Berlin, den 23. März 2011. Das Unternehmen BAC meldete, dass eine Einigung mit der US-Bank zustande gekommen sei. Nunmehr bestehe eine Art „Stillhalteabkommen“ mit Wells Fargo. Im Gegenzug zum Verzicht auf die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen Wells Fargo wurde unter anderem eine bis zum 31. August 2011 befristete Rückkaufsoption für das Policenportfolio eingeräumt.
Die Einigung
Die Einigung mit Wells Fargo ist kein Geschenk. Die Bank hat sich nach Angaben der BAC nicht nur die LTAP-Policen auf einen Rechtsträger übertragen lassen, der von Wells Fargo verwaltet wird, sondern sie lässt sich auch die ausstehenden Verbindlichkeiten mit 14% verzinsen. Das ist angesichts dessen, dass die abzulösenden Gesamtverbindlichkeiten ca. 250 Mio. US-Dollar betragen sollen, kein Pappenstiel. Auch die Refinanzierung wird wohl kein Zuckerschlecken: Wie BAC einräumt, müsse neuen Investoren auch eine direkte Beteiligung an der zukünftigen Wertentwicklung des LTAP-Portfolios eingeräumt werden. Das wiederum dürfte zu Lasten der Anlegerrendite gehen. Der Zeitgewinn, der durch diese Einigung erzielt wurde, ist teuer erkauft. Das ist eine nüchterne Feststellung und kein Vorwurf, denn die BAC hatte zur Vermeidung der Vollstreckung in das Policen-Portfolio offenbar keine andere Wahl.
Bestehendes Risiko
Sollte die Refinanzierung scheitern, dann bleiben die Policen bei Wells Fargo. Dieses Risiko der BAC (bzw. des LTAP) ist zugleich die von Seiten der Bank vermutlich bewusst einkalkulierte Chance der Bank. Dann würde es hinsichtlich der Policen zu einem Totalverlust bezogen auf die im LTAP gebündelten Investitionen kommen. Wells Fargo war klug genug, sich für den Fall des Scheiterns der Refinanzierung einen Verzicht auf das Beschreiten des Klageweges vertraglich zusichern zu lassen. Die BAC ist damit im Ernstfall insoweit „waffenlos“.
BAC und Anleger
Die BAC (bzw. der LTAP) hat nun nur wenige Monate Zeit, eine Refinanzierung auf die Beine zu stellen. Ihr Ziel ist es, ihre Investitionen sowie die der Anleger in den LTAP so weit als möglich zu erhalten. Von Gewinn und Rendite kann wohl aktuell keine Rede mehr sein. Die betroffenen Anleger sollten aber auch nicht untätig bleiben. Sie müssen nun abschätzen, ob sie vertrauen und hoffen wollen, oder aber, ob sie parallel Vorsorge für den Erhalt ihres Geldes treffen.
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