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Special: Geschlossene Fonds >> Umweltfonds
Geldanlagen: Blockheizkraftwerke – auf seriöse Anbieter achten
29.6.2011

Berlin, den 29. Juni 2011. Die Energiewende verändert nicht nur den Markt für die Energieerzeugung, sondern auch der Kapitalmarkt wendet sich den neuen Anlagen zu. Doch Vorsicht! Wunder sind weder bei der Energiegewinnung noch bei den diesbezüglichen Kapitalanlagen zu erwarten.

 

„Vom Verbraucher zum Stromerzeuger“
So lautet eine Devise, mit der Investoren für Kapitalanlagen im Energiebereich gewonnen werden sollen. Oft helfen staatliche Fördergelder (z.B. Einspeisevergütung), um alternativen Energieerzeugern den Start sowohl bei der Errichtung dieser Anlagen als auch bei deren Bewerbung zu erleichtern. Doch so sehr Fördergelder Energiegewinnungsanlagen und Kapitalanlagen in diesem Bereich fördern, sie sichern weder per se eine hohe Energieausbeute noch eine hohe Rendite. 

 

Blockheizkraftwerke
Eine dieser neuen Formen der Energiegewinnung ist die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der mechanische Energie gewonnen wird, die meist unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt und dann für Heizzwecke genutzt wird. Gerade kleinere KWK-Anlagen für die Versorgung einzelner Wohngebiete oder einzelner Mehrfamilienhäuser durch sog. Blockheizkraftwerke (BHKW) gewinnen an Bedeutung. Die Förderung durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschleunigt deren Ausbau.

 

Nicht alles "powert" wie versprochen
Das ZDF-Magazin frontal 21 hat in seinem Beitrag „Blockheizkraftwerke - Reich werden wie die Stromkonzerne?“ am 7.12.2010 über die „Die 1. Mai GmbH“ („Erste Mission für Autarkie & Innovation“) berichtet. Der Vorwurf lautete hier: Mit dem Versprechen von Traumrenditen Anlegergelder für Blockheizkraftwerke eingesammelt zu haben ohne in dem Interview Anlagen benennen zu können, die in Betrieb waren.
Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete am 13.4.2011 über Kapitalanlagen in Blockheizkraftwerke der Gesellschaft GFE, die für den Kauf dieser Kraftwerke geworben hatte. Doch: „Geliefert worden ist fast nichts.“ Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges. Inzwischen wurde bei diesem Unternehmen die Insolvenz eröffnet.
Man sollte also immer dann skeptisch werden, wenn von „todsicheren Anlagen“ und Traumrenditen die Rede ist. Wenn noch Darlehen zur Finanzierung der Kapitalanlage angeboten oder geradezu empfohlen werden, ist das Risiko für den Anleger besonders groß.
Kurzum: Geld in Blockheizkraftwerke zu investieren kann sinnvoll und einträglich sein, wenn der Anbieter erfahren und seriös ist.

 

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Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
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24. Mai 2012 - 08:15
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