Ein neues Gutachten vor dem Landgericht (LG) Stuttgart bringt Daimler ins Schwitzen: Ein Experte hat in einer E-Klasse von Mercedes-Benz eine Abschalteinrichtung festgestellt. Der Konzern wehrt sich gegen die Vorwürfe und hält Rückrufschreiben geheim. Doch was bedeutet das genau?

Schummel­software in E-Klasse Mercedes festgestellt

Im Zuge eines Gerichtsverfahrens am Landgericht (LG) Stuttgart um eine Mercedes-Benz E-Klasse beauftragte das Gericht einen IT-Spezialisten mit der Überprüfung des Fahrzeugs. Der Kläger wirft Daimler vor, dass in seinem Dieselfahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung verbaut wurde. Daimler streitet den Vorwurf ab. Doch das Gutachten des Software-Experten vom Dezember 2020 hat die Vermutung des Klägers bestätigt.

Die Abschalteinrichtung funktioniert anscheinend nach altbekannten Mustern: Durch eine Softwareeinstellung erkennt das Fahrzeug, wann es sich auf dem Prüfstand befindet. Durchläuft der Wagen einen Prüfzyklus (den NEFZ – der Neue Europäische Fahrzyklus) wird die Kühlmittelsolltemperatur von üblichen 100 °C auf 70 herabgesenkt. Dies verbessere die Stickoxidwerte, so der Gutachter. Damit wird der Emissionsausstoß im realen Straßenbetrieb erheblich höher sein als während der Prüfsituation. Andere Experten bestätigten, dass es sich dabei um eine illegale Abschalteinrichtung handelt. Es sei nicht erkennbar, inwiefern diese Funktion durch den Motorenschutz gerechtfertigt sei.

Geheime Rückruf­schreiben der E-Klasse im Dieselskandal

Daimler wehrt sich gegen die Vorwürfe. Auf Nachfrage bestätigte der Konzern zwar, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Funktion der „Kühlmittelsolltemperatur-Regelung“ bereits 2019 als unzulässig eingestuft hat. Doch Daimler ist nach wie vor der gegenteiligen Überzeugung und hat Widerspruch gegen die Rückrufbescheide eingelegt. Was genau in den Daimler-Rückrufschreiben steht, wird als Geschäftsgeheimnis unter Verschluss gehalten. So haben bisher nicht einmal Gerichte, die Schadensersatzklagen verhandeln, Zugriff auf die Bescheide erhalten. Sollten sich die Vorwürfe gegen Daimler aber letztendlich als korrekt herausstellen, wären rund 100.000 Fahrzeuge betroffen.

Das neue Gutachten legt nun neue Zweifel an der Position Daimlers nahe. Den Ergebnissen des Gutachtens zufolge wurden die Abschalteinrichtungen von Daimler alleine für den Prüfzyklus programmiert. Auch stellte der Sachverständige Hinweise auf weitere Abgasmanipulationen fest. Dabei geht es um die Öffnung der Kühlerjalousie, die ebenfalls dazu diene, am Prüfstand die Abgasrückführung zu kühlen und Stickoxid-Werte zu reduzieren. Ein Urteil des LG Stuttgarts in der Sache wird noch erwartet. Doch fest steht, dass das Gutachten auch weiterhin die Gerichte beschäftigen wird.

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Auch Daimler steckt mit seiner Marke Mercedes-Benz tief im Abgasskandal. Bislang gab es wenige offizielle Rückrufe durch das KBA, aber viele Verdachtsmomente auf illegale Abschalteinrichtungen. Das Gutachten wirft nun neues Licht auf die Vorwürfe. Wenn Sie ebenfalls eine E-Klasse von Mercedes besitzen, sollten Sie aktiv werden, um sich für die Wertverluste Ihres Fahrzeugs entschädigen zu lassen. Folgende Möglichkeiten haben Sie dabei:

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