Vorsorglich schließt man eine Berufsunfähigkeitsversicherung, um für den Fall der Fälle abgesichert zu sein. Dann tritt der Fall ein und die Versicherung wirft dem Versicherten überraschend vor, er hätte bei der Antragstellung seine Obliegenheiten verletzt. Die Folge: Die Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert die Zahlung und eine Rente werde deshalb nicht gezahlt. Klug, wer sich damit nicht abfindet. Glücklich, wer den richtigen Anwalt hat, der helfen kann.

Erkrankung führt zur Berufsunfähigkeit

Unser späterer Mandant schloss im Jahre 2002 eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Aachen Münchner Lebensversicherung ab. Im selben Jahr erkrankte er an Meningoenzephalitis. In Folge dieser Krankheit litt er an Depressionen, ständiger Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit sowie neuralgischen Schmerzen. Sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich dermaßen, sodass er seit dem Jahre 2011 bis heute ununterbrochen arbeitsunfähig war. Mit einer Rückkehr ins Arbeitsleben war nach Auskunft seines Arztes nicht mehr zu rechnen. Deshalb beantragte er Anfang des Jahres 2012 bei der Aachen Münchner Lebensversicherung die Zahlung der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente.

Die Antragsablehnung: Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert Zahlung

Die Versicherung lehnte den Rentenantrag ab und focht den Versicherungsvertag wegen arglistiger Täuschung und Verletzung vorvertraglicher Obliegenheiten an. Die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente wird von der Versicherung verweigert. Ihre Begründung: Der Versicherte habe verschwiegen, dass er wegen Tinnitus und einer reaktiven Depression in ärztlicher Behandlung war.

Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert Zahlung: Fachanwältin prüft, belegt und argumentiert

Nach einer kostenfreien Ersteinschätzung, die positiv ausfiel, beauftragte uns der erkrankte Versicherungsnehmer mit der Durchsetzung seines Rentenanspruches gegenüber der Versicherung. Bei der Aufarbeitung des Sachverhalts kam unsere Fachanwältin zu dem Ergebnis, das ihr Mandant bei der Beantragung der Berufsunfähigkeitsversicherung keine Obliegenheiten verletzt hatte. Seine temporären gesundheitlichen Probleme zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses beruhten auf dem Tod eines nahen Angehörigen. Dabei handelte es sich – jedenfalls in der Wahrnehmung des Versicherungsnehmers - um keine behandlungsbedürftigen Erkrankungen, sondern um „normale“ Reaktionen auf ein außergewöhnliches privates Ereignis. Das sah so auch der Versicherungsvertreter bei der Antragstellung und empfahl, diese Probleme nicht anzugeben. Mit einem Zeugen konnten wir diese Geschehnisse belegen und dadurch erfolgreich die Anfechtung des Vertrages wegen Arglist abwehren.

Aus den genannten Gründen stand für unsere Anwältin fest, dass die Aachen Münchner Lebensversicherung ihrem Mandanten zu Unrecht die Zahlung der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente verweigert. Da die Versicherung dennoch nicht zahlen wollte, musste in diesem Fall geklagt werden.

Privatgutachten contra Gerichtsgutachten und der Erfolg

Wie in solchen Fällen üblich, ordnete das Gericht die Erstellung eines medizinischen Gutachtens an, um Klarheit über die Berufsunfähigkeit unseres Mandanten zu erlangen. Der Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass seit Oktober 2011 eine Berufsunfähigkeit von weniger als 50% vorliege.

Unsere Fachanwältin zweifelte dieses Gutachten an, weil es offenkundig nicht alle relevanten Umstände des Falles berücksichtigt hatte. Deshalb gab sie ein privates Gutachten in Auftrag, das diese Auffassung bestätigte. Mit Hilfe dieses Gutachtens konnte schließlich nachgewiesen werden, dass das Gerichtsgutachten inhaltliche Mängel aufwies. Dies sah auch das Gericht so. Im Ergebnis war die Aachen Münchner Lebensversicherung dann bereit, einen Vergleich über eine Zahlung eines fünfstelligen Betrages zu schließen.

Kämpfen lohnt sich, denn es geht um viel

Bei der Berufsunfähigkeit geht es sowohl bei dem Versicherten als auch bei der Versicherung um viel. Um viel Geld denkt man sofort. So richtig das ist, doch so sehr relativiert sich das für beide Seiten. Denn für den Versicherten kann die Zahlung einer Rente oder einer einmaligen Abfindung existentiell sein, während es bei der Versicherung um ein „Tagesgeschäft“ geht. Und dann darf man nie vergessen, dass dem schwer erkrankten oder verunglückten Versicherten eine starke und „gesunde“ Versicherungsgesellschaft mit professionellen und engagierten Anwälten sowie Vertragsärzten gegenübersteht.

Chancengleichheit als Grundvoraussetzung für einen Erfolg erlangt man nur durch einen ebenso starken und erfahrenen Partner an seiner Seite. Selbst vor Gericht – wie unser Fall deutlich zeigt – muss noch gekämpft werden, weil auch nicht jedes Gutachten wirklich „gut“ ist.

Kostenfreie Ersteinschätzung mit geldwerter Empfehlung

Wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung die Zahlung verweigert oder Sie Sie sonstige Probleme mit Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung haben, sollten Sie fachanwaltlichen Rat in Anspruch nehmen. Es ist nie zu früh, einen Anwalt zu konsultieren – denn so ersparen Sie sich Frust und Ärger beim persönlichen Streit mit Ihrer Versicherung.

Wir bieten Ihnen dafür eine kostenfreie Ersteinschätzung an. So erfahren Sie, wie es um Ihre Ansprüche steht und mit welchen Kosten Sie bei einem Rechtsstreit rechnen müssen. Am Ende können Sie so in Ruhe entscheiden, was Sie zu tun gedenken. Wir treiben keinen in einen aussichtslosen Streit aber wir empfehlen jedem, seine Ansprüche wahrzunehmen, wo sie durchsetzbar sind.

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