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Geldanlagen >> Zertifikate
Altersvorsorgekonto bei der Postbank: Vorsicht geht vor Nachsicht!
12.10.2009

Berlin, den 12.10.2009: Die Postbank bietet unter dem Namen „Altersvorsorgekonto“ seit geraumer Zeit ihren Kunden ein ganz spezielles Produkt an. Doch es ist fraglich, ob das Altersvorsorgekonto tatsächlich für die Altersvorsorge geeignet ist.

 

Das Postbank Altersvorsorgekonto
Das Altersvorsorgekonto der Postbank ist ein Anlage-Konzept auf Basis zweier Zertifikate mit einer Garantie- und einer Überschusskomponente. Mit diesem Vermögensaufbau-Konzept sollen Anleger „sich Ihren gewohnten Lebensstandard im Rentenalter sichern“ können.

 

Vorsicht Zertifikate
Das Altersvorsorgekonto operiert mit Renten- und Aktienzertifikaten, die von der amerikanischen Großbank Goldman Sachs herausgegeben werden. Die Rentenzertifikate sollen die Rückzahlung des Anlagebetrages sichern, die Aktienzertifikate die Rendite erwirtschaften. Doch Vorsicht: Durch die Pleite von Lehman Brothers gerieten Zertifikate derart negativ in die Schlagzeilen, dass die Politik zum Schutz der Anleger derzeit ein Zertifikateverbot diskutiert.

 

Vom Wert der Garantie
Goldman Sachs gibt eine Garantie für die Rückzahlung des Anlagebetrages. Das klingt beruhigend. Doch wenn Goldman Sachs in die Insolvenz gehen sollte, ist die Garantie nichts wert, da die Einlagen nicht über das deutsche EAEG (Einlagensicherung- und Anlegerentschädigungsgesetz) abgesichert sind.

 

Risikobelehrung auf Wunsch?
Unser Mandant wurde bei Eröffnung seines Altersvorsorgekontos weder auf die Beteiligung von Goldman Sachs noch auf die fehlende Einlagensicherung hingewiesen. Aus dem Antrag auf Eröffnung des Altersvorsorgekontos wird ersichtlich, dass die Übergabe des Prospektes, in dem sich ein Risikohinweis finden würde, nicht zwingend vorgesehen ist. Der Anleger wird lediglich auf die Existenz eines Prospektes hingewiesen, den er „auf Wunsch“ anfordern könne. So vermittelt der Antrag entgegen den tatsächlich bestehenden Risiken den Eindruck eines sicheren Anlagegeschäfts.

 

Unsere Einschätzung
Abgesehen davon, dass es sich bei der versprochenen Verzinsung um „ein ehrgeiziges Renditeziel“ handelt, müssen sich Anleger darüber im Klaren sein, dass sie mit Aktienzertifikaten auf eine bestimmte Entwicklung der Finanzmärkte wetten. Und Wetten sind bekanntlich mit Risiken behaftet.

 

Unser Angebot
Sollten Ihnen erst jetzt bewusst geworden sein, dass eine zertifikatsgestützte Altersvorsorge nur etwas für risikofreudige Anleger ist und Sie lieber auf „Nummer sicher“ gehen wollen,  prüfen wir Ihren Vertrag auf Rückabwicklung und geben Ihnen für 50 Euro eine Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche und Erfolgsaussichten. Wir sagen Ihnen außerdem, welche Kosten bei einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung auf Sie zukommen. Dafür können Sie unverbindlich unseren Fragebogen anfordern. 

Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.

 

Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger. 


Ansprechpartner:

Jana Meister
Fachanwältin für Versicherungsrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: meister@gansel-rechtsanwaelte.de


Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: gansel@gansel-rechtsanwaelte.de


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10. Februar 2012 - 19:49
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