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Special: Geschlossene Fonds >> Lebensversicherungsfonds
Life Trust Fonds: Refinanzierungsbericht der LTAP macht Anlegern wenig Hoffnung
22.7.2011

Berlin, den 22. Juli 2011. Aktuell wird auf einer eigens für die Life Trust Fonds eingerichteten Homepage mit Stand vom 16.7.2011 über den „Refinanzierungsstatus“ berichtet. Danach ist die Situation unserer Ansicht nach für alle Anleger besorgniserregend.

 

Vorgeschichte
Auf Grund der akuten Probleme der Life Trust Produktgruppe des Emissionshauses BAC Berlin Atlantic Capital GmbH – durch den LTAP (Life Trust Asset Pool US, LLLP) war am 22.12.2010 Gläubigerschutz nach US-amerikanischem Recht („Chapter 11“) beantragt worden - fand am 19.1.2011 die letzte außerordentliche Gesellschafterversammlung statt. Nach einer zwischenzeitlichen Einigung mit der das Policenportfolio finanzierenden Bank Wells Fargo soll nun bis zum 31.8.2011 eine Refinanzierungsmöglichkeit gefunden werden; bis dahin hat LTAP ein exklusives Rückkaufrecht über das Policenportfolio. Im Gegenzug zum Einräumen dieses Zeitfensters hatte LTAP auf Schadensersatzansprüche gegen Wells Fargo verzichtet. Die nächste ordentliche Gesellschafterversammlung soll im August 2011 in Berlin abgehalten werden. Auf dieser Versammlung wird sich möglicherweise das Schicksal der „Life Trust Fonds“ entscheiden.

 

Handlungsoptionen des LTAP
Nach eigenen Angaben verbleiben dem LTAP derzeit folgende Optionen, die im Juni und Juli weiterverfolgt wurden:
1. Langfristige Refinanzierung mit Bank Beteiligung
2. Kurzfristige Refinanzierung mit Hedge-Fonds Beteiligung
3. Abverkauf des Portfolios
4. Rückversicherung des Portfolios und anschließende Finanzierung

 

Probleme, Schwierigkeiten und schlechte Aussichten
Das Positive: Der Bericht schildert offenbar ungeschminkt die Lage des LTAP.
Das Negative: Die Rettung des LTAP erscheint nach unserem Dafürhalten zunehmend aussichtsloser. Der Bericht besteht aus einer Aneinanderreihung aller möglichen Erschwernisse. Das beginnt bei „unerwarteten technischen und organisatorischen Schwierigkeiten“ beim Umzug, geht über den „Unabhängigkeitstag in den USA“ und „jüdische Festlichkeiten“ (sic!) bis hin zu den „Anlegerschutzanwälten“, die dem Unternehmen das Leben schwer machen würden. Letztendlich wird offen eingeräumt, dass es „durchaus möglich [ist], dass der Abschluss einer Transaktion erst nach dem 31. August gelingt.“
 
Gespräche mit potentiellen Investitionspartnern
Das Wenige, das auf Grund von Geheimhaltungsvereinbarungen mit den jeweiligen Verhandlungspartnern zur Refinanzierung, sprich zu dringend erforderlichen Investitionen wiedergegeben wird, ist genug, um zu erfahren, dass es wohl keine konkreten Hoffnungen geben dürfte. Da ist die Rede von ergebnislos beendeten Verhandlungen, die „Abteilung dürfe derzeit kein Neugeschäft durchführen“, die Bank habe „bei den zuständigen Gremien keine Zustimmung bekommen“ etc. So heißt es schließlich nüchtern: „.. die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses, der zu einer langfristigen Refinanzierung führt, [ist] gesunken.“
Aber auch eine kurzfristige Refinanzierung mit Hedge-Fonds Beteiligung sei – abgesehenen von avisierten Zinssätzen von 16% – weiterhin ungewiss. Die möglichen Partner schieben die Entscheidung aus verschiedenen Gründen vor sich her.

 

Ausblick
Das Ziel sei weiterhin eine funktionierende Gesamtfinanzierung zu erreichen, heißt es im Bericht. Doch viel Zeit verbleibt nicht mehr bis zum  31. August, dem Tag, bis zu dem der LTAP das exklusive Recht hat, das Portfolio von der Zweckgesellschaft von Wells Fargo zurückzuerwerben. Nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ heißt es am Ende: „Nach Einschätzung des Managements ist eine Lösung weiterhin machbar.“
 
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24. Mai 2012 - 08:35
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