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Special: Geschlossene Fonds >> Immobilienfonds
Gesellschafterversammlung des Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 2 GdbR (Cumulus)
27.1.2010

Berlin, den 27.01.2010: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte hat am 13.01.2010 Anleger des „Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 2 GdbR“ (Cumulus) auf der Gesellschafterversammlung in Kassel vertreten. Gegenstand der Versammlung war, die aktuelle Situation des Fonds und die Handlungsalternativen für die Zukunft zu besprechen. Hier unser Kurzbericht.

 

Aktuelle Situation des Fonds
Eingangs informierte Herr Paupers, Geschäftsführer der ALWOG Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft mbH und der TreMa Immobilienmanagement Gesellschaft mbH,  die 109 Anwesenden über die wirtschaftlichen Ergebnisse zum 31.12.2009. Danach reichen die Mieteinnahmen bei den Objekten in Peitz und Brandenburg nicht mehr aus, um die Darlehen ordnungsgemäß zu bedienen. Deshalb zahle die Gesellschaft seit dem 15.11.2009 keine Tilgung, sondern nur noch Zinsen an die Corealcredit Bank AG.
Nach Verhandlungen mit der Corealcredit Bank AG sei angeboten worden, einen 15%-igen Nachlass auf die derzeit bestehende Darlehensschuld von 8.225.000 Euro zu gewähren. Das bedeute eine quotale Haftung je Anteil von 3.811,47 Euro. Doch nur wenn alle Gesellschafter vollständig ihre Schuld jetzt begleichen würden, entließe die Bank sie vollständig aus ihrer Haftung.
Die schlechte Entwicklung des Fonds sei nicht absehbar gewesen. Ursächlich dafür wäre vor allem das Überangebot an Immobilien nach der Wiedervereinigung. Ferner würden sich neuerdings Filialisten für größere Flächen entscheiden. Dazu käme die schwache Kaufkraft an den Standorten der Fondsimmobilien, sodass es schwer falle, neue Mieter zu finden.

 

Die Diskussion
In der Diskussion wurde wiederholt nach den aktuell erzielbaren Preisen für die Immobilien in Peitz und Brandenburg gefragt. Herr Paupers konnte keine konkreten Zahlungen nennen und riet zu einem Sanierungsversuch. Ihm wurde daraufhin entgegengehalten, dass eine Sanierung vollkommen unrealistisch sei. Kaum alle 912 Gesellschafter würden noch einmal ca. 4.000 Euro pro Anteil zahlen. Und aus der Tatsache, dass die Sparkasse Rhein Neckar Nord – Hauptgesellschafterin der Fondsgesellschaft mit 27 % der Anteile - nicht an der Gesellschafterversammlung teilnehme, könne man wohl schließen, dass diese nicht an einer Sanierung interessiert sei.
Die Frage unserer Kanzlei, ob die Geschäftsführung mit der Bank die Alternative eines Immobilienverkaufes besprochen habe, verneinte er.
Die nächste Gesellschafterversammlung findet voraussichtlich am 12. April 2010 statt. Dann soll weiter über die Zukunft des Fonds beraten werden.
 

Fazit
Die Bilanz ist ernüchternd: Die finanzielle Situation der Immobilien in Brandenburg und Peitz ist instabil und eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage nicht in Sicht. Die Darlehen werden nicht nur nicht getilgt, sondern die Forderung der Bank für das Objekt Brandenburg erhöht sich täglich, da das Darlehen nicht vollständig bedient wird und zudem zusätzlich Verzugszinsen anfallen.
Sollte weder eine Sanierung durch freiwillige Zahlung der Gesellschafter noch der Verkauf der Immobilien zustande kommen, besteht die Gefahr der Darlehenskündigung durch die Corealcredit Bank AG. Sie könnte dann die Gesellschafter schon vor einer Versteigerung der Immobilien mit der gesamten Haftungssumme in Anspruch nehmen. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass die Bank den Gesellschaftern noch Vergleiche anbietet.

 

Unsere Empfehlung
Es ist derzeit nicht zu empfehlen, vorbehaltlos an die Fondsgesellschaft oder die Corealcredit Bank AG zu zahlen. Cumulus-Anleger sollten prüfen lassen, ob und in welcher Höhe Ansprüche der Bank und der Fondsgesellschaft gegen sie bestehen. Anleger, die ihre Beteiligung mittels eines Darlehens finanziert haben, könnten zudem weitere Ansprüche gegenüber der Bank, meist der Sparkasse Rhein Neckar Nord, haben. Diese Ansprüche können soweit reichen, dass das zur Beitrittsfinanzierung aufgenommene Darlehen nicht mehr an die Bank zurückgezahlt werden muss. Auch bei bereits abgelösten Darlehen können solche Ansprüche im Einzelfall gegeben sein.

 

Wir prüfen Ihre Beteiligung kostenlos

Wir geben Ihnen eine Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche und Erfolgsaussichten und sagen Ihnen, welche Kosten bei einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung auf Sie zukommen. Vorrangiges Ziel der Prüfung ist es festzustellen, ob wir Sie von der Haftung befreien können. Darüber hinaus prüfen wir, ob wir für Sie Schadenersatzansprüche gegenüber dem Vermittler, der Fondsgesellschaft und der Bank geltend machen können.
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.

 

Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger.

 

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Ansprechpartner:

Jana Meister
Fachanwältin für Versicherungsrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: meister@gansel-rechtsanwaelte.de


Sabine Hochmuth
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: hochmuth@gansel-rechtsanwaelte.de

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30. Mai 2016 - 20:20
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