Hotel- und Ferienparkfonds

Wellness ist für viele Hotels, Ferienanlagen und Thermen die zentrale Werbebotschaft. Den Gästen soll es gut gehen und sie sollen dafür auch gut bezahlen. Doch bis es soweit ist, muss ordentlich investiert werden, damit ein Wellnessparadies entstehen kann. Mittlerweile werden dabei Dimensionen erreicht, die ein einzelner Investor meist nicht mehr stemmen kann. Auch wenn staatliche Fördermittel in Anspruch genommen werden können, muss Geld „eingesammelt“ werden. So bieten sich für große Hotels, Ferieneinrichtungen, Freizeitanlagen, Thermen oder „Spaßbäder“ spezielle Fonds an.

Wir helfen Anlegern, wenn Ihre Fonds-Beteiligung an Hotels, Ferienanlagen, Freizeitbädern und Thermen nicht die zugesicherten Ausschüttungen erbringt, Nachschüsse fällig werden oder aber Ihre Einlage am Ende der Laufzeit „geschrumpft“ bzw. einem Totalverlust anheim gefallen ist.

Risiken von Hotel- und Ferienparkfonds

Um es gleich vorweg zu sagen: Die Beteiligung an einem Hotel bringt Anlegern selten Gewinn. Selbst im Luxussegment haben die meisten geschlossenen Fonds Probleme. Hotelfonds sind zum einen dadurch besonders riskant, weil ein Hotel als Spezialimmobilie auf Gäste angewiesen ist, die aus verschiedenen Gründen in Höhe der kalkulierten Zahlen ausbleiben können. Zudem sind viele mit teuren Krediten belastet.

Aber selbst, wenn die Auslastung stimmt und das Hotel schwarze Zahlen schreibt, heißt das noch lange nicht, dass die Anleger zufrieden sein können. Denn meist existiert ein für Uneingeweihte schwer durchschaubares und bisweilen dubioses Geflecht aus widerstrebenden Interessen der Initiatoren, der Geschäftsführung des Fonds und des Hotelmanagements. Zudem bestehen manchmal Managementverträge, bei denen „Berater“ ohne eigenes Risiko ihr eigenes Süppchen kochen. Und alle wollen verdienen. Nur die, die ihr Geld gegeben haben, sind ohne unmittelbaren Einfluss, sie müssen zunächst auf die Rentabilität dieser Managementverträge und dauerhaft auf die Fähigkeit und Integrität „ihrer“ Geschäftsführung vertrauen.

Kurzum: Bei Hotelfonds laufen die Anleger Gefahr, billige Kapitallieferanten ohne ernsthafte Ertragschancen zu sein. Sie finanzieren leider gar zu häufig – oft auch zur Freude der Lokalpolitiker – Prestigeprojekte.

Risiken von Freizeitbäder und Thermen

Die Perspektiven für Freizeitbäder und Thermen sind zunächst von demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen abhängig. Die Rahmenbedingungen für diese Einrichtungen sind von rückläufigen Masseneinkommen, zunehmender Konkurrenz und wachsender Überalterung gekennzeichnet. Unter diesen Umständen dauerhaft schwarze Zahlen zu schreiben bzw. Verluste zu vermeiden ist für Betreiber von Freizeit- und Erlebnisbädern, Thermen und Saunalandschaften zunehmend schwieriger. 

Thermen sind für Anleger daher mit besonderer Vorsicht zu genießen. Das Risiko, mit einem solchen Fonds „baden zu gehen“, ist besonders hoch. Abgesehen von den allgemeinen Risiken geschlossener Fonds kommen bei Thermen noch die folgenden speziellen Risiken hinzu:

  • Überversorgung der Region mit Thermen und Schwimmbädern: geringere als kalkulierte Besucherzahlen
  • hohes Baurisiko: Baumängel in erheblichem Ausmaß, die oft zu längeren Schließungen führen, sind üblich. Dadurch Einnahmeverluste und nicht selten Zusatzkosten für rechtliche Auseinandersetzungen und Eigenfinanzierung bei insolventen Baufirmen
  • Wetterrisiko: ein langer warmer Sommer reduziert die Besucherzahlen
  • Konjunkturrisiko: Besucher können die hohen Eintrittspreise nicht mehr oder nicht so oft bezahlen

Im schlimmsten Fall macht die Therme Verluste. Im allerschlimmsten Fall sind diese so hoch, dass es zur Insolvenz kommt. Diese Risiken sind vielen Kleinanlegern nicht bewusst.

Anforderungen an die Beratung und Vermittlung von Hotel- und Ferienparkfonds

Der Anlageberater, der Hotel- und Ferienparkbeteiligungen verkauft, schuldet eine anlage- und anlegergerechte Beratung.

Die „anlagegerechte“ Beratung verlangt, dass der Kunde richtig und umfassend über Chancen, Risiken und Funktionsweise des Anlageproduktes „Hotelfonds“ bzw. „Ferienparkfonds“ aufgeklärt wird. Die geschuldete Beratung erfordert zudem eine zutreffende, aktuelle, vollständige, geordnete, klare und verständliche Information über den konkret angebotenen bzw. nachgefragten Fonds. Negative Tatsachen dürfen dem potentiellen Anleger nicht verschwiegen werden.

Die „anlegergerechte“ Beratung verlangt, dass bei der Beratung bzw. Vermittlung des Fonds der Wissensstand des Kunden und seine Risikobereitschaft berücksichtigt werden. Ausgehend von den Anlagezielen, der Risikobereitschaft und der Risikofähigkeit des Kunden sind ihm entsprechende Empfehlungen zu geben. Das kann bei bestimmten Kunden auch bedeuten, dass man ihnen vom Erwerb eines Fonds abraten muss. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn diese Geldanlage zur Altersvorsorge gedacht ist.

Verstoßen Vermittler bzw. Berater gegen ihre Pflicht zur anlage- und anlegergerechten Beratung oder kommen sie dieser nur unzureichend nach, dann haften sie, wenn diese Pflichtverletzung zu einem Schaden bei dem Anleger führt. Das heißt: Der Fondsanleger hat Anspruch auf Schadenersatz.

Falschberatung führt zum Schadenersatzanspruch

Zu einer ordnungsgemäßen Beratung gehört auch, dass die Berater und Finanzvertrieben ihre Kunden über ihre Provisionen aus dem Geschäft (Kick-Back) aufklären.

Prospekthaftung bei Hotel- und Ferienparkfonds

Ein Hotel- bzw. Ferienparkfonds steht und fällt mit der seriösen Rentabilitätsprognose. Der Emissionsprospekt des Fonds muss darüber Auskunft geben, damit der potentielle Anleger eine solide Entscheidungsbasis hat.

Stellt der Fondsprospekt die Ermittlung des voraussichtlichen Ertrages nicht vollständig und damit nicht zutreffend dar, dann liegt ein Prospektmangel mit der Folge vor, dass der Prospektherausgeber für daraus resultierende Schäden haftet.

Der Prospekt muss verlässlich, umfassend und wahrheitsgemäß über den Fonds informieren. Die Prospektverantwortlichen sind zur richtigen und vollständigen Darstellung aller für die Entschließung von Anlageinteressenten maßgeblichen Umstände im Prospekt verpflichtet.

Eine Haftungsbeschränkung des Prospektherausgebers auf Vorsatz und Fahrlässigkeit ist unwirksam.

Ansprüche geschädigter Anleger von Hotel- und Ferienparkfonds

Hat ein Anleger schaden, vor allem durch Falschberatung, erlitten, dann kommen folgende Ansprüche in Frage:

  • Rückzahlung der Fondseinlage
  • Zahlung des entgangenen Gewinns
  • Freistellung von Schäden, die aus der Kapitalanlagen resultieren
  • Keine Rückzahlung von Ausschüttungen
  • Erstattung der außergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten

Bei Schaden oder Schadensgefahr: Lassen Sie Ihre Fondsanlage fachanwaltlich prüfen.

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Unsere Erfahrungen – unsere Erfolge

Wir beraten und vertreten seit Jahren bundesweit geschädigte Anleger von Containerfonds.

Wir publizieren zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse: Gängel/Gansel, Die Anforderungen an die Vermittlung von Kapitalanlagen und die Beratung von Kapitalanlegern, Neue Justiz, 8/2010, S. 312 ff.