Der Abgasskandal bei Audi nimmt kein Ende. Jetzt ist auch der angeblich so umweltfreundliche Audi A8 mit 4.2-Liter-Motor betroffen. Untersucht wurden die illegalen Abschalteinrichtungen schon seit 2017 – doch jetzt erst regt sich das Kraftfahrt-Bundesamt mit einem Rückruf.

Manipulationsverdacht beim Audi A8 mit 4.2-Liter-Motor

Nachdem beim Audi A8 mit 3.0-Liter-Motor bereits im Jahr 2019 ein offizieller Rückruf vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wegen illegaler Abschalteinrichtung gestartet wurde, ist ein Jahr später nun der 4.2-Liter-Motor dran. Das KBA versuchte dabei, die Aktion möglichst unauffällig über die Bühne gehen zu lassen. Kunden erhielten einen „Warnhinweis”, in dem für Audis A8 4.2 TDI V8 mit Euro-5-Norm ein Rückruf angeordnet wurde mit der Begründung: „Konformitätsabweichung Antriebssteuerungssoftware”.

Was genau sich hinter der vagen Formulierung verbirgt, ist noch nicht hundertprozentig klar. Doch der Rückruf erfolgt unter dem gleichen internen Code „23X6”, der in den Jahren zuvor für andere Rückrufe anlässlich unzulässiger Abschalteinrichtungen in Audis A7 und A8 benutzt wurde. Nun soll es also für den Audi A8 mit 4.2 Litern auch ein Software-Update geben. Der Grund dafür, so steht es in dem Anschreiben an die Kunden, seien „Unregelmäßigkeiten” im „Emissionsminderungssystem".

Illegale Abschalt­einrichtungen in Audi-Dieseln

Damit ist gemeint, dass es im Motor des Audi A8 4.2 TDI V8 wohl auch eine illegale Abschalteinrichtung gibt. Bereits seit 2017 untersucht das KBA den Audi A8 wegen mehrerer Abschalteinrichtungen. Damit mussten sich nun Kunden von Audi mit einem A8 4.2 TDI V8 über zwei Jahre gedulden – ohne Nachricht des Herstellers. Da es sich beim Audi A8 um einen Wagen der Premiumklasse mit entsprechenden Preisen handelt, war der Wertverlust in dieser Zeit enorm.

Grundsätzlich geht es immer noch um die bereits seit 2015 bekannten Strategien zur Softwaremanipulation: Das Auto erkennt, wenn es auf dem Prüfstand steht und schaltet automatisch in den Effizienzmodus. Die Emissionsreinigung ist dann in Gang. Wenn das Fahrzeug wieder auf der Straße unterwegs ist, schaltet es automatisch in den Sparmodus. Die Konsequenz: Im Realbetrieb stößt es viel mehr Stickoxide aus, als auf dem Prüfstand verzeichnet werden.

Zum Vergrößern anklicken
Quelle: Rückrufdatenbank des KBA

Audi hat betrogen und betrügt weiterhin. Angesichts des hohen Wertverlusts bei Ihrem Audi A8 sollten Sie sich das nicht gefallen lassen. Prüfen Sie jetzt, ob und wie Sie Ihre Ansprüche geltend machen können.

Kostenfrei & unverbindlich: Jetzt Ansprüche prüfen!

Was können Audi-Fahrer jetzt tun?

Audi hat seine Kunden mehr als lang genug hingehalten und fährt nach wie vor eine Strategie des Hinhaltens. Besitzer eines Audi A8 4,2 TDI V8 mussten sich jetzt über zwei Jahre gedulden, bis sie eine Nachricht zum Zustand ihres Fahrzeuges erhielten – während der Wert des Audis drastisch sank. Damit liegt ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden durch die Abgasmanipulation vor.

Lassen Sie sich den Betrug nicht länger gefallen. Was Sie auf jeden Fall nicht tun sollten, ist, das Software-Update aufspielen lassen. Experten sind der Auffassung, dass das Update mehr Schaden bringt, als Abhilfe schafft, auch die generelle Wirksamkeit wird stark bezweifelt. Umso wichtiger ist es, den Schaden gerichtlich zu kompensieren und Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB zu fordern. Sie haben die Wahl zwischen folgenden Handlungsoptionen:

  • Sie behalten Ihr Fahrzeug und fordern eine angemessene Schadensersatzzahlung,

  • oder Sie geben das Auto zurück und fordern im Gegenzug den kompletten Kaufpreis.

Wir setzen diese Schadensersatzansprüche für Sie durch, ohne dass Sie ein Kostenrisiko befürchten müssen. Vorab können Sie von uns prüfen lassen, wie hoch Ihre Erfolgschancen stehen.

Kostenfrei & unverbindlich: Jetzt Ansprüche prüfen!

Unser Angebot

  • Online-Check und kostenfreie Erstberatung im Abgasskandal

    Nutzen Sie Ihre Chance, um gegen den Betrug der Automobilindustrie vorzugehen und informieren Sie sich mithilfe unseres schnellen Online-Checks, ob Ihr Diesel vom Abgasskandal betroffen ist. Lautet die Antwort ja, stehen wir Ihnen bei unserer kostenfreien Ersteinschätzung mit Rat  – und wenn Sie wollen, im späteren Verlauf auch mit Tat zur Seite.

    weitere Informationen