Die Deutsche Umwelt Hilfe (DUH) hat mit ihrer Klage zur Einhaltung der Luftreinhaltepläne Erfolg gehabt: Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Fahrverbote für Diesel-Autos rechtlich zulässig sind. Die Entscheidung bedeutet, dass die deutschen Großstädte dazu gezwungen sind, die gesetzlichen Grenzwerte zur Reinhaltung der Luft einzuhalten. Das schließt Fahrverbote mit ein. Wir klären auf, was das für deutsche Autofahrer heißt und wie man jetzt reagieren sollte. Ansprüche auf Schadenersatz verjähren nämlich nach dem 31. Dezember 2018. Daher sollte der Einzelne nicht zögern und jetzt seine Rechte durchsetzen.

Was bedeutet der Gewinn der DUH vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig?

Ein Gewinn der Sprungrevision vor dem BVerwG bedeutet, dass Fahrverbote in Großstädten möglich werden. In Stuttgart beispielsweise wären dann nicht nur Dieselfahrer, sondern auch Fahrer von benzin- oder gasgetriebenen Motoren von einem Fahrverbot betroffen. Hintergrund der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) war, dass die gesetzlichen Grenzwerte zur Luftreinhaltung nicht eingehalten wurden. Die DUH hat erfolgreich gegen die Städte Düsseldorf und Stuttgart geklagt, deren Luftreinhaltepläne nicht die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte vorsahen.

Die DUH wollte erreichen, dass beide Städte die Luftreinhaltepläne so ändern, dass auch Fahrverbote für Dieselfahrzeuge mit aufgenommen werden. Im Fall der Stadt Stuttgart hat die Umwelthilfe gefordert, dass für benzin- oder gasgetriebene Ottomotoren, die unterhalb der Schadstoffklasse drei liegen, Fahrverbote innerhalb der Umweltzonen in Betracht gezogen werden müssen. Ebenfalls solle dies bei Dieselmotoren gelten, die unterhalb der Schadstoffklasse Euro 6 liegen.

Was bedeutet das für Fahrer eines vom Abgasskandal betroffenen Autos?

Einem Fahrer eines vom Abgasskandal betroffenen Autos (VW, Audi, SEAT, Skoda, Porsche) könnte durch die Entscheidung des Gerichts ein baldiges Fahrverbot drohen, denn diese Autos liegen alle unter der Schadstoffklasse Euro 6. Und auch wenn das Fahrzeug ein Software-Update bekommen hat, stößt es noch immer zu viele Stickoxide aus und verstößt damit gegen die gesetzlich festgesetzten Grenzwerte. Daneben fahren noch immer VW-Diesel ohne Software-Update auf den Straßen. VW hält sich mit Informationen über das Update gegenüber seinen Kunden bedeckt. Zudem klagen VW-Kunden, die ein Software-Update haben durchführen lassen, über Folgemängel wie z.B. den plötzlichen Ausfall des Motors.

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Welche Möglichkeiten haben Diesel-Fahrer?

Durch das Urteil, die gesetzlichen Grenzwerte auch wirklich einhalten zu müssen, sind nicht nur Diesel-Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns betroffen. Auch andere Hersteller haben entweder Abschaltmechanismen verbaut oder schaffen schlicht die Einhaltung der Grenzwerte nicht. Da stellt sich bei manch einem Autofahrer schon einmal Ratlosigkeit ein. Doch man sollte sich immer daran erinnern: Auch der Einzelne ist nicht ohne Rechte. Allerdings muss jeder Einzelne sein Recht durchsetzen. Dazu stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung:

Möglichkeit 1: Klage gegen den VW-Konzern oder Händler

All die Kunden, die durch Motoren des VW-Konzerns vom Abgasskandal betroffen sind, können Klage gegen den Konzern und gegen den Vertragshändler einreichen. Betroffen sind Fahrzeuge mit verbauten Dieselmotoren der Baureihe EA189, 3,0 TDI und 4,2 TDI. Sie können aber auch mit Hilfe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) herausfinden, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist. Jede Marke des VW-Konzerns bietet hierbei ihre eigene Abfrage. Falls Ihr Auto vom Abgasskandal betroffen ist und Sie Ihre Ihre Ansprüche ohne Kostenrisiko und von spezialisierten Anwälten durchsetzen lassen wollen, können Sie uns ohne jedes Kostenrisiko online beauftragen. Das geht ganz einfach und bequem bei vw-verhandlung.de.

