Diesel-Entschädigung für Kunden von Volkswagen

Seit 2015 warten Millionen Kunden von Volkswagen auf eine Diesel-Entschädigung. Die größte Frage dabei ist: Wer hat Anspruch auf Schadensersatz? Bereits gefällte Urteile zeigen, was von betroffenen Autofahrern berücksichtigt werden sollte. Wir klären weiter auf!

Wie steht es um Ansprüche auf Diesel-Entschädigung gegen Volkswagen?

Das Wichtigste vorweg: Grundsätzlich schuf ein Urteil vom Bundesgerichtshof (BGH) im Mai 2020 Klarheit. Betroffene Kunden können Volkswagen direkt zur Verantwortung ziehen (Aktenzeichen VI 252/19). Der Anspruch auf Diesel-Entschädigung steht Fahrzeugbesitzern zu, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Fahrzeug ist vom Diesel-Skandal und der Schummel-Software betroffen.
  • Das betroffene Fahrzeug wurde nicht nach dem Bekanntwerden des Diesel-Skandals erworben.
  • Der Anspruch auf eine Diesel-Entschädigung wird innerhalb der Verjährungsfrist von 3 Jahren geltend gemacht.

Welche Fahrzeugmodelle von Volkswagen sind vom Dieselskandal betroffen?

Fahrzeugtyp

Motorleistung (kW)

Abgasnorm

VW Golf 2.0 TDI

VW Golf Plus 2.0 TDI

103

103

Euro 5

Euro 5

VW Caddy 2.0 TDI

VW Tiguan 2.0 TDI

103

103

Euro 5

Euro 5

VW Caddy Max 2.0 TDI

VW Passat 2.0 TDI

VW Touran 2.0 TDI

125

125

125

Euro 5

Euro 5

Euro 5

VW Passat 2.0 TDI

103

Euro 5

VW Sharan 2.0 TDI

103

Euro 5

VW Caddy 1.6 TDI

VW Caddy 1.6 TDI

55

75

Euro 5

Euro 5

VW Polo 1.6 TDI

VW Golf 1.6 TDI

66

77

Euro 5

Euro 5

VW Golf Plus 1.6 TDI

VW Golf Variant 1.6 TDI

77

77

Euro 5

Euro 5

VW Polo 1.2 TDI

VW Amarok 2.0 TDI

55

120

Euro 5

Euro 5

VW Passat 2.0 TDI

103

Euro 5

Sie fahren eines dieser Modelle? Ist Ihr Fahrzeug nicht gelistet, Sie möchten es jedoch prüfen? Verlieren Sie in beiden Fällen keine wertvolle Zeit und machen Sie den kostenfreien Online-Check!

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Was sagt die Rechtsprechung zu einer Diesel-Entschädigung von Volkswagen?

Erstmals gab es einen Richterspruch im Abgasskandal in der bisher höchsten Instanz – dem BGH. Ein betroffener Kunde von Volkswagen erhielt für seinen VW-Sharan eine Entschädigung von 25.616,10 Euro. Die zunächst geforderten 31.490 Euro wurden um den sogenannten Nutzungsvorteil reduziert.

Die Entscheidung festigt die ohnehin verbraucherfreundliche Rechtsprechung für ähnliche Fälle, in denen Volkswagen seine Kunden täuschte. Das Gericht legte fest, dass betroffenen Fahrzeughaltern eine Entschädigung von Volkswagen zusteht. Laut BGH ist der Hersteller für die Täuschung verantwortlich.

Das bedeutet zusammengefasst:

  • Betroffene Kunden können die Diesel-Entschädigung von Volkswagen verlangen.
  • Im Gegenzug wird der Nutzungsvorteil in Form gefahrener Kilometer abgezogen.
  • Der Kunde muss das Dieselfahrzeug dem Hersteller zurückgeben.

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Wie wirkt sich der Nutzungsvorteil auf die Diesel-Entschädigung aus?

Das Urteil vom BGH legt fest, dass der Betroffene den Anspruch auf Diesel-Entschädigung bei Volkswagen selbst geltend machen kann. Von der Schadensersatzsumme wird jedoch der Nutzungsvorteil (auch Nutzungsentschädigung) abgezogen. Dieser berechnet die gefahrenen Kilometer nach dem Kauf des Fahrzeugs, gemessen mit der erwarteten Gesamtlaufleistung. Hierbei kommt es zu unterschiedlichen Berechnungen bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen.

