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Euro-Gruppe: Auf Gesellschafterversammlungen Nachschusspflicht verhindert
7.4.2006

Berlin, den 07.04.2006. Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte informiert Sie über die Gesellschafterversammlungen der Euro-Gruppe am 05. und 06.04.2006 in Veitshöchheim, auf denen unsere Kanzlei vertreten war, um die Interessen unserer Mandanten zu verfechten.

 

Gläubigerversammlungen
Nachdem Ende Februar 2006 das Amtsgericht Würzburg das Insolvenzverfahren über das Vermögen aller Gesellschaften der Euro-Gruppe (AVB, GOJ AG, GOJ II AG, IBEKA AG, Knothe AG, Lenz AG, Lenz II AG, Schober AG, Pierenz AG, Bialek AG Euro-Pool AG, Schuster-Schreiber AG, Knothe AG) eröffnet hatte, waren die Gläubiger und Anleger der einzelnen Gesellschaften von den Insolvenzverwaltern RA Frank Hanselmann und RA Bruno Fraas aufgefordert worden, bis spätestens zum 31.03.2006 ihre Ansprüche anzumelden.
Am 05. und 06.04.2006 fanden in Veitshöchheim bei Würzburg die Gläubigerversammlungen der o.g. Gesellschaften statt, an denen unsere Kapitalanlageexpertin RAin Jana Meister teilnahm, um die Rechte unserer Mandanten als Gläubiger zu vertreten. Gemeinsam mit weiteren Anlegervertretern gelang es ihr bei den Abstimmungen, die drohende Nachschusspflicht für den Großteil der Anleger zu verhindern.

 

Zur Situation der Euro-Gruppe
Die Insolvenzverwalter berichteten über wirtschaftliche Lage des Unternehmens, die von einer deutlichen Überschuldung gekennzeichnet ist. Auch wenn sich die Buchhaltung der Gesellschaften bei Eröffnung der Insolvenzverfahren auf dem Stand von April 2005 befand und die letzten Bilanzen aus dem Jahr 2003 datieren, kann jetzt schon eingeschätzt werden, dass die Situation der Euro-Gruppe hoffnungslos ist. Dafür sind nicht zuletzt die übermäßig hohen Provisionen und Verwaltungskosten von bis zu 65% der insgesamt eingezahlten Gelder für die Vermittler der AVB, die exorbitante Bezahlung der Vorstände und Angestellten der Gesellschaften als auch das verschwenderische wirtschaften verantwortlich. Anstelle der versprochenen hohen Gewinne für die Anleger schlagen nunmehr hohe Verluste zu Buche. Die wenigen Immobilien des Unternehmens, wie der unvollendete Hotelturm in Würzburg, ließen sich nur weit unter dem Investitionsvolumen verkaufen.
Alles in allem dürfen die ca. 30 000 Gläubiger deshalb nur auf eine geringe Rückzahlung hoffen.

 

Mandanteninformation
Unsere Mandanten erhalten Anfang kommender Woche einen ausführlichen Bericht über die Gläubigerversammlung der Gesellschaft, an der sie beteiligt sind, nebst einer Einschätzung ihrer Situation.

 


Ansprechpartner:

Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: gansel@gansel-rechtsanwaelte.de


Jana Meister
Fachanwältin für Versicherungsrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: meister@gansel-rechtsanwaelte.de

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22. Mai 2012 - 15:17
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