Über nachfolgende Links können Sie dies speziell für Ihr Fahrzeug abfragen:

Ist Ihr Auto betroffen, können Sie den Kaufpreis gegen Rückgabe des Fahrzeugs oder ein Neufahrzeug fordern. Hier gehen wir gegen den Händler vor. Der Vorteil ist, dass Sie den Diesel loswerden und ein anderes Fahrzeug erhalten oder kaufen können, das die Abgasnormen erfüllt. Oder aber Sie behalten den Wagen und fordern von VW Schadenersatz in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Mit beiden Wegen vermeiden Sie, dass Sie auf der Strecke bleiben.

Mit uns ohne Kostenrisiko Ansprüche durchsetzen

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, dann kümmern wir uns um die Einholung der Deckungszusage bei Ihrer Versicherung. Aber auch wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, können Sie mit uns ohne Kostenrisiko gegen VW vorgehen. Wir arbeiten mit einem Prozesskostenfinanzierer zusammen, der lediglich im Erfolgsfall eine Zahlung erhält. Diese beliefe sich auf 29 % der erstrittenen Summe, höchstens jedoch 2.900 Euro.

Sie können uns bequem über unser Online-Formular beauftragen.

Möglichkeit 2: Kreditwiderruf

Wurde der Autokauf finanziert, dann kann unter Umständen der Widerruf des Kredit- oder Leasingvertrags in Betracht kommen. Viele Kunden, ob sie nun einen VW oder einen Diesel eines anderen Herstellers gekauft haben, fürchten das Datum, an dem der finanzierte Stinkediesel dann vollständig ihnen gehört. Viele Banken haben ihre Kunden allerdings beim Abschluss eines Autokreditvertrages nicht ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht informiert. Das hat zur Folge, dass die Frist zum Widerruf nicht begonnen hat und der Kunde den Vertrag noch immer widerrufen kann. Der Vorteil für den Verbraucher besteht darin, dass er mit der Rückabwicklung des Kreditvertrages alle gezahlten Raten und die Anzahlung gegen Rückgabe des Autos zurückgezahlt bekommt. Einzig die Zinsen darf die Bank behalten. Das Ende dieses Trauerspiels um den Stinkediesel ist, dass Sie den Stinker losgeworden sind und im besten Fall nur die ohnehin niedrigen Zinsen des Kreditvertrages gezahlt haben. Scheuen Sie sich nicht, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen. Auch die Bank ist nicht verlegen, alle ihr zustehenden Rechte Ihnen gegenüber einzufordern. Gleichen Sie das Kräfteverhältnis aus und machen Sie von Ihren Möglichkeiten Gebrauch!

Sie wollen Ihren Diesel loswerden und möchten die Möglichkeiten eines Widerrufs Ihres Kredit- oder Leasingvertrages kostenfrei prüfen lassen? Dann Nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung zum Thema Kreditwiderruf.

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Welche Auswirkungen hat das für Fahrer von Autos mit Otto-Motoren?

Das Fahrverbot in einer Umweltzone, also einer Innenstadt, könnte auch „Benzinern“ drohen. Allerdings nur, wenn das Fahrzeug die Euro 3 Norm unterschreitet. Das ist meistens dann der Fall, wenn das Auto vor 2001 erstmals zugelassen wurde. Denn auch die Belastung durch Feinstaub trägt dazu bei, dass viele Großstädte die geforderten Grenzwerte in den Luftreinhalteplänen nicht einhalten können.

Welche Möglichkeiten haben Fahrer eines Benziners?

