Berlin, den 23.02.2011. Nachdem zunächst die Verhandlungen zwischen Wells Fargo und BAC gescheitert waren, hat nun das US-Gericht den LTAP-Antrag im Gläubigerschutzverfahren („Chapter 11“) abgelehnt. Damit ist die Situation für die Anleger äußerst ernst.
Sieg für die Bank
Die Pressemitteilung von BAC Berlin Atlantic Capital unter der Überschrift „US-Bank Wells Fargo erhält Zugriff auf die Policen der LifeTrust-Fonds“ fasst kurz und knapp das Debakel zusammen:
- "US-Gericht lehnt LTAP-Antrag zu Gläubigerschutzverfahren („Chapter 11“) ab
- Begründung: Kurzfristiger Marktwert des Portfolios zu gering, um angemessenen Schutz für Wells Fargo und laufende Prämienfinanzierung darzustellen
- Policen gehen voraussichtlich demnächst in Eigentum von Wells Fargo über
- Zwischenzeitlich wieder aufgenommene Verhandlungen scheiterten an einem rechtlich unzulässigen und inhaltlich inakzeptablen Vergleichsangebot“
Der LTAP-Geschäftsführer Przybyl wird mit den Worten zitiert: „Wir haben uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gewehrt. Das Gericht öffnet Wells Fargo Tür und Tor, das Portfolio zu einem Spottpreis zu übernehmen. Schadenersatzansprüche gegen die Bank werden kurzfristig geprüft.“
Niederlage für das Emissionshaus und die Anleger
Auch wenn sich jetzt das Emissionshaus gegen den Richterspruch wehren will und Schadenersatzansprüche gegen die Bank prüft, ist der Ausgang und der Zeitpunkt eines möglichen Erfolges völlig ungewiss. Ein Rechtsstreit mit der Wells Fargo, einer starken US-Bank, ist in jeglicher Hinsicht kein Kinderspiel. Es wird sich zeigen, ob Anwälte gefunden werden, die auf reiner Erfolgsbasis arbeiten oder aber ob man schließlich vor der Entscheidung steht, mit eigenen knapper werdenden Mitteln in einen Rechtsstreit zu gehen, der einen ruinieren kann.
Sicher ist nur eins: Zunächst müssen Forderungen und Investitionen in erheblicher Höhe abgeschrieben werden. Für die Anleger rücken damit die Renditezusage bei Zeichnung ihrer Anteile an den Lebensversicherungsfonds in weite Ferne. Immer näher kommt dagegen das Schreckgespenst des Totalverlustes.
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