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Geldanlagen >> Gold
Gold-Zertifikate

Gold-Zertifikate sind nicht mit dem Schutz einer physischen Hinterlegung ausgestattet. Grundsätzlich weisen Gold-Zertifikate keine Besonderheiten gegenüber herkömmlichen Zertifikaten auf. Sie sind deshalb auch keine Kriseninvestments.
Vorteil der Gold-Zertifikate: Keine Lagerkosten und Managementgebühren
Nachteil: Risiko der Emittentenpleite

 

Tracker-Zertifikate
So genannte Tracker-Zertifikate setzen auf den Anstieg des Goldpreises. Da sie die Kursentwicklung des Basiswertes „Gold“ abbilden, werden bei diesen Zertifikaten Gewinne wie Verluste nahezu Eins-zu-eins realisiert.
Tracker-Zertifikate sind Schuldverschreibungen des Emittenten. Bei einem Konkurs haftet dieser mit seinem gesamten Vermögen. Ist der Emittent in einem solchen Fall nicht zahlungsfähig, kann der Anleger einen Totalverlust erleiden.

 

Quanto-Zertifikate
Quanto-Zertifikaten dienen vor allem der Währungssicherung. Denn ein ansteigender Goldpreis zieht meist ein Sinken des Dollarkurses nach sich. Bei Quanto-Zertifikaten wird der Dollar-Goldpreis eins zu eins in Euro umgerechnet. Dafür werden allerdings höhere Gebühren fällig. Dieser Währungsschutz wird also (teuer) erkauft.

 

Garantiezertifikate
Garantiezertifikate sind Angebote für konservative Anleger. