Schall
Schall wird in Dezibel (db) gemessen. Das angehängte „A“ – db (A) - gibt an, dass der gemessene Schalldruckpegel mit Hilfe einer Bewertungskurve der Wahrnehmung des menschlichen Ohrs für verschiedene Frequenzen angepasst wurde. Die Maßeinheit Dezibel ist ein logarithmisches Maß. Das heißt, eine doppelt so hohe Lautstärke entspricht einer um 3 db (A) höheren Angabe. Das Ohr nimmt diese Verdoppelung jedoch nicht als doppelte Lautstärke wahr. Die Maßeinheit Sone erschließt leichter Schallveränderungen. Wird eine Schallquelle doppelt so laut wahrgenommen, verdoppelt sich auch der Sone-Wert.
db(A) | Sone | subjektives Empfinden | Geräuschart |
10 | <0,01 | unhörbar | Atemgeräusch in 30cm Entfernung |
20 | 0,1 | extrem leise | Blätterrauschen |
30 | 0,3 | sehr leise | Flüstern / eigenes Atemgeräusch |
40 | 1 | leise | Ruhige Wohnstraße |
50 | 2 | | normale Unterhaltung |
60 | 4 | laut | Eingaben an der Tastatur |
80 | 16 | | lautes Sprechen in 1m Abstand |
Typische Schallquellen mit Schallpegel und Empfindungen
| Schallpegel (dB) | Geräuschquelle | Geräuschempfindung |
20 - 30 | Uhrenticken, Blätterrauschen | gerade hörbares Geräusch |
40 - 50 | Unterhaltungssprache, ruhige Wohnstraße | schwaches Geräusch |
60 - 70 | laute Unterhaltung, Bürogeräusche, Pkw in 10m Abstand | mäßiges Geräusch |
80 - 90 | Straßenverkehrsgeräusch, lauter Fabriksaal | starkes Geräusch |
100 - 110 | Autohupe in 7m Abstand, Kesselschmiede | sehr starkes Geräusch |
> 130 | Nahbereich Explosion; Strahltriebwerk | Schmerz |
Körperschall
Schall, der sich durch feste Stoffe ausbreitet, wird Körperschall genannt. Dieser Schall wird dann hörbar, wenn er als Luftschall abgestrahlt wird.
Trittschall
Schall, der durch Gehen entsteht, wird Trittschall genannt. Der Trittschallpegel ist der Schallpegel, der in einem Raum entsteht, wenn das zu prüfende Bauteil durch einen genormten Hammerschlag angeregt wird. Dabei wird der Schallpegel auf eine Bezugsfläche von 10 m2 umgerechnet.
Um zu einer den Verlauf des Schalldämmmaßes über der Frequenz kennzeichnenden Einzahlangabe zu gelangen, wird das bewertete Trittschallpegelmaß (L'n,W) gebildet. Zu dem bewerteten Schallpegel gelangt man über die Bewertung mit normierten Filterkurven, die die Empfindlichkeit des menschlichen Ohres für die verschiedenen Frequenzen grob nachbilden. Gemessen wird der "bewertete" Schallpegel mittels eines Schallpegelmessers (Phonometer), der die genormte Bewertungskurve berücksichtigt. Die Messwerte werden in dB angegeben. Wird der Schallpegel in Abhängigkeit von der Frequenz in einzelnen Oktav- oder Terzbändern gemessen, so bezeichnet man das Ergebnis als "Frequenz-Analyse" (Oktav- oder Terz-Analyse) des Schallpegels.
Schalldämmmaß R (Luftschalldämmung)
Die Luftschalldämmung vermindert den Schalldurchgang durch eine Trennfläche (z.B. ein Fenster oder eine Tür). Das jeweilige Element wird mit dem Schalldämm-Maß "R" ausgewiesen. R ist weder direkt mess- noch errechenbar. Das Schalldämm-Maß "R" wird ermittelt durch die Differenz von Lärmpegel außen minus Lärmpegel innen, minus des Schallschluckvermögens K. Bei der Angabe „R“ bleibt das Schallschluckvermögen des jeweiligen Raumes unberücksichtigt.
Schalldämmmaß, mittleres Rw (in dB)
Um zu einer den Verlauf des Schalldämmmaßes R über der Frequenz kennzeichnenden Einzahlangabe zu gelangen, wird das bewertete Schalldämmmaß gebildet. Seine Ermittlung erfolgt wie diejenige des Luftschallschutzes LSM, jedoch um + 52 dB verschoben, so dass negative Werte ausgeschlossen werden und ein direkter Vergleich mit der subjektiven Beurteilung des bewerteten Schalldämmmaßes möglich wird.
Der bewertete Schallpegel wird durch "Bewertung" mit international festgelegten Filterkurven, die die Empfindlichkeit des menschlichen Ohres für die verschiedenen Frequenzen grob nachbilden, erhalten. Zur Messung des "bewerteten" Schallpegels dient ein Schallpegelmesser (Phonometer), in dem die Bewertungskurven (Frequenzfilter) A, B, C, vereinzelt auch D, eingebaut sind. Die erhaltenen Messwerte werden unter der Bezeichnung dB(A), dB(B) usw. angegeben. Wird der Schallpegel in einzelnen Oktav- oder Terzbändern gemessen, also in Abhängigkeit von der Frequenz, so bezeichnet man das Ergebnis als "Frequenz-Analyse" (Oktav- oder Terz-Analyse) des Schallpegels.
Vgl. Sie auch unseren Artikel "Schallschutz in Haus und Wohnung".