Verdacht von besonders schwerem Anlagebetrug
Berlin, 10.06.2005: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte informiert Sie über eine neue Entwicklung im Finanzskandal beim Wertpapierhaus Phoenix Kapitaldienst GmbH.
Die Geschäftsführerin Elvira Ruhrauf und der Prokurist Michael Milde der Phoenix Kapitaldienst GmbH wurden wegen des Verdachts von besonders schwerem Anlagebetrug verhaftet und dem Haftrichter vorgeführt. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sollen beide im Zeitraum zwischen Juli 2004 und Januar 2005 insgesamt 6.940 von ca. 30.000 betrogenen Anlegern zur Investition von insgesamt etwa 123 Mill. Euro bewogen haben. Von diesem Geld seien nur ca. 6 Mill. Euro anlegt worden. Die „Restsumme“ soll bei der Phoenix verblieben und zu einem nicht unerheblichen Teil als „Provision“ an die Beschuldigten gegangen sein.
Bei der Phoenix Kapitaldienst GmbH fehlen mehrere hundert Millionen Euro, deren Verbleib durch jahrelanges Fälschen der Unterlagen vertuscht wurde. Nach einer Anzeige nahm die Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. ihre Ermittlungen gegen die Phoenix Kapitaldienst GmbH und deren Verantwortliche auf. Am 11. März 2005 untersagte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) der Frankfurter Wertpapierhandelsbank Phoenix Kapitaldienst GmbH den weiteren Geschäftsbetrieb. Am 15. März 2005 stellte die BaFin den Entschädigungsfall fest. Am 16. März 2005 eröffnete das Amtsgericht Frankfurt a.M. das vorläufige Insolvenzverfahren. Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) stellte daraufhin den Entschädigungsfall fest.
Weitere Informationen zu diesem Betrugsfall und den Ansprüchen geschädigter Anleger finden Sie in unserem Artikel „Phoenix Kapitaldienst - Managed Account“.