Corona-Krise: Einzelhändler können kaum noch die Mieten bezahlen

Corona-Krise: Einzelhändler können kaum noch die Mieten bezahlen

Einer Umfrage zufolge sind viele Vermieter nicht bereit, Mieten aufgrund der Corona-Krise anzupassen. Gespräche über Mietanpassungen blieben laut der Umfrage in zwei Dritteln der Fälle ergebnislos. Das bringt viele Unternehmer zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Welche finanziellen Unterstützungen es gibt, um die Miete doch noch stemmen zu können, erfahren Sie hier.

Einer Umfrage zufolge sind viele Vermieter nicht bereit, Mieten aufgrund der Corona-Krise anzupassen. Gespräche über Mietanpassungen blieben laut der Umfrage in zwei Dritteln der Fälle ergebnislos. Das bringt viele Unternehmer zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Welche finanziellen Unterstützungen es gibt, um die Miete doch noch stemmen zu können, erfahren Sie hier.

Nur ein Drittel der Vermieter bei Miet­anpassungen kompromiss­bereit

Viele Gewerbetreibende verzeichneten aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen starke Einnahmerückgänge im Jahr 2020. Viele der Händler sind am Limit ihrer finanziellen Kapazitäten und haben Schwierigkeiten, ihre Miete zahlen zu können. Hygieneauflagen, die den Besucherstrom regulieren sollen, oder staatlich angeordnete Beschränkungen bei der Öffnung von Betrieben und Geschäften führten zu unvorhergesehenen Einbußen. Um die Folgen dieser Einschränkungen abzufedern, gab es in den Monaten April bis Juli 2020 ein „Mietenmoratorium”. Doch seitdem sind Gewerbetreibende auf Verhandlungen mit ihren Vermietern angewiesen.

Einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zeigen sich diese allerdings eher unkooperativ. Von den 245 befragten Einzelhändlern gaben zwei Drittel an, dass Gespräche ohne Ergebnis verlaufen sind. 25 % der Vermieter lehnten Verhandlungen über Mietanpassungen von vornherein ab. 12 % verschoben mögliche Änderungen auf einen späteren Zeitpunkt und 28 % der Gespräche kamen zu keinem gemeinsamen Kompromiss.

Handels­verband drängt auf Änderung des Mietrechts

Da Gespräche zwischen Mietern und Vermietern bisher wenig zielführend waren, drängen die Händler nun auf eine Anpassung des Mietrechts. Diese wurde von Justizministerin Lambrecht angekündigt, um Mietern in der Corona-Krise eine bessere Verhandlungsposition zu sichern. Das Mietenmoratorium im Frühjahr 2020 besagte, dass Mietrückstände nicht als Begründung für eine ordentliche oder fristlose Kündigung dienen dürfen – soweit die Rückstände auf den Auswirkungen der Pandemie beruhten.

Bei der geplanten Gesetzesänderung geht es diesmal um eine andere Frage. Es soll Klarheit geschaffen werden, ob sich Mieter auf eine „Störung der Geschäftsgrundlage” im Sinne des § 313 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) berufen können. Und zwar für die Fälle, wo wegen Corona staatliche Beschränkungen angeordnet werden. Diese Frage wurde bisher von Gerichten unterschiedlich beantwortet. Würde die Betriebseinschränkung aufgrund von Corona als „Störung der Geschäftsgrundlage” eingeordnet, dann hätten Mieter Anspruch auf eine Vertragsanpassung, etwa eine Mietminderung. Im äußersten Fall könnte es sogar den Rücktritt vom Vertrag begründen.

So sichern sich Gewerbe­treibende staatliche Unter­stützung

Um den finanziellen Problemen entgegenzuwirken, gibt es von der Regierung staatliche Hilfen, wie etwa Überbrückungshilfe oder die sogenannte Novemberhilfe. Dabei werden als Kompensation für die Corona-Maßnahmen einerseits Fixkosten anteilig übernommen und andererseits Umsatzeinbußen aufgefangen.

Die Antragstellung beider staatlicher Hilfen ist jedoch nur über einen Anwalt oder Steuerberater möglich.

Sie möchten eines der staatlichen Hilfspakete in Anspruch nehmen? Wir stellen die Anträge für Sie. Über unser kostenloses und unverbindliches Online-Formular erhalten Sie alle Informationen, wie Sie sich die finanzielle Unterstützung kurzfristig sichern können.

Kostenfrei & unverbindlich: So gibt’s Corona-Hilfen