Wenn Sie Ihr Auto über einen Kredit- oder Leasingvertrag finanziert haben, so haben auch Sie die Möglichkeit, Ihren Vertrag zu widerrufen. Die Autobanken haben nämlich die gleichen Kreditverträge genutzt wie bei den Diesel-Fahrzeugen. Daher steht auch Ihnen der Weg zu einer Rückabwicklung des Vertrages offen. Mit dem Widerruf Ihres Kreditvertrages erhalten Sie alle gezahlten Raten und die Anzahlung gegen Rückgabe des Autos zurück. Dies ist ein sehr eleganter Weg, Ihr Fahrzeug loszuwerden und nur die Zahlungen für die Tilgung zu leisten. Die gezahlten Tilgungsraten darf die Bank nämlich bei Rückabwicklung des Vertrages behalten.

Nutzen Sie unser Formular zur kostenfreien Ersteinschätzung und erhalten Sie von unseren Anwälten eine Prognose, wie viel Geld bei dem Kreditwiderruf für Sie drin wäre.

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Daimler-Diesel ebenfalls betroffen

Mercedes-Fahrer aufgepasst: Auch wenn man denkt, mit einem Mercedes wäre man aus dem Schneider – wir haben schlechte und gute Nachrichten für Sie: Die Dieselmotoren der Baureihe OM 642 sowie OM 651 sind ebenfalls mit einer Abschaltsoftware ausgestattet worden. Daher hat sich Mercedes schon 2016 für eine freiwillige Rückrufaktion entschieden. Diesen Rückruf hat Mercedes im Verlauf des Dieselskandals auf noch mehr Modelle ausgeweitet. Betroffen sind nun die Modelle der A-, B-, S- und V-Klasse, ebenso wie die Modelle CLA, GLA, SLK, Vito und Sprinter. Nach Recherchen des NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung wurden die Abgasmessungen von 2008 an manipuliert. Auch bei Mercedes handelt es sich um ein reines Software-Update.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass Ihnen als Mercedes-Fahrer hier nicht die Hände gebunden sind. Auch Sie können den Neupreis gegen Rückgabe des Wagens oder ein Neufahrzeug verlangen. Oder Sie nutzen die Möglichkeit, den Hersteller Mercedes auf eine Schadenersatzzahlung zu verklagen, wenn Sie Ihr Auto behalten wollen.

Nutzen Sie als Daimler-Fahrer dieses Online-Formular.

Warum Betroffene jetzt handeln sollten

Verlieren Sie keine Zeit. Wir wollen Ihnen keine Angst einjagen, aber Ihnen noch einmal vor Augen führen, dass die Gefahr des Fahrverbots für Ihr Fahrzeug sehr real ist und auf Sie zukommt. Daher geben wir die Empfehlung, eine fällige Entscheidung nicht auf die lange Bank zu schieben. Handeln Sie, bevor Sie ohne Handlungsoption sind. Wenn Sie sich unsicher sind, welche der aufgeführten Möglichkeiten die für Ihre Situation Beste ist, beraten wir Sie gerne. Hinzu kommt, dass die Ansprüche auf Schadensersatz nach dem 31. Dezember 2018 verjährt sein werden. Bis dahin jedoch haben Sie gute Chancen, Ihre Rechte erfolgreich durchzusetzen. Allerdings muss jeder Einzelne für sich aktiv werden.

Über die gemeinsamen Plattform VW Verhandlung mit der Kanzlei Baum Reiter & Kollegen vertreten wir bereits mehrere tausend vom Abgasskandal betroffene Dieselfahrer.

Falls auch Sie Ihre Ansprüche ohne jedes Kostenrisiko durchsetzten wollen, können Sie uns direkt online beauftragen.

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Wollen Sie Ihr Fahrzeug mit einer Rückabwicklung des Kredit- oder Leasingvertrags zurückgeben, dann schildern Sie uns Ihren Fall über unser Online-Formular und nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung. Dabei ist es egal, ob es sich bei Ihrem Fahrzeug um einen Diesel oder Benziner handelt.

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Ihr Kontakt

Ihr Ansprechpartner ist Christian Meeser: