7 Regeln, die Sie an Silvester 2020 beachten sollten

7 Regeln, die Sie an Silvester 2020 beachten sollten

Silvester 2020 wird sich sehr von den Feierlichkeiten der letzten Jahre unterscheiden. Doch nicht nur die Corona-Maßnahmen bringen Regelungen mit sich, die Sie auf dem Schirm haben sollten. Einige Vorgaben gelten schon seit jeher – werden aber oft vergessen (oder ignoriert). Wir klären auf.

#1 Nachtruhe an Silvester

Silvester ist für viele die größte Partynacht des Jahres. Das lässt vermuten, dass die Nachtruhe an diesem Abend keine Rolle spielt. Doch falsch gedacht: Auch an Silvester gilt die offizielle Nachtruhe ab 22 Uhr. Das heißt, dass Nachbarn sich ab dann theoretisch über zu viel Lärm und Krach von Ihnen bei der Polizei beschweren dürfen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese dann auch vor der Tür steht und die Party auflöst, ist allerdings eher gering. Trotzdem lohnt es sich für den Hausfrieden, Feiern rechtzeitig anzukündigen und sich gegebenenfalls mit den Nachbarn abzusprechen.

#2 Ab wann dürfen die ersten Feuer­werke gezündet werden?

Gegen eine Wunderkerze vor dem Raclette-Essen auf dem Balkon hat sicherlich niemand etwas einzuwenden. Doch mit den großen Feuerwerken sollten Sie warten: Rechtlich gesehen darf erst ab Mitternacht des 31. Dezembers geknallt werden. Schluss ist dann 24 Uhr am 1. Januar.

Aufgrund der überlasteten Krankenhäuser während der Corona-Pandemie wird allerdings für Silvester 2020 geraten, auf das alljährliche Feuerwerk zu verzichten. Außerdem sind öffentliche Feuerwerke dieses Jahr verboten, die traditionell oft an großen Plätzen wie dem Brandenburger Tor in Berlin stattfinden. Jedes Jahr kommt es wegen unsachgemäß abgefeuerter Feuerwerke zu zahlreichen Unfällen.

#3 Wer ist für den Müll verantwortlich?

Verpackungen, Feuerwerksüberreste und leere Sektflaschen – wer soll das am 1. Januar alles wegräumen? Zunächst die gute Nachricht für alle Feiernden: Ihr Vermieter kann Sie für Müll auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen nicht zur Rechenschaft ziehen. Auch wenn im Hinterhof auf dem privaten Grundstück geknallt wurde, so gibt es meistens keine Klausel im Mietvertrag, die Sie zu Aufräumarbeiten verpflichtet. Nichtsdestotrotz bleibt auch an Silvester jeder Mieter für die Entsorgung des eigenen Mülls verantwortlich. Auch wenn sich am Ende nicht mehr klar trennen lässt, welche Nachbarn welche Rakete angezündet haben.

#4 Verkaufs­verbot von Feuer­werken

Doch über zu viel Müll wird man sich im Jahr 2020 vermutlich weniger Gedanken machen müssen. Der Grund: der Verkauf von Feuerwerken ist dieses Jahr verboten. Wenn Sie noch alte Raketen und Böller herumliegen haben, dürfen Sie die abfeuern, doch neue gibt es nicht zu kaufen. Es wird allerdings dringend geraten, dieses Jahr auf Feuerwerk zu verzichten, um überlastete Krankenhäuser zu schonen.

#5 An- und Versammlungs­verbot

Auch rauschende Feste mit allen Freunden wird es 2020 nicht geben. Aufgrund der Coronamaßnahmen werden Zusammenkünfte stark eingeschränkt, um den hohen Infektionszahlen entgegenzuwirken. Deshalb dürfen sich dieses Jahr maximal 5 Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht). Das gilt nicht nur für Feiern in der eigenen Wohnung, sondern auch für Versammlungen auf öffentlichen Plätzen.

Noch ist nicht klar, ob es in einzelnen Bundesländern diesbezüglich Lockerungen geben wird. Der Hamburger Bürgermeister kündigte beispielsweise an, dass sich möglicherweise mehr als 5 Personen treffen können. In Bayern hingegen werden die strikten Kontaktbeschränkungen auch an Silvester gelten.

#6 Alkohol­konsum im öffentlichen Raum

Neben dem Versammlungsverbot gilt auch weiterhin das Verbot von Alkoholkonsum im öffentlichen Raum. Dies betraf vor allem die Glühweinstände in der Vorweihnachtszeit, um Ansammlungen zu vermeiden. Doch damit ist nun auch offiziell das Anstoßen auf das neue Jahr mit den Nachbarn auf der Straße verboten.

#7 Dem Trubel entfliehen: Reise­möglichkeiten an Silvester

Wer kein Partylöwe ist und die Ruhe vor dem Feuerwerkslärm sucht, flieht gerne über Silvester in den Urlaub. Ski fahren, mit Freunden auf einer Hütte feiern oder die Zweisamkeit beim Spa-Urlaub genießen, ist aber dieses Jahr auch keine Option. Innerhalb Deutschlands gibt es beispielsweise gar keine touristischen Reisemöglichkeiten mehr. Und in die beliebten nahen Reiseziele, wie Österreich, Schweiz oder Italien gibt es strenge Einreisebedingungen:

In Österreich bleibt nach wie vor die Hotellerie und Gastronomie geschlossen. Wer über die Feiertage einreist, muss sich für 10 Tage in Quarantäne begeben. Außerdem soll es strenge Grenzkontrollen geben, die den Luft- und Straßenverkehr überprüfen.

Aufgrund steigender Infektionszahlen hat auch die Schweiz strengere Maßnahmen eingeführt. Reisen dorthin sind aber prinzipiell möglich. Doch gelten alle Kantone inzwischen als Risikogebiete. Das heißt, wer für einen Kurzurlaub in die Schweiz reist, muss sich anschließend in zehntägige Quarantäne begeben. Da es aktuell regional große Unterschiede gibt, sollten einzelne Coronamaßnahmen vor einer Reise überprüft werden.

Reisen nach Italien sind ebenfalls prinzipiell möglich, allerdings müssen Sie einen negativen Coronatest vorweisen, bevor Sie einreisen. Außerdem bleiben die Skigebiete vorerst bis zum 6. Januar geschlossen. Auch hier gibt es regional große Unterschiede zu Hotelaufenthalten und Ähnlichem.