Anklage gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler im Dieselskandal

zurück
Anklage gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler im Dieselskandal
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden und aktuelle Rechtstipps und exklusive Hintergrund­informationen erhalten!

Bereits vergangene Woche wurde der Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wegen Betrugs im Zuge des Abgasskandals angeklagt. Der ehemalige CEO des Autokonzerns muss sich nun vor der Münchner Staatsanwaltschaft verantworten. Am Ende könnten ihm bis zu zehn Jahre Haft drohen. Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München zeigt auch, dass die Führungsebene des Konzerns durch leitende Ingenieure früh über die Abgasmanipulationen informiert wurde.

Ex-Chef Rupert Stadler muss sich verantworten

Gegen den 56-jährigen Rupert Stadler wird nun Anklage wegen „Betrugs, mittelbarer Falschbeurteilung und strafbarer Werbung“ erhoben. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft ist klar verständlich: Spätestens ab Ende September 2015 hat der damalige Audi-Vorstand von den Manipulationen Kenntnis gehabt. Im Gegensatz zum ehemaligen Volkswagen-Vorstand Martin Winterkorn musste Rupert seinen Platz nicht räumen und Audi hatte unter dem Vorstandsvorsitz von Rupert Stadler noch jahrelang weiter Fahrzeuge mit der Betrugs-Software verkauft.

Bis zum Jahr 2017 sind alle Vorwürfe gegen Stadler trotz immer neuer Verstrickungen abgeprallt. Im Mai 2017 gründete er als Konsequenz auf den Dieselskandal eine eigene "Taskforce Diesel", um vor der eigenen Tür zu kehren. Bis dahin hatte Stadler immer wieder gesagt, dass er nichts mit den Anschuldigungen zu tun habe. Auffällig wurde es dann doch, als er diese von ihm selbst geschaffene Arbeitsgruppe nach einem halben Jahr wieder auflöste. Ab Juni 2018 saß Stadler das erste Mal für vier Monate in Haft wegen Vertuschungsgefahr.

Auch Ingenieure sind von der Anklage betroffen

Die Staatsanwaltschaft München klagte neben Stadler noch zwei Ingenieure und den ehemaligen Audi- und Porsche-Manager Wolfgang Hatz an. Dass gleich mehrere Vertreter aus verschiedenen Ebenen des Konzerns angeklagt sind, zeigt, dass das Management den Betrug ebenso zu verantworten hat wie die Entwickler. Die Führungsebene habe spätestens im September 2015 auch von dem "Defeat Device"-Systemen gewusst, wie der E-Mail-Verkehr zwischen ihr und leitenden Ingenieuren offen legte.

Zahlen zur Anklage

Über Jahre hinweg hat die Münchner Staatsanwaltschaft in dem Fall Audi ermittelt. Die technischen Fakten der Manipulation spielten eine ebenso gewichtige Rolle wie die Mitwisserschaft des Vorstands. Das Ergebnis: 400 Seiten Anklageschrift. Die Anlagen sind dabei nicht mitberechnet. Die Anklage umfasst demnach

  • 250.712 Fahrzeuge von Audi,
  • 71.577 Fahrzeuge von VW und
  • 112.131 Fahrzeuge von Porsche.

Die beiden angeklagten Manager Stadler und Hatz weisen bisher sämtliche Verantwortung von sich. Doch wie lange sich das Management eines großen deutschen Autobauers noch gegen die Manipulationsvorwürfe behaupten kann, bleibt abzuwarten. Zeitgleich laufen die Ermittlungen gegen den Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und den Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess des VW-Konzerns. Letzterer hatte noch vor kurzem in einer Talkshow gestanden, dass sein Konzern Kunden wissentlich betrogen habe.

Audi trägt Mitschuld am Abgasskandal

Die interne E-Mail eines ehemalige Ingenieurs von Audi lässt keine Zweifel daran, dass sich der Konzern bereits in Januar 2008 darüber im Klaren war, dass es "ganz ohne Bescheißen" nicht ginge. Mit diesen Worten hatte sich ein Ingenieur zu der Problematik geäußert, wie man die damals neuartigen Dieselmotoren von Audi sauber bekäme. Leitende Ingenieure entwickelten daraufhin die erste unzulässige Abschaltsoftware "Defeat Device", die dann in den Dieseln von VW, Porsche und Audi verbaut wurde.

Wehren auch Sie sich gegen den Betrug, wenn Sie einen VW, Audi oder Porsche fahren und fordern Sie Ihre Entschädigung. Nutzen sie dazu einfach unseren kostenfreien Online-Check und zu erfahren, wie Ihre Chancen stehen!

Zum kostenfreien Online-Check

Ihre Möglichkeiten, ohne Kostenrisiko gegen Audi vorzugehen

Wir haben bereits zahlreiche Klagen gegen die Autokonzerne für uns entschieden. Nutzen Sie auch unsere Erfahrungen im Abgasskandal, damit Sie rechtlich auf der sicheren Seite stehen. Wir haben einige Optionen aufgelistet, mit denen Sie zu Ihrem Recht kommen.

  • Kaufpreis zurück oder Neufahrzeug

Aufgrund des stetig steigenden Wertverlustes Ihres Diesel-PKW sowie bevorstehenden Fahrverboten lautet unsere klare Empfehlung: Fordern Sie den Kaufpreis gegen Rückgabe des Autos zurück oder verlangen Sie ein vergleichbares Neufahrzeug.

  • Auto behalten und Schadensersatz verlangen

Wenn Sie Ihren Wagen nicht abgeben, sondern weiterfahren möchten, können Sie auch Schadensersatz fordern.

  • Widerruf bei Kredit- oder Leasingverträgen

Haben Sie Ihren Audi mit einem Kredit finanziert oder einen Leasingvertrag abgeschlossen, prüfen wir zusätzlich, ob für Sie die Möglichkeit besteht, diesen Vertrag rückabzuwickeln. In diesem Fall können Sie den "Auto-Widerrufsjoker" ziehen und das Auto zurückgeben. Im Gegenzug erhalten Sie die bereits gezahlte Anzahlung sowie die geleisteten Raten zurück.

Zum kostenfreien Online-Check

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Ein Prozesskostenfinanzierer übernimmt für Sie alle Kosten, die durch die Vertretung entstehen. Nur im Falle eines Erfolgs erhält der Prozesskostenfinanzierer eine sogenannte Erfolgsprovision. Dieses beträgt bei der außergerichtlichen Durchsetzung 15 % vom Streitergebnis. Kommt es zu keiner Einigung, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

Unser Angebot

  • Online-Check und kostenfreie Erstberatung im Abgasskandal

    Nutzen Sie Ihre Chance, um gegen den Betrug der Automobilindustrie vorzugehen und informieren Sie sich mithilfe unseres schnellen Online-Checks, ob Ihr Diesel vom Abgasskandal betroffen ist. Lautet die Antwort ja, stehen wir Ihnen bei unserer kostenfreien Ersteinschätzung mit Rat  – und wenn Sie wollen, im späteren Verlauf auch mit Tat zur Seite.

    weitere Informationen
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden und aktuelle Rechtstipps und exklusive Hintergrund­informationen erhalten!