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Versicherungen >> Allgemeines
Versicherer in der Kritik - Unsere Fachanwältin gibt dem Handelsblatt Auskunft
18.2.2014

Berlin, den 18. Februar 2014. Das Handelsblatt berichtete am 14.2. online in einem Beitrag unter der Überschrift „Unfallopfer gegen Neinsager. Wenn Versicherungen nicht zahlen“ über die Praktiken der Versicherer Leistungen zu verzögern. Das betrifft insbesondere die Regulierung in der Haftpflicht und in der Versicherung gegen Berufsunfähigkeit. Unsere Fachanwältin für Versicherungsrecht, Jana Meister, gab dem Redakteur Auskunft über ihre langjährigen Erfahrungen.

 

Film führte Versicherer vor
Der Panorama-Film „Die Nein-Sager“ machte im September 2012 öffentlich, was  Versicherungsnehmer bei ihrer Schadensregulierung immer wieder leidvoll erleben müssen: „Sie stürzen Tausende in finanzielle und seelische Nöte: Deutsche Versicherungen kassieren Jahr für Jahr, Monat für Monat ihre Prämien. Wenn sie aber gebraucht werden, können sie sich fast ohne Risiko verweigern.“ Die Wirkung des Beitrages war so heftig, dass sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu einer Kampagne gegen Rechtsanwälte und Vereine von Unfallopfern entschloss, um darzulegen „Warum Versicherer keine Leistungen verzögern.“

 

Versicherer lassen es auf Rechtsstreite ankommen
Die Versicherer befinden sich bei einem Rechtsstreit grundsätzlich in der besseren Position. Ist der Versicherte nicht rechtsschutzversichert und verfügt über keine finanziellen Mittel, dann vermeidet er meist aus Kostengründen eine gerichtliche Auseinandersetzung, um seine Ansprüche durchzusetzen. Das ist ein offenes Geheimnis, das in das Kalkül der Versicherer einfließt. Und so klagen tatsächlich nur „zwischen 2 bis maximal 5 %“ der Versicherten bei einer Leistungsverweigerung. In diesen wenigen Fällen kommt es dann schließlich noch darauf an, dass der Versicherte von einem guten Fachanwalt vertreten wird. Zeichnet sich schließlich ein Erfolg für die Versicherten ab, streben die Versicherer häufig Vergleiche an, um Präzedenzfälle zu vermeiden. Mit dieser Strategie lässt sich viel Geld sparen.

 

Belastende Gerichtsverfahren
Kommt es wirklich zu einem Gerichtsverfahren, dann brauchen der Versicherte und sein Anwalt gute Nerven. Unsere Versicherungsanwältin Jana Meister berichtet über den Zynismus, mit dem ihr manchmal Versicherungsanwälte gegenübertreten. „Der Tonfall ist vor und während der Gerichtsprozesse nicht immer angemessen und soll sicher dazu dienen, die Versicherungsnehmer einzuschüchtern“, stellt sie fest.  „Und einmal habe ich während eines Prozesses von einem gegnerischen Rechtsanwalt zu hören bekommen, dass sich das Problem ja auch vielleicht durch Zeitablauf lösen würde.“ Hier ging es um die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente für einen unheilbar erkrankten Mandanten. „Wir haben in erster und zweiter Instanz gewonnen.“

 

Unsere Erfahrungen – unsere Meinung
„Kleine Schäden werden schnell beglichen, nicht zuletzt weil eine aufwändige Prüfung für den Versicherer oft teurer ist als die Regulierung“, stellt unsere Anwältin fest. Wenn es jedoch um große Summen gehe, versuchten die Versicherer, alle Register zu ziehen, um nicht leisten zu müssen. Und das beginnt mit Verzögern. Zum Beispiel so: „Bei der Anforderung von Unterlagen ist es ein beliebtes Spiel, diese nur kleckerweise anzufordern“, berichtet Frau Meister. Mandanten seien oft damit beschäftigt, über Monate immer neue Dokumente vorzulegen. Im Fall der Berufsunfähigkeit werden dann medizinische und wirtschaftliche Beeinträchtigungen von den Versicherern häufig bestritten. So müssen oft wieder und wieder Sachverständigenbeweise erhoben werden, die Zeit und Geld kosten.

Das Argument, dass man die Versichertengemeinschaft vor nicht berechtigten Ansprüchen schützen müsse, weil sonst die Prämien steigen, sei sicher richtig, räumt Anwältin Meister ein. Aber der Versicherer müsse die Versichertengemeinschaft auch dann im Blick haben, wenn er Verfahren unnötig führe oder verzögere. Dann löse der Versicherer auch Kosten aus, die am Ende die Versichertengemeinschaft tragen müsse, meint sie.


Ansprechpartner:

Jana Meister
Fachanwältin für Versicherungsrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: meister@gansel-rechtsanwaelte.de


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26. Juli 2016 - 14:10
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