Die GOJ II Immobilienhandel Aktiengesellschaft wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 18.11.2003 Mitglied der Euro-Gruppe. Sie hat ihren Sitz in Würzburg.
Gründungsgesellschafterin ist die GOJ Immobilienhandel Aktiengesellschaft. Die GOJ II Immobilienhandel Aktiengesellschaft wurde am 25.02.2004 in das Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter der HRB Nummer 8351 eingetragen.
Unternehmensgegenstand
a) Erwerb und Handel von und mit bebauten und unbebauten Grundstücken
und grundstücksgleichen Rechten im In- und Ausland,
b) Investitionen von Teilen des Gesellschaftsvermögens in Kapitalanlagen (Erwerb von Aktien, Pfandbriefen, Investmentzertifikaten, Schuldverschreibungen und sonstigen Wertpapieren) sowie in Kapitalanlageobjekten im In- und Ausland, einschließlich
Durchführung von Umschichtungen innerhalb des jeweils bestehenden Bestandes an Kapitalanlageobjekten,
c) das Halten der o.g. Vermögensgegenständen, deren Verwaltung, die Vermietung, Verpachtung und sonstige Fruchtziehung, die Veräußerung der Vermögensgegenstände oder ihre Verwertung in sonstiger Weise.
„Unternehmensphilosophie“
Nach Aussagen der GOJ II AG ist dieser Gesellschaft - wie allen Gesellschaften der Euro-Gruppe – „auch im Interesse ihrer atypisch stillen Gesellschafter, in erster Linie an Investitionen in solide und seriöse Sachwerte mit sehr guten Wertsteigerungsperspektiven gelegen. Dies ist der oberste Grundsatz unserer Geschäftspolitik, seit der Gründung des Unternehmens.“ Unternehmensziel ist die Gewinnerzielung.
Das Angebot: Rendite und Steuervorteile
Die GOJ II AG ist ein Unternehmen zur Kapitalanlage im so genannten Blind-Pool-Verfahren am Grauen Kapitalmarkt. Das heißt, das ihr zur Verfügung gestellte Kapital wird in vorher nicht bestimmter Art und Weise in Kapitalanlagen, in Unternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen, in Grundstücke, Immobilien, Versicherungen, Bausparverträge etc. investiert. Die Zeichner der atypisch stillen Beteiligungen sollen gleich doppelt profitieren: zum einen durch die versprochene Rendite und zum anderen durch Steuervorteile.
Der Vertrieb
Verschiedene Strukturvertriebe arbeiten im Auftrag der Euro-Gruppe daran, Anleger für die riskanten Beteiligungsangebote dieser Gesellschaften zu finden. Dazu zählte z.B. auch die inzwischen in der Insolvenz befindliche Allgemeine Vermögensberatungs GmbH, AVB – (Az.: IN 557/05 des Amtsgerichts Würzburg).
Warnung der Stiftung Warentest
Die Zeitschrift FINANZtest warnte schon seit längerem vor der Euro-Gruppe, die "... immer mehr Firmen gründe, um ihre riskanten Beteiligungsangebote unters Volk zu bringen." Nach Einschätzung der Finanztester ist es riskant, Geld in die Gesellschaften einzuzahlen (siehe auch FINANZtest 5/2000, S. 59). „Gleich mehrere Gründe sprechen gegen eine langjährige atypisch stille Beteiligung, bei der Anleger nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an den Verlusten der Gesellschaften beteiligt sind:
- Die Renditeversprechen sind zweifelhaft.
- Die Kosten für die Anlage sind hoch.
- Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut Auskunft von Oberstaatsanwalt Bruno Messer gegen die Verantwortlichen der Euro-Gruppe wegen strafbarer Werbung, Untreue und Betrugs.
In der Vergangenheit wurden Anleger immer wieder von Mitarbeitern der Allgemeinen Vermögensberatung GmbH (AVB) in Würzburg überredet, Lebensversicherungen vorzeitig zu kündigen. Das von den Versicherungen ausgezahlte Geld (Rückkaufswert) wurde dann in die Beteiligungen der Euro-Gruppe eingezahlt. Die Vermittler verschwiegen, dass solche vorzeitigen Kündigungen regelmäßig mit Verlusten verbunden sind. Jürgen Spilker, Vorstand der Anlagegesellschaften, störte das nicht. Denn Spilker führt auch die AVB.“ (Finanztest, 4/2002, S. 42).
Insolvenz
Die GOJ II AG musste am 13.12.05 Insolvenz anmelden (Az.: 1 IN 655/05 des Amtsgerichts Würzburg). Allen Anlegern dieser Gesellschaften raten wir deshalb – soweit noch nicht geschehen – nach Konsultation mit einem auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt ihre Beteiligung sofort zu widerrufen und kein Geld mehr zu überweisen.
Wir vertreten unsere Mandanten bei der Rückabwicklung ihrer Beteiligung und der Befreiung von zukünftigen Forderungen.
Ansprüche sichern
Wir stehen im ständigen Kontakt mit den Insolvenzverwaltern der Euro-Gruppe und werden deshalb Schadenersatzansprüche unserer Mandanten zum frühestmöglichen Zeitpunkt anmelden und so ihre Chancen auf Rückerstattung ihrer Einlagen – im Rahmen des vorhandenen Vermögens der Euro-Gruppe – maximal wahren.
Nutzen Sie unseren 50-Euro-Check zur Prüfung Ihrer Ansprüche und Erfolgsaussichten.
Wenn Sie sich weiter informieren möchten, lesen Sie unser Special „Euro-Gruppe“.