Audi lässt Fristen für Dieselnachrüstung verstreichen

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Audi lässt Fristen für Dieselnachrüstung verstreichen
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Nach Informationen des Handelsblattes und des Bayrischen Rundfunks kann Audi viele seiner vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge nicht mit einem Software-Update nachrüsten. Der Grund: Der Konzern hat es bis heute versäumt, dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) alle behördlichen Unterlagen zuzusenden. Die Updates können somit nicht genehmigt werden. Die Folge: Das KBA könnte zu jeder Zeit 150.000 Fahrzeuge stilllegen. 

Audi hat für die meisten Modelle keine Software-Genehmigung

Bereits im Juli hatte das Handelsblatt geheime Dokumente veröffentlicht, die zeigen, dass Audi in vielen seiner Modelle gleich mehrere Abschalteinrichtungen verbaut hat. Nun hatte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stephan Kühn, nachgehakt, wie es denn mit der Nachrüstung dieser Fahrzeuge aussehe.

Das Ergebnis ist nach Recherchen des Handelsblattes sehr ernüchternd: Das KBA habe von Audi noch nicht alle Unterlagen, um die Software-Updates der vom Abgasskandal betroffenen Audi-Modelle genehmigen zu können.

Anders gesagt: In vielen Fällen hat die Nachrüstung noch nicht stattgefunden und die betroffenen Autos fahren weiterhin mit illegalen Abschalteinrichtungen auf den Straßen. Der Ingolstädter Autobauer erklärte dazu, dass man "in laufenden Gesprächen mit Behörden" stehe und an der Umsetzung arbeite. 

Folgende Modelle sind betroffen

Bei den Euro-6-Modellen habe man laut Audi-Konzern bereits fünf von acht Bescheiden zu V6- und V8-TDI-Fahrzeugen "in der Umsetzung". Von den Euro-5-Modellen seien immerhin für 75 % der Fahrzeuge Freigaben zur Nachrüstung erteilt worden. 

Die Liste jener Audi-Modelle, die noch nicht umgerüstet wurden, ist jedoch lang:

  • Audi A4
  • Audi A5
  • Audi Q7
  • Audi A6 (3.0l, 180 kw)
  • Audi A7 (3.0l, 180 kw)
  • Audi A8 (4.2l)
  • Audi A8L (4.2l)
  • Audi A8 (3.0l, 184 kw) 
  • Audi A8L (3.0l, 184 kw) 

Lediglich in der SUV-Sparte des Konzerns wurden Software-Updates für den Audi Q5 und der Sportausführung SQ5 vom KBA genehmigt. Für die Fahrzeugtypen in der oben angeführten Tabelle hat der Konzern keine vollständigen Antragsunterlagen vorgelegt. 

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Kein Lösungsansatz für den A8

Der pikanteste Fall in der Causa Audi ist die teure Limousine Audi A8. Diese wurde vom KBA bereits 2017 zurückgerufen und es gibt bis heute keine Lösung für den extrem hohen Ausstoß an Stickoxiden. Der höchste gemessene NOx-Ausstoß lag bei 1938 Milligramm Stickstoffdioxid pro Kilometer, erlaubt sind 80 Milligramm. Der Audi A8 übertraf damit den Grenzwert bei weitem und ist sogar schmutziger als manches Auto der Euro-4-Norm. 

Audi hat Frist für Nachrüstungen längst verstreichen lassen

Unklar ist auch, warum der Konzern die Fristen des KBA so sehr überzogen hat – und dies auch weiterhin tut. In den veröffentlichten Dokumenten des KBA steht, dass Audi eine Frist bis spätestens Ende Februar 2018 gewährt wird. Bis dahin sollten für alle vom KBA bemängelten Modelle Lösungen gefunden werden. Das ist jetzt bereits eineinhalb Jahre her.

Wer sich so lange für die Genehmigung eines Software-Updates Zeit lässt, muss einen triftigen Grund haben. Das Handelsblatt geht sogar davon aus, dass die Ingenieure von Audi einfach keine Lösung für ein sauberes und funktionierendes Update gefunden haben. Der andere Grund könnte nur sein, dass Audi die Anweisungen des KBA einfach egal sind. 

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KBA könnte Typengenehmigungen entziehen – sofort

Vieles spielt jetzt zusammen, was Autofahrern die Genehmigung ihres Fahrzeuges kosten könnte. Die verschwiegenen Dokumente des KBA wurden erst durch das Handelsblatt im Juli veröffentlicht und zeigen das Ausmaß des Abgasskandals bei Audi. Schon zum damaligen Zeitpunkt mussten betroffene Dieselfahrer feststellen, dass sie längst hätten klagen können. 

Indem nun Audi seiner Pflicht zur Nachrüstung nicht nachkommt, könnte das KBA Strafmaßnahmen in Erwägung ziehen. Bisher wolle man aber keine Maßnahmen ergreifen, die Autofahrer der betroffenen Dieselmodelle schädigen könnten. Der Entzug der Typengenehmigung wäre unter dem derzeitigen Umstand der Fristüberschreitung durchaus möglich. Im schlimmsten Fall müssten circa 150.000 Autofahrer um die Zulassung ihrer Fahrzeuge bangen.

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