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Special: Geschlossene Fonds >> Immobilienfonds
Cumulus „Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR“ - Bank fordert Geld von den Gesellschaftern
25.2.2009

Berlin, den 25.02.2009: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte vertritt Gesellschafter des Cumulus Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR. Nachdem bereits die Gesellschafter der Cumulus „Einkaufs- und Gewerbezentrum Immobilienfonds Hettstedt GdbR“ und der Cumulus „Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 1. GdbR“ im Dezember 2008 bzw. Februar 2009 von den fondsfinanzierenden Banken in Anspruch genommen wurden, erhalten nun auch die Gesellschafter des Cumulus „Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR“ eine Zahlungsaufforderung der Kreissparkasse Rhein-Pfalz. Die aktuelle Darlehensforderung der Sparkasse beläuft sich auf 952.829,02 EUR. Die Gesellschafter sollen diese Summe bis zum 10.03.2009 entsprechend ihres Gesellschaftsanteils an die Bank zurückführen.

 

Der Niedergang des Fonds
Der „Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR“ hat seine Gesellschafter enttäuscht. Weder wurden die prospektierten Ergebnisse erzielt noch hat der Fonds die vorgesehene Entwicklung genommen. Hier die wichtigsten Stationen:

  • Die Firma „GTB-Bauträger und Betreuungsgesellschaft mbH“, ehemalige Verkäuferin des Fondsobjektes im Jahr 1993, trat laut Geschäftsbericht der Geschäftsführerin (ALWOG GmbH) zum 31.12.1999 mit 63 Anteilen dem Fonds bei. Die Einlage wurde allerdings nie vollständig bezahlt, da die GTB GmbH im Jahre 2000 Insolvenz anmelden musste und aus dem Fonds ausgeschieden ist. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass weder der Beitritt noch das Ausscheiden der GTB GmbH im Grundbuch verzeichnet wurden.
  • Im Jahre 2000 stellte die Fondgesellschaft die Zahlung der Ausschüttungen an ihre Gesellschafter ein. Laut Berichten der Geschäftsführung konnten die Mieten nicht erhöht werden, so dass die prospektierten Erträge nicht erreicht wurden.
  • Ende des Jahres 2005 lief der Hauptmietvertrag aus. Die Geschäftsführung war nicht in der Lage, ein neuen Mieter zu gleichen Konditionen zu finden. Daher wurde die Hauptmietfläche auf einer Umsatzpachtbasis (3,5%) vermietet. Das hatte zur Folge, dass die vorherige Ertragslage nicht aufrecht erhalten werden konnte.
  • Zum 13.04.2006 wurde überraschend ein zweiter Darlehensvertrag mit der Sparkasse Rhein Pfalz (Rechtsnachfolgerin der Kreissparkasse Ludwigshafen am Rhein) abgeschlossen. Die Darlehenssumme wurde um 45.000 EUR mit der Begründung erhöht, die Renovierung des Fondsobjektes zu finanzieren. Die Renovierung führte aber nicht zu dem gewünschte Abschluss eines Mietvertrages mit besseren Konditionen für die Gesellschaft, so dass der Mietvertrag auf der ungünstigen Umsatzpachtbasis weiter geführt werden musste.
  • Im Jahre 2008 kontaktierte die Geschäftsführung mehrmals die Gesellschafter mit Sanierungskonzepten und Zahlungsaufforderungen für Reparaturen des Objektes. Im November wurden die Gesellschafter schließlich darüber informiert, dass die Bank den Darlehensvertrag zum 31.10.2008 gekündigt und mit einer gerichtlichen Inanspruchnahme der Gesellschafter gedroht hat. Zudem kündigte auch der Hauptmieter seinen Vertrag zum September 2009.

Summa summarum: Der „Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR“ ist gekippt. Anstatt seinen Gesellschaftern Geld zu erwirtschaften, kostet er sie nunmehr weiteres Geld mit geringster Aussicht, dass diese Zahlungen sich je amortisieren. Viel größer ist die Gefahr, mit jedem weiteren gezahlten Euro den Verlust zu vergrößern.

 

Zahlen oder nicht zahlen?
Der Cumulus „Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR“ kommt seinen Anlegern teuer. Nicht nur, dass die einst prognostizierten Ausschüttungen ausblieben, die Anleger sollen nunmehr über ihre gezahlte Einlage hinaus weiter Geld für diesen Fonds aufbringen. Bevor Cumulus-Anleger sich in dieser Situation zu irgendetwas verpflichten bzw. etwas „freiwillig“ leisten, sollten sie sich fachanwaltlich beraten lassen, um Schaden abzuwenden oder zumindest zu begrenzen.

 


Ansprechpartner:

Lucia Lorente, LL.M.
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: lorente@gansel-rechtsanwaelte.de

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27. Juli 2016 - 17:24
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