Das OLG Frankfurt am Main hat die Opel Bank zum wiederholten Male auf fehlerhafte Pflichtangaben in Autokreditverträgen aufmerksam gemacht. So holen auch Sie sich alle gezahlten Raten von der Opel Bank zurück.

Opel Bank: Auto­finanzierung wider­rufbar wegen Verzugs­zinshinweis

Wie jede Bank muss die Opel Bank Informationspflichten gegenüber Verbrauchern erfüllen. Laut eines Beschlusses des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main ist die Opel Bank SA Nieder­lassung Deutsch­land einer dieser Pflichten nicht nachgekommen: der korrekten Angabe der Verzugszinsen.

Ein Kläger, der einen Kreditvertrag mit der Opel Bank zur Finanzierung eines Fahrzeuges besaß, hatte diesen Vertrag widerrufen. Das OLG rät der Bank, nun mit dem Kläger einen Vergleich zu schließen. Sie weisen darauf hin, dass in den Widerrufsinformationen die Verzugszinsen nicht beziffert sind. Aus diesem Grund wird der Widerruf des Klägers vermutlich wirksam sein, sollte es nicht zum Vergleich kommen.

Verzugszinsen werden von Banken in Rechnung gestellt, wenn ein Kreditnehmer Zahlungen verspätet oder gar nicht leistet. Die Verzugszinsen gleichen den Schadensersatzanspruch der Bank für den Zahlungsverzug aus. Allerdings hatte die Opel Bank die Pflichtangabe zum Zins nicht korrekt erfüllt. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) legt in Art. 247 § 3 fest, welche Informationen Verbraucherdarlehensverträge enthalten müssen. Für Verzugszinsen gilt, dass diese sowohl beziffert als auch die Art und Weise ihrer etwaigen Anpassung an den vereinbarten Basiszinssatz angegeben werden müssen. In den meisten Fällen beträgt der Verzugszinssatz für das Jahr fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Diese Angaben fehlen im Vertrag der Opel Bank jedoch komplett.

Aussichtsreiche Chancen für Kläger gegen die Opel Bank

Eine Entscheidung bezüglich des Vergleichs wird zum 3. Juli 2020 erwartet. Die Chancen dafür, dass sich die Opel Bank auf den Vergleich einlassen wird, stehen allerdings gut. Aufschluss darüber geben zwei ähnliche Fälle vor dem OLG Frankfurt am Main gegen die Opel Bank. Im März 2020 stellte das Gericht fest, dass die Bank diskussionswürdige Angaben zum Verzugszins gemacht hatte. Das Gericht riet zum Vergleich, der auch angenommen wurde.

In einem weiteren Fall hat die Opel-Bank dem Anspruch auf eines Klägers auf Erstattung sämtlicher Darlehensraten gegen Rückgabe des Fahrzeugs zugestimmt. Das ganze wurde per Anerkenntnisurteil vom 26. Juni festgehalten. Grund waren auch hier falsche Angaben zum Verzugszins.

Damit sind diese Fälle auch für andere Verbraucher bedeutsam, die sich von einem unliebsamen Kreditvertrag bei der Opel Bank trennen wollen. Da in Frankfurt viele Banken ansässig sind, ist das OLG dort für viele Banken zuständig. Die Autofinanzierung zu widerrufen ist daher für Verbraucher eine aussichtsreiche Option. Besonders für Betroffene vom Dieselskandal, in dem auch Opel eine Rolle spielt, ist dieser Fall interessant. Verbraucher können sich unserer Auffassung nach über einen Widerruf alle bisher gezahlte Raten sowie die Anzahlung zurückholen.

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