HOME STANDORTE MITARBEITER KARRIERE KOSTEN IMPRESSUM
Immobilienfinanzierung
Vorfälligkeitsentschädigung Nichtabnahmeentschädigung
Fremdwährungsdarlehen
Forward-Darlehen
Geldanlagen
Steuersparimmobilien
Unternehmensbeteiligungen
Aktien und Aktienfonds
Offene Fonds
Zertifikate
Vermögensverwaltung
Anleihen
Zahlungskarten
Nachrangdarlehen
Genussrechte
Partiarische Darlehen
Special: Geschlossene Fonds
Immobilienfonds
Schiffsfonds
Flugzeug- und Triebwerkfonds
Umweltfonds
Fonds von A bis Z
Hotel- und Ferienparkfonds
Medienfonds
Lebensversicherungsfonds
Containerfonds
Versicherungen
Kaskoversicherung
Berufsunfähigkeit
Krankenversicherung
Wohngebäudeversicherung
Unfallversicherung
Lebensversicherung
Special: Geschlossene Fonds >> Immobilienfonds
Cumulus Fonds: Bank macht sich bei Beteiligung an einer vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung des Anlegers schadenersatzpflichtig
19.2.2011

Berlin, den 19.02.2011. Das Landgericht Frankenthal hat jüngst in mehreren Urteilen die Klagen der Eurohypo AG gegen (ehemalige) Anleger (Gesellschafter) des Cumulus Fonds „Immobilienfonds Einkaufs- und Gewerbezentrum Hettstedt GbdR“ auf quotale Rückzahlung eines der Fondsgesellschaft gewährten Darlehens, das die Bank bereits gekündigt hatte, zurückgewiesen. Nicht die Bank, sondern die Anleger haben einen Anspruch.

 

Die Fälle
Für den Erwerb der Fondsimmobilien schlossen die Anleger über eine Treuhänderin auch einen Darlehensvertrag mit einer Bank. Als die Fondsgesellschaft eine Unterdeckung aufwies, kündigte die Eurohypo AG der Fondsgesellschaft das Darlehen. Dem Kündigungsschreiben beigefügt war eine Forderungsaufstellung von fast 6 Mill. EUR. Die Eurohypo AG forderte dann von den Anlegern nach dem Grundsatz der quotalen Haftung jeweils mehrere tausend Euro. Wer sich weigerte, wurde im Jahr 2009 von der Eurohypo AG verklagt.

 

Die Entscheidungen
Das Landgericht Frankenthal kam zu dem Ergebnis, die Eurohypo AG habe sich an der vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung der Anleger beteiligt, weil sie die Unterlagen der Finanzierung nicht aufmerksam genug geprüft habe. So seien ihr die unrealistischen Gewinne, die die Fondsinitiatoren mit dem Zwischenverkauf der Fondsimmobilie vor der Auflegung des Cumulus-Fonds erzielten, entweder entgangen oder sie habe diese in Kauf genommen.
Der Bank sei vorzuwerfen, dass sie in Kenntnis dieses Zwischengewinns die Objektfinanzierung durchgeführt habe und so erst die Täuschung der Anlageinteressenten ermöglicht habe. Konkret ging es um einen Preisaufschlag von 28% innerhalb von drei Tagen, der sich auf die Erfolgsaussichten der Beteiligung direkt auswirkte.
Einem Anspruch der Eurohypo AG stehe im Ergebnis entgegen, dass die Anleger einen Schadenersatzanspruch gegen die mit der Fondsgesellschaft kontrahierende darlehensgebenden Bank wegen deren Beteiligung an einer vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung des Anlegers durch die Initiatoren und sonstige am Anlagemodell Beteiligte haben.

 

Kommentar
Dieses Urteil des LG Frankenthal sind insofern besonders bemerkenswert, da das Gericht eine Rechtsprechungsänderung zugunsten der Anleger vollzogen hat. In aller Deutlichkeit stellte es in diesen Fällen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung der Anleger durch die Fondsinitiatoren, Gründungsgesellschafter und die – so das Gericht – restlichen Hintermänner fest.
Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Sollte die Eurohypo AG keine Berufung einlegen oder in der zweiten Instanz unterliegen, werden die Anleger von der quotalen Haftung befreit.
Anleger, die bereits gezahlt haben, können jetzt ihr Geld von der Eurohypo AG zurück fordern.
Alle Anleger dieses Fonds, die nicht über den preis- aber nicht wertgesteigerten Ankauf der Fondsimmobilie aufgeklärt wurden, haben einen Schadenersatzanspruch gegen die Eurohypo AG.

 

Verjährung droht
Die Ansprüche aller Cumulus Gesellschafter drohen zum Ende des Jahres 2011 zu verjähren. Die Verjährung kann nur durch ein gerichtliches Verfahren (z.B. Klage), einen Mahnbescheid oder einen Antrag auf Prozesskostenhilfe gehemmt werden. Wir raten allen Anlegern, die ihre Ansprüche noch nicht geltend gemacht haben, sich anwaltlich beraten zu lassen.

 

Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“.


 


Ansprechpartner:

Jana Meister
Fachanwältin für Versicherungsrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: meister@gansel-rechtsanwaelte.de


Lucia Lorente, LL.M.
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: lorente@gansel-rechtsanwaelte.de

>> mehr zum Thema Immobilienfonds
28. Juli 2016 - 10:33
Kreditrechtsexperten-Logo

mehr Meldungen zum Thema
mehr Artikel zum Thema
Servicebereich:
Special Immobilienfonds

Geschlossene Fonds und Rechtsschutzversicherung

§ 92 Aktiengesetz

Privatbank Reithinger – Das Insolvenzverfahren

Cumulus-Fonds

DBVI-/DFO-Fonds

Falk-Fonds

WGS-Fonds

DG-Fonds

Vollmacht