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Geldanlagen >> Allgemeines
Provisionen verschwiegen - Kapitalanleger können Schadenersatz fordern
12.3.2007

Berlin, den 12.03.2007: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte informiert Sie über ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH), das Kapitalanlegern Schadenersatz zuspricht, wenn ihnen bei Vertragsabschluss Provisionen verschwiegen wurden.

 

Der Fall

Im vorliegenden Fall hatte der Anleger im Februar 2000, als die Aktien boomten, Aktienfonds für insgesamt 140.000 € erworben. In der Wertpapierabrechnung waren nicht besonders ausgewiesene Aufgabeaufschläge zwischen 3 % und 5 % enthalten. Die Bank informierte den Anleger aber nicht über die Rückvergütung, die sie bei diesem Geschäft erhielt.
Im August 2000 waren die Fondsanteile nach erheblichen Kursverlusten an der Börse nur noch ca. 70.000 € wert. Da der Anleger sich falsch beraten fühlte, bemühte er sich um die Rückabwicklung des Kaufs der Fondsanteile.

 

Die Entscheidung
Die Richter entschieden ohne Wenn und Aber: „Wenn eine Bank einen Kunden über Kapitalanlagen berät und Fondsanteile empfiehlt, bei denen sie verdeckte Rückvergütungen aus den Ausgabeaufschlägen und jährlichen Verwaltungsgebühren erhält, muss sie den Kunden über diese Rückvergütungen aufklären, damit der Kunde beurteilen kann, ob die Anlageempfehlung allein im Kundeninteresse nach den Kriterien anleger- und objektgerechter Beratung erfolgt ist, oder im Interesse der Bank, möglichst hohe Rückvergütungen zu erhalten.“

 

Der Kommentar

Nach diesem Urteil können geschädigte Anleger von Geldanlageverträgen Schadenersatz verlangen, wenn die Bank oder der Vermögensberater Provisionen des Anbieters der empfohlenen Geldanlage verschwiegen haben.
Die Tragweite dieses Urteils ist kaum abzusehen. Denn solche Provisionen sind weithin üblich, die Information der Anleger darüber sind hingegen keinesfalls die Regel. Beim Fondskauf  muss der Anleger meist einen Ausgabeaufschlag von 3 % bis 5 % bezahlen. Davon erhält die Bank später oft Geld von den Anbietern dieser Geldanlagen zurück, da diese die Kundenvermittlung honorieren (so genannte Kick-Back-Zahlungen). Doch von diesen Rückvergütungen erfahren die Anleger selten. 
Insofern dürften zahlreiche Anleger gute Chancen haben, sich ihre Verluste bei Geldanlagegeschäften von ihrer Bank bzw. dem Berater ersetzen zu lassen. Sie müssen von der Bank oder dem Anlageberater bzw. Vermittler so gestellt werden, als hätten sie die betroffene Geldanlage nicht gezeichnet.

 

Bundesgerichtshof, Urteil vom 19.12.2006, Az.: XI ZR 56/05

 

Unser Angebot
Sollten Sie bei der Vermittlung bzw. dem Kauf Ihrer Geldanlage nicht über die heimlich geflossene Innenprovisionen der Bank aufgeklärt worden sein, können Sie Ihre Anlage überprüfen lassen und ggf. Schadenersatz fordern. Im Übrigen können Sie auch andere Beratungsfehler oder -mängel zur Rückabwicklung der Fondsbeteiligung berechtigen.

 

Lassen Sie für 50 € Ihre Ansprüche und Erfolgsaussichten prüfen.

 

Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.


Ansprechpartner:

Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: info@gansel-rechtsanwaelte.de


André Felgentreu
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: felgentreu@gansel-rechtsanwaelte.de


Sabine Hochmuth
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: hochmuth@gansel-rechtsanwaelte.de

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