Schönheitsoperationen im Trend
Schönheitsoperationen sind eine Alternative zu aufwendigen Diäten und anstrengenden Fitnessübungen. Spritzen, Laser und Skalpell bieten Ihnen in der Hand eines Arztes weitreichende Möglichkeiten, Ihren Körper nach Ihren Vorstellungen modellieren zu lassen. So werden jährlich etwa 400.000 Schönheitsoperationen (Fettabsaugen, Liposuktion, Brustvergrößerung, Bruststraffung, Brustverkleinerung, Oberschenkelstraffung, Ohrenkorrekturen, Nasenkorrekturen, Facelifting, Halslifting, Bauchdeckenstraffung, Polifting, Lidstraffung, Faltenunterspritzung, Botox-Behandlung etc.) durchgeführt.
Wer ist ein Schönheitschirurg?
Anti-Aging ist das Schlagwort, das immer mehr Medizinern zu einem stattlichen Honorar verhilft. Sie sollten deshalb wissen, dass Titel wie „Schönheitschirurg“, „ästhetischer Chirurg“ oder „kosmetischer Chirurg“ selbst gewählte Bezeichnungen der betreffenden Ärzte sind. Es gibt keine öffentlich-rechtliche anerkannte Qualifikation durch die Ärztekammer. Die „Schönheitschirurgie“ hat sich außerhalb des gesetzlich geregelten Weiterbildungsrechts der Ärzteschaft entwickelt. Nicht jeder, der sich als Spezialist ausgibt, ist dies also wirklich. Und das hat erhebliche medizinische Risiken zur Folge. So gehört z.B. selbst bei Fachärzten für plastische Chirurgie, die noch am ehesten als „Schönheitschirurgen“ bezeichnet werden können, das in der „Schönheitschirurgie“ häufig praktizierte Fettabsaugen nicht zum Ausbildungsstoff, obwohl auch kosmetische Eingriffe Bestandteil der Facharztausbildung für plastische Chirurgie sind!
Enttäuschungen und Risiken
Schönheitschirurgen versprechen oft mehr als sie halten können. Risiken und belastende Langzeitfolgen chirurgischer Eingriffe kommen meist erst dann zur Sprache, wenn die Operation missglückt ist. So enden mehr Schönheitsoperationen tragisch als man denkt. Zur Verdeutlichung: Auf 5.000 Fettabsaugungen kommt ein Todesfall!
Kurzum: Bei jeder Schönheitsoperation müssen Sie mit mehr oder weniger großen Enttäuschungen hinsichtlich Ihrer tatsächlichen Verschönerung als auch mit dem Risiko eines dauerhaften gesundheitlichen Schadens oder einer Entstellung rechnen.