Bericht über die außerordentliche Gesellschafterversammlung der Falk Fonds Beteiligungsgesellschaft 70 GmbH & Co. KG
Berlin, den 15.12.2006: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte informiert Sie über die außerordentliche Gesellschafterversammlung der Anleger des Falk-Fonds 70 vom 12. Dezember 2006 in München.
Die Anleger waren zu dieser außerordentlichen Gesellschafterversammlung eingeladen worden, um über die Auflösung des Fonds und die Verwertung des Fondsvermögens sowie der Falk Objektgesellschaft Elmshorn abzustimmen. Und sie stimmten zu 87 % (bei 7 % Nein-Stimmen und 6 % Enthaltungen) für eine Auflösung des Falk Fonds 70.
Nunmehr steht fest, dass voraussichtlich keine Gelder mehr aus der Fondsbeteiligung an die Anleger fließen werden. Das eingezahlte Kapital ist damit für die Anleger vollständig verloren. Einziges Trostpflaster: der US-Finanzinvestor Madison (hinter dem sich die Deutsche Andau Holdings LLC. New York verbirgt) und die in London firmierende Credit Suisse als die Hauptgläubiger des Fonds verzichten auf die Rückforderung der an die Fondsanleger seit dem Beitritt gezahlten Ausschüttungen, die eine Höhe von ca. 32 % der Einlage erreichen.
Die Forderungen von Madison und der Credit Suisse, an welche die DZ-Bank und die AHBR-Bank ihre Darlehensforderungen gegen die Fondsgesellschaft verkauft haben, belaufen sich auf derzeit rund 93 Millionen Euro. Demgegenüber steht ein von der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft geschätzter Wert der Fondsimmobilien in Höhe von 70 bis 80 Millionen Euro. Bei Eintreten des allerdings unwahrscheinlichen Falles, dass die Gläubigerbanken bei der Verwertung der Fondsimmobilien einen höheren Kaufpreis als 93 Millionen Euro erzielen, könnte die die derzeitigen Forderungen überschießende Summe anteilig an die einzelnen Anleger ausgeschüttet werden.
Bis zum heutigen Tage weisen die Fondsobjekte einen guten Vermietungsstand von 93 % und 100 % auf. Zudem wurde noch auf der Gesellschafterversammlung vom 2. Juni 2005 mitgeteilt, dass der Fonds über eine gute Barliquidität verfüge und über rund 1 Million Euro pro Jahr Überschüsse erwirtschafte.
Die DZ-Bank hatte die Objekte in Bochum, Elmshorn, Hamburg und Mannheim finanziert. Die AHBR-Bank das Fondsobjekt in Diez. Nach Angaben des Geschäftsbesorgers des Fonds, der EAM (Euro Asset Management), kam es Anfang 2006 zur Kündigung und Veräußerung der bis zu diesem Zeitpunkt durch den Fonds vertragsgemäß bedienten Kredite durch die DZ-Bank und durch die AHBR-Bank, nach Aussagen des Geschäftsführers Voss weil die Fondsgesellschaft aufgrund fehlender Liquidationsrücklage von den Bank geforderte Nachsicherheiten nicht stellen konnte.
Die Zustimmungsquote von nahezu 90 % zu dem Beschluss resultierte nicht zuletzt aus den von der PROMETA aufgrund fehlender Meldung der einzelnen Anleger gehaltenen Stimmen von bereits 60 %. Das fehlende Interesse an der Abstimmung ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass mit der Kreditveräußerung an die Credit Suisse und an Madison für die meisten Anleger das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen zu sein scheint. Denn die mit der DZ-Bank geführten Sanierungsgespräche mussten zu diesem Zeitpunkt als gescheitert gelten.
Die Auflösung des Fonds berührt nicht die Ansprüche der Anleger gegen finanzierende Banken und Anlageberater. Sie sollten diesbezüglich rechtlichen Rat einholen.
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