Die Corona-Regeln für Reiserückkehrer – Quarantäne, Tests & Co.

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Die Corona-Regeln für Reiserückkehrer – Quarantäne, Tests & Co.
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Reisende in Risikogebiete müssen bei der Rückkehr nach Deutschland wegen der anhaltenden Corona-Pandemie einiges beachten. Wir klären auf, wann die Testpflicht gilt, wer die Kosten übernimmt und wer in Quarantäne muss.

Muss ich mich als Reiserückkehrer auf Corona testen lassen?

Seit dem 8. August müssen sich Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten spätestens 72 Stunden nach Ankunft auf das Virus testen lassen. Die Tests können am Flughafen, Bahnhöfen oder anderen grenznahen, dafür vorgesehenen Bereichen durchgeführt werden. Achtung: In Bayern sollen die Testzentren an Autobahnen und Bahnhöfen zum 30. September schließen.

Alternativ kann man sich auch beim eigenen Hausarzt testen lassen. Jedoch sollte man im Vorfeld immer erst telefonisch mit dem Arzt in Kontakt treten und alles Weitere besprechen. Bei der Einreise kann ebenso ein eigener Corona-Test vorgelegt werden. Dieser darf jedoch nicht älter als 48 Stunden vor Zeitpunkt der Heimkehr sein. Grenznahe Pendler sind von der Regelung ausgenommen.

Generell werden die Tests kostenlos angeboten. Jedoch werden die Kosten für Reisende, die aus einem Nicht-Risikogebiet einreisen und sich freiwillig testen lassen, ab dem 15. September 2020 nicht mehr übernommen.

Die deutschen Gesundheitsämter überwachen die Testpflicht anhand von sogenannten Aussteigekarten. Diese werden vor der Einreise an die Reisenden verteilt und von ihnen ausgefüllt. Im Anschluss werden sie an die zuständigen Gesundheitsamt weitergeleitet. Wer dann bei der Rückkehr den Test verweigert und den Kontakt zu den Behörden meidet, wird so erfasst und muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Muss ich als Reiserückkehrer in Corona-Quarantäne?

Nach Ankunft in Deutschland sollten sich Reisende vorerst in eine zweiwöchige Quarantäne begeben und das Testergebnis abwarten. Wenn Sie aus einem Risikogebiet kommen, ist die Quarantäne verpflichtend.

Zusätzlich wird eine regelmäßige Meldung beim zuständigen Gesundheitsamt erwartet. Anhand der zuvor ausgefüllten Aussteigekarte kann das Gesundheitsamt mit den Reiserückkehrern in Kontakt treten, wenn zuvor keine eigenständige Meldung erfolgte.

Wenn das Testergebnis vorliegt, kann die Quarantäne bei negativem Ergebnis beendet werden. Jedoch wird ein Wiederholungstest nach fünf bis sieben Tagen empfohlen, um das Ergebnis zu garantieren. Auch hier werden die Kosten vom Bund übernommen.

Bei positivem Testergebnis müssen Reiserückkehrer den weiteren Anweisungen des Arztes und Gesundheitsamtes Folge leisten. In der Regel wird dann eine Verlängerung der Quarantäne um 14 Tage angeordnet.

Was sind Risikogebiete?

Momentan gelten verschiedene europäische und außer-europäische Länder als Risikogebiete. Dazu zählen unter anderem die bei Deutschen beliebten Reiseziele Spanien mit dem Festland und den Balearen, und weite Teile von Frankreich, Belgien, Kroatien und Serbien.

Außerhalb Europas werden Länder wie USA, Russland und Türkei ebenfalls als Risikogebiete eingestuft. In einer Auflistung des Robert-Koch-Instituts wird man stets über den aktuellen Status von Risikogebieten in und außerhalb Europas auf dem Laufenden gehalten.

Wie regle ich meine Rückkehr mit meinem Arbeitgeber?

Für die Isolationszeit wird bei ausstehendem oder negativem Test-Ergebnis vom Arzt keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgeschrieben. Für Arbeitnehmer gibt es während der Quarantäne also einige Optionen:

  • Homeoffice

  • Freistellung

  • zeitweise Versetzung

  • Nutzung weiterer Urlaubstage

Erst bei positivem Corona-Befund oder auftretenden Symptomen können Arbeitnehmer ein ärztliches Attest beantragen und vorlegen.

Vor der Reise sollte mit dem Arbeitgeber über mögliche Maßnahmen gesprochen werden. Für Schüler gilt ebenso eine Absprache mit der Schulleitung.

Wenn der Arbeitgeber Probleme mit Ihren Urlaubsplänen haben sollte, können wir Sie unterstützen.

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