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Immobilienfinanzierung >> Vorfälligkeitsentschädigung Nichtabnahmeentschädigung
Verbraucherzentralen kritisieren überhöhte Vorfälligkeitsentschädigungen bei Immobilienkrediten
7.7.2014

Berlin, den 7. Juli 2014. Heute haben die Verbraucherzentralen und die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf einer Pressekonferenz in Berlin eine Untersuchung zur Angemessenheit und Rechtmäßigkeit der von Banken und Sparkassen geforderten  Vorfälligkeitsentschädigungen bei der vorzeitigen Beendigung von Immobilienkrediten vorgestellt.

 

Vorfälligkeitsentschädigungen steigen
Das Ergebnis der Studie ist so klar wie erschreckend: Nahezu zwei Drittel der geforderten Vorfälligkeitsentschädigungen sind signifikant überhöht. Inzwischen werden „Entschädigungen“ von ca. 11 % des vorzeitig abgelösten Kredites verlangt. Das ist fast das Dreifache von dem, was die Kreditinstitute vor der Finanzmarktkrise  verlangt haben. So ist bei einem durchschnittlichen Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung im fünfstelligen Bereich keine Seltenheit.

 

Hoch, höher am höchsten …

Der Gesetzgeber hat es der Rechtsprechung überlassen, in welcher Höhe die Kreditinstitute Vorfälligkeitsentschädigungen verlangen dürfen. Die Studie vermerkt: „Es gibt … 17 Jahre nach der grundlegenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Vorfälligkeitsentschädigung – wesentliche Berechnungsparameter, die weder gesetzlich geregelt, noch durch die Rechtsprechung abschließend entschieden sind.“ So können die Kreditinstitute bei vergleichbaren Krediten und Konditionen ganz unterschiedlich hohe Vorfälligkeitsentschädigungen verlangen. Rechtssicherheit ist hier nicht gegeben.

 

Falsche Berechnungen
Die Verbraucherverbände haben nach ihrer Berechnungsmethode festgestellt, dass in 40 % der untersuchten Fälle eine Differenz von mehr als 10 % zwischen den Bankforderungen und ihren eigenen Berechnungen zur Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung besteht, in 20 % eine Abweichung von mehr als 20 % und in 12 % von mehr als 30 %.
Die Verbraucherschützer berücksichtigen schadensmindernde Sondertilgungsmöglichkeiten sowie die taggenaue Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung und rechnen auch die ersparten Risiko- und Verwaltungskosten an.

 

Unsere Erfahrungen und unsere Erfolge
Wir können die Ergebnisse dieser Studie aus unserer langjährigen Erfahrung mit der vorzeitigen Beendigung von Immobilienkrediten durch unsere Mandanten in über tausend Fällen voll und ganz bestätigen. Wir konnten insbesondere dann, wenn wir den Darlehensvertrag wegen einer falschen Widerrufsbelehrung Jahre nach Abschluss des Vertrages widerrufen haben, die Vorfälligkeitsentschädigung entweder ganz abwenden oder aber in einem schnellen Vergleich erheblich reduzieren. Aber selbst dann, wenn kein Widerruf bei einem Immobiliendarlehensvertrag eines Verbrauchers möglich ist, können wir oft durch die „richtige“ Berechnung der Entschädigung die geforderte Summe reduzieren. Das gilt im Übrigen auch für Immobiliendarlehensverträge, die nicht von Verbrauchern abgeschlossen wurden.

 

Näheres zur Vermeidung einer Vorfälligkeitsentschädigung: Widerruf von Darlehnsverträgen (mit Serviceteil)

 

Unser Angebot: Kostenfreie Prüfung von Vorfälligkeitsforderungen
Die Fachanwälte unsere Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht sind auf die Prüfung von Darlehensverträgen einschließlich der von Banken und Sparkassen geforderten Vorfälligkeits- und Nichtabnahmeentschädigungen spezialisiert.
Wir prüfen die Forderung Ihres Kreditinstitutes und sagen Ihnen, ob eine Abwehr oder Reduzierung möglich ist.


Ansprechpartner:

Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: info@gansel-rechtsanwaelte.de

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1. Juni 2016 - 05:36
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