Neufahrzeug:

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Gebrauchtfahrzeug:

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Die erwartete Gesamtlaufleistung wird von Richtern je nach Fahrzeugtyp zwischen 200.000 bis 300.000 Kilometern berechnet.

{{article-navigation-link::Was passiert, wenn man den Diesel bereits verkauft hat?}}

Was passiert, wenn man den Diesel bereits verkauft hat?

Generell kam es bei vielen Dieselfahrzeugen nach Aufdeckung des Skandals zu massiven Wertverlusten. Jedoch behält man den Anspruch auf Diesel-Entschädigung auch dann, wenn Sie das Auto bereits verkauft haben.

Die Berechnung hierbei stellt sich wie folgt zusammen:

Zum Vergrößern anklicken

Schaut man sich das Ganze an einem realistischen Beispiel an, könnte es wie folgt aussehen:

Auch nach Verkauf des Fahrzeugs bleibt der Anspruch auf eine Diesel-Entschädigung bestehen. Wir möchten Sie hierbei gerne vorab informieren und bei Ihrer Forderung unterstützen.

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Welche Besonderheiten gelten bei Gebrauchtfahrzeugen von Volkswagen?

Haben Sie ein Gebrauchtfahrzeug von einer Privatperson erworben, kann es vor Gericht zu besonderen Bewertungen kommen. Grundsätzlich liegt der Anspruch auf Diesel-Entschädigung beim Erstbesitzer. Dieser kann durch eine Sondervereinbarung an den Folgebesitzer abgetreten werden. Es handelt sich dabei um die sogenannte Abtretungserklärung.

Wie so ein Schreiben generell aussehen kann, sehen Sie hier:

Beispiel

Hiermit trete ich als Verkäufer des gebrauchten Wagens (Typ, Fahrgestellnummer) alle meine Rechte gegen

a) den Verkäufer (Autohaus XY) und

b) den Hersteller

an den Käufer (Name, Anschrift) ab. Der Käufer des Wagens nimmt diese Abtretung an.

Unterschriften von Käufer und Verkäufer

Wenn der Vorbesitzer bereits gegen Volkswagen klagt, kann es beim Anspruch auf Diesel-Entschädigung zu Problemen für den aktuellen Fahrzeughalter kommen. In jedem Fall sollten Sie mit allen Vorbesitzern über juristische Schritte sprechen.

Ab wann verfallen weitere Ansprüche auf Diesel-Entschädigung von Volkswagen?

Wer sich der Musterklage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) anschloss, hat ein Vergleichsangebot von Volkswagen erhalten. Somit verzichtet die Person bei Annahme auf weitere Entschädigungszahlungen.

Wurde dieser Vergleich noch vor dem 30. April 2020 mit Eintrag in das Klageregister abgelehnt, hemmt das die Verjährung. Für weitere Vorgehen ist es ratsam, einen Experten zu engagieren. Die Verjährungsfrist bleibt bis mindestens Oktober 2020 erhalten.

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Bleibt der Anspruch auf Diesel-Entschädigung trotz Software-Update erhalten?

Der BGH bestimmte in einem weiteren Urteil vom 30. Juli 2020, dass trotz eines durchgeführten Software-Updates der Anspruch auf Schadensersatz erhalten bleibt. Ob sich die Stickoxidemissionen nach dem Software-Update verbessern, darf zumindest angezweifelt werden. Diverse Tests im realen Fahrbetrieb haben bereits negative Ergebnisse erzielt.

Zum Vergrößern anklicken

Lohnt sich die Durchsetzung der Diesel-Entschädigung noch?

In den meisten Fällen: Ja! Als Besitzer eines betroffenen Diesel-Fahrzeuges haben Sie Anspruch auf Diesel-Entschädigung. Die bisherigen Urteile sprechen zumeist für die Verbraucher. Das bietet beste Chancen, Ihren Anspruch auf Diesel-Entschädigung durchzusetzen. Falls es in Ihrem Fall anders aussieht, teilen wir Ihnen das ehrlich mit. Wir raten niemandem zu einem aussichtslosen Verfahren.

Ist Ihr Diesel-Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen, sollten Sie keine Zeit mehr verlieren und Ihre Möglichkeiten abklären. Ob mit oder ohne Rechtsschutzversicherung helfen wir Ihnen, Ihre Forderungen ohne Kostenrisiko geltend zu machen.

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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