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Geldanlagen >> Allgemeines
VIP-Medienfonds-Gründer verurteilt - Schadenersatzansprüche vor Verjährung bewahren
21.11.2007

Aktuell:

Lesen Sie dazu auch "Medienfonds: Wie wir Ihren Schaden abwenden können!" (6.10.2009)

 

Berlin, den 21.11.2007: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte informiert Sie über das Verfahren vor dem Münchner Landgericht gegen den Firmengründer des Filmfonds-Emissionshauses VIP Medienfonds Andreas Schmid und seinen ehemaligen Partner Andreas Grosch. Die VIP-Medienfonds wurden als steuerbegünstigte und sichere Anlage beworben. Zur Finanzierung ihrer Beteiligung schlossen Anleger Darlehensverträge ab.

 

Falsche Steuererklärungen
Vor dem Landgericht München hatten sich Andreas Schmid und Andreas Grosch wegen Steuerhinterziehung zu verantworten. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagten beim Medienfonds VIP 3 und 4 nur etwa ein Fünftel des Geldes als Risikokapital in Filmproduktionen investiert und die Restsumme unter Umgehung des Finanzamtes bei Banken verzinst angelegt haben. Durch Falschangaben in den Steuererklärungen bekam der Fonds für die Jahre 2002 und 2003 ungerechtfertigte Steuervorteile.

 

Geringes Wagnis – keine Steuervorteile
Den Verantwortlichen des Fonds gelang es, bei mehr als 10.000 Anlegern insgesamt ca. 630 Millionen Euro einzusammeln, um Filmproduktionen wie „Das Parfum“, „Monster“ und „Die sieben Zwerge“ zu finanzieren. Üblicherweise überweist der Medienfonds 100 % der Kosten an eine Produktionsgesellschaft, die dann den Film herstellt und die Rechte an ein Studio oder einen Fernsehsender verkauft. Diese Firma zahlt eine Garantie von 80 % auf ein verzinstes Bankkonto, das schließlich wieder auf mindestens 100 % anwächst.
Wenn aber nur 20 % an die Produktionsgesellschaft überwiesen werden und der Rest direkt auf ein Bankkonto gehen, dann haben der Fonds und damit die Anleger nur ein minimales Produktionsrisiko. Da aber gerade das unternehmerische Wagnis Voraussetzung für die Verlustzuweisungen aus Film- und Fernsehproduktionen ist, kann ein solches Modell keine Steuervorteile generieren.

 

Schaden für die Anleger
Die Finanzämter haben aufgrund dieser unlauteren Praktiken den Anlegern die Steuervorteile aberkannt und Steuernachforderungen geltend gemacht. Sie beanstanden die Garantiestruktur des VIP-Medienfonds, da 80 % der Anlagegelder nicht wie im Prospekt vorgesehen in die Produktion von Filmen investiert wurden, sondern zur Absicherung der Schuldübernahmen von der Dresdner Bank und der HypoVereinsbank verwendet worden. Nach Auffassung der Finanzämter handelt es sich bei diesen Medienfonds um keine Steuersparmodelle, weil die unternehmerische Zielsetzung fehlte.

 

Das Urteil
Der Fonds-Gründer und frühere Geschäftsführer Andreas Schmid des VIP Medienfonds wurde wegen Steuerhinterziehung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Da er bereits über zwei Jahre in Untersuchungshaft saß, muss er seine Gefängnisstrafe zunächst nicht antreten. Bis zur letztinstanzlichen Entscheidung des BGH kann er gegen eine Kaution von vier Millionen Euro und unter Auflagen den Strafvollzug verlassen. Sein ehemaliger Partner Andreas Grosch bekam eine zweijährige Bewährungsstrafe.

 

Ansprüche prüfen lassen
In jedem einzelnen Fall prüfen wir, ob Ansprüche aus Prospekthaftung geltend gemacht werden können. War der Prospekt ausschlaggebend für die Anlageentscheidung, dann haften ggf. die Prospektverantwortlichen. Allerdings verjähren diese Ansprüche innerhalb von drei Jahren ab Beitrittserklärung.
Wenn der Vertreiber des Prospekts oder die dahinter stehenden Personen, auch Banken, bei der Anlagevermittlung besonderes Vertrauen in Anspruch genommen haben, besteht die sog. uneigentliche Prospekthaftung als Haftung des Vermittlers, wenn Angaben im Prospekt, der überwiegend die einzige Informationsquelle ist, unrichtig oder unvollständig sind. Diese Ansprüche verjähren erst drei Jahre ab Schadenskenntnis. Das dürfte hier im Zweifel der Zugang der Steuernachforderungen vom Finanzamt sein.
Außerdem können Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung gegenüber dem Anlageberater  bzw. -vermittler bestehen. Die Commerzbank AG, die ihren Kunden die VIP-Medienfonds als Kapitalanlage vermittelte, hat u.a. in vielen Fällen nicht über ihre eigene Provision in Höhe von 8% aufgeklärt. Aus diesem Grund wurde die Commerzbank bereits zum Schadenersatz verurteilt.

 

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Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger. 


Ansprechpartner:

Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: info@gansel-rechtsanwaelte.de


André Felgentreu
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: felgentreu@gansel-rechtsanwaelte.de

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28. Mai 2016 - 09:55
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