Vom Diesel- zum Benzin-Skandal? Jüngst sind Beweise aufgetaucht, dass Audi und Porsche mit Hilfe einer illegalen Abschalteinrichtung auch die Abgaswerte einiger ihrer Benzin-Fahrzeuge manipulierten.

Audi-Benziner entzünden den Abgasskandal aufs Neue

Die Vermutung, dass auch Benziner vom Abgasskandal betroffen sind, hält sich schon länger. Doch nun liefert eine Klage gegen Audi vor dem Landgericht (LG) Offenburg den bahnbrechenden Beweis einer möglichen Manipulation.

Das Landgericht beauftragte einen unabhängigen Gutachter damit, zu prüfen, ob im streitgegenständlichen Benzin-Fahrzeug Audi Q5 TFSI 2.0 eine illegale Abschalteinrichtung verbaut ist. Konkret handelt es sich dabei um einen Benziner der Euro-Norm-6, Baujahr 2015.

Im Gutachten kam heraus, dass der Stickoxid-Ausstoß um 24 % höher liegt, „sobald das Lenkrad um mehr als 15 Grad gedreht wird“. Grund sei eine veränderte Schaltung des Automatikgetriebes AL 551, wie es beim Q5 zum Einsatz kommt. Damit übertrifft die ausgestoßene Stickoxid-Menge nicht nur den Grenzwert für Euro-6-Benziner um 20 mg/km, sondern auch die Herstellerangaben um 300 %, so der Gutachter.

Auf dem Prüfstand wird das Lenkrad nie um mehr als 15 Grad gedreht, weshalb der Verdacht hier nahe liegt, dass es sich um eine sogenannte Prüfzykluserkennung handelt. Das bedeutet, die Emissionen werden für die Prüfsituation niedrig gehalten, um die Typengenehmigung zu bekommen, während im Realbetrieb – sprich auf der Straße – eine deutlich höhere Menge an Stickoxiden ausgestoßen wird.

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Auch Porsche soll Abgaswerte von Benzinern manipuliert haben

Gegenüber dem Handelsblatt bestätigte die Porsche AG, dass hausinterne Ermittlungen aufgrund möglicher neuer Manipulation an ihren Benzinern stattfinden. Anscheinend gab es ein „paar Hinweise auf mögliches Fehlverhalten”, heißt es im Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.

Im Fadenkreuz der Ermittlungen stehen unter anderem die Modelle 911 und Panamera, die zwischen 2008 und 2013 vom Band liefen. Laut eigenen Angaben habe Porsche die Staatsanwaltschaft Braunschweig das Kraftfahrt-Bundesamt und die US-Justiz bereits über die möglichen Manipulationen informiert.

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