Abgasskandal Fiat Wohnmobile: Händler erstmals zu Schadensersatz verurteilt

Abgasskandal Fiat Wohnmobile: Händler erstmals zu Schadensersatz verurteilt

Wegen illegaler Abschalteinrichtungen in seinem Wohnmobil hat der Besitzer eines Pilote P 700 Essentiel geklagt. Die Klage vor dem Landgericht Stade war nun erfolgreich: Der Autohändler wurde zur Zahlung einer Kaufpreisminderung verurteilt. Wie auch Sie sich Schadensersatz für Ihr Wohnmobil sichern, erfahren Sie hier.

 

Wegen illegaler Abschalteinrichtungen in seinem Wohnmobil hat der Besitzer eines Pilote P 700 Essentiel geklagt. Die Klage vor dem Landgericht Stade war nun erfolgreich: Der Autohändler wurde zur Zahlung einer Kaufpreisminderung verurteilt. Wie auch Sie sich Schadensersatz für Ihr Wohnmobil sichern, erfahren Sie hier.

Kläger behält Fiat Wohnmobil und bekommt Schadensersatz

Zu den positiven Urteilen gegen Wohnmobilhersteller gesellt sich das erste verbraucherfreundliche Urteil gegen einen Autohändler. Der Besitzer eines Pilote P 700 Essentiel Wohnmobils hatte vor dem Landgericht (LG) Stade sowohl gegen Fiat Chrysler als auch gegen das Autohaus geklagt, bei dem er das Wohnmobil für 71.500 Euro gekauft hatte. Gegen Fiat Chrysler klagte er, da das Wohnmobil mit dem Basisfahrzeug Fiat Ducato ausgestattet war. Da für das Wohnmobil noch die zweijährige Gewährleistung lief, wurde gleichzeitig auch der Autohändler verklagt.

Während die Klage gegen Fiat Chrysler noch läuft, war der Kläger gegen den Händler bereits erfolgreich. Das LG Stade verurteilte das Autohaus am 17. August 2021 zum sogenannten „kleinen Schadensersatz“ (Az. 2 O 175/21).

Das heißt: Der Kläger darf sein Wohnmobil behalten und erhält von der Beklagten den Betrag, um den er das Fahrzeug zu teuer erworben hat. Diese Kaufpreisminderung schätzte das Gericht im vorliegenden Fall auf 25 % – 17.875 Euro – die der Kläger erstattet bekam.

Sie sind unsicher, ob in Ihrem Wohnmobil auch eine illegale Abschalteinrichtung verbaut ist? Machen Sie jetzt unseren kostenfreien Online-Check und verschaffen Sie sich Gewissheit. Wir beraten Sie anschließend gerne zu Ihren nächsten Schritten.

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Betrug bei Fiat Wohn­mobilen

Der Grund für die Verurteilung des Autohauses waren – wie vom Kläger richtig vermutet und vor Gericht vorgetragen – illegale Abschalteinrichtungen im Motor. So funktioniert die Abgasreinigung während des 20-minütigen Testzyklus einwandfrei. Nach 22 Minuten, also im realen Straßenverkehr, wird die Abgasnachbehandlung deaktiviert. Für diesen Betrug erhielt der Kläger nun Schadensersatz in Form einer Kaufpreisminderung zugesprochen.

Das Urteil ist wichtig für zahlreiche Wohnmobil-Besitzer:innen – nicht nur jene mit einem Pilote Wohnmobil. Das liegt daran, dass viele Wohnmobilhersteller den Fiat Ducato als Unterbau nutzen. Messungen der Deutschen Umwelthilfe haben ergeben, dass einige Wohnmobile mit Fiatmotor im Straßenverkehr bis zu 19-mal mehr Stickoxide ausstoßen, als gesetzlich vorgeschrieben.

Für diesen Betrug und die Täuschungen sollten Sie sich als Wohnmobil-Besitzer:in entschädigen lassen. Dafür ist es auch nicht notwendig, dass Ihr Wohnmobil einen offiziellen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes erhalten hat. Wenn Ihr Wohnmobil die Abgasnorm Euro 5 bis 6c hat, sollten Sie unbedingt aktiv werden.

Machen Sie jetzt unseren kostenfreien Online-Check und erfahren Sie, wie viel Schadensersatz Ihnen zustünde. Wir setzen Ihre Ansprüche im Anschluss für Sie durch.

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„Kleiner Schadens­ersatz” oder Kaufpreis­erstattung?

So viel steht fest: Ihr Wohnmobil wurde manipuliert und stößt ein Vielfaches der erlaubten Stickoxidemissionen aus. Wenn Sie sich für den Betrug entschädigen lassen wollen, dann stehen Ihnen zwei Optionen zur Verfügung:

Option #1: Sie geben Ihr Wohnmobil ab und fordern im Gegenzug eine Erstattung des Kaufpreises. Hiervon wird üblicherweise eine Nutzungsentschädigung abgezogen. Angesichts des enormen Wertverlustes Ihres Wohnmobils ist das eine empfehlenswerte Option.

Option #2: Verständlicherweise fällt die Trennung von einem Wohnmobil nicht selten schwer. Sie können alternativ auch Ihr Wohnmobil behalten und dafür eine Kaufpreisminderung fordern. Dieser „kleine Schadensersatz“ wurde kürzlich durch ein Urteil vom 6. Juli 2021 des Bundesgerichtshofs (BGH) bestärkt (Az. VI ZR 40/20). Dieser besteht in einer Kaufpreisminderung, wie im vorliegenden Fall des Pilote-Fahrers vor dem LG Stade.

Der Vorteil: Hierbei wird keine Nutzungsentschädigung fällig, wie bei der Option #1.

Der Betrug bei den Wohnmobilen ist äußerst frustrierend. Gerade aufgrund des emotionalen Werts Ihres Wohnmobils und der hohen Anschaffungskosten sollten Sie sich für den vorsätzlichen Betrug entschädigen lassen. Nutzen Sie dafür jetzt unsere kostenfreie Erstberatung.

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