadensersatz- und Strafzahlungen in Höhe von 30 Milliarden Euro geleistet. Ob nun weitere Milliarden für Entschädigungen in Europa fällig werden, muss abgewartet werden. Zumindest zeigte das Gutachten einen realistischeren Blick auf den Wertverlust betroffener Dieselfahrzeuge: Die Gutachter konnten einige Autos nur noch mit dem Schrottwert ansetzen.

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Gutachten präsentiert Horror-Szenario für VW

Die Gutachter der Prüforganisation DEKRA spielten verschiedene Szenarien durch, wie es mit den betroffenen Diesel-Autos weitergehen könnte. Einen Umbau zu Benzin-Fahrzeugen mit Ottomotor schätzten die DEKRA-Experten den Aufwand betrachtet als "wirtschaftlich nicht sinnvoll" ein. Auch manipulierte Diesel-Fahrzeuge als Ersatzteillager für andere VW-Modelle zu verwenden, ist wenig rentabel. Denn aus der Ausschlachtung eines VW Beetle Coupés aus dem Jahre 2013 ergäbe sich nur noch ein Erlös von etwa 3500 Euro. Würden alle Fahrzeugteile manipulierter Diesel-Autos parallel auf dem Markt angeboten werden, würde der Preis weiter sinken.

Als einzig realistisches Szenario blieb für die Gutachter nur noch der Verkauf in Länder ohne oder nur mit schwachen Abgasvorschriften, in denen die in Deutschland unzulässigen Fahrzeuge noch gefahren werden dürfen. Ein Export nach Afrika und einige Länder in Asien und Südamerika stellt für den VW-Konzern ein Worst-Case-Fall dar, denn hier werden Fahrzeuge bei einem hohen Angebot oftmals nur minimal über dem Schrottwert verkauft. All diese möglichen Verwendungen für betroffene Diesel wurden in der Schadensberechnung der DEKRA-Experten berücksichtigt, weshalb einige Fahrzeuge nur mit dem Schrottwert bewertet wurden.

Laut VW Fahrzeuge nach Software-Update schadenfrei

Dieser Kalkulation widerspricht VW vehement, denn der Konzern bleibt bei der Aussage, dass alle manipulierten Diesel-Fahrzeuge nach dem Software-Update schadenfrei seien. Jedoch haben viele Diesel-Besitzer die Angst, dass den manipulierten Modellen noch nachträglich die Typgenehmigung entzogen werden könnte. Auch das Gutachten betrachtet dieses Szenario eingehend – alle Resultate brachten immense Wertverluste der betroffenen Diesel-Fahrzeuge mit sich.

Doch VW bleibt der Meinung, dass viel zu viel Wind um die ganze Angelegenheit gemacht wird. Laut VW sei der Entzug der Fahrzeuggenehmigung unrealistisch, da verschiedene Gerichte das Bestehenbleiben der Zulassung bereits bestätigt hätten. Auch mit der Anklage gegen Martin Winterkorn verhält es sich hier nicht anders. Der Ex-Chef von VW soll vielmehr Opfer als Täter sein, da die Manipulationen auf "das Handeln bestimmter Personen unterhalb der Ebene des Vorstands von Volkswagen" zurückzuführen seien. Es bleibt abzuwarten, welche interessanten Informationen das Verfahren gegen Winterkorn und weitere ehemalige VW-Mitarbeiter hervorbringt und ob der Konzern nicht doch noch zu einer saftigen Zahlung an betrogene Kunden verpflichtet wird.

So können Dieselbesitzer ihre Ansprüche durchsetzen

Doch unabhängig davon, ob der VW-Konzern zu einer Strafzahlung von 77 Milliarden Euro verdonnert wird, können Sie jetzt schon Ihre Ansprüche gegen den Hersteller Ihres Fahrzeugs geltend machen. Folgende Optionen stehen Ihnen bereit, um sich gegen den Betrug der Autobauer zu wehren und Ihr manipuliertes Diesel-Fahrzeug noch loszuwerden.

  • Kaufpreis zurückfordern oder vergleichbares Neufahrzeug verlangen
  • Schadensersatzansprüche durchsetzen
  • Autokredit- oder Leasingvertrag widerrufen und bisher gezahlte Raten zurückerhalten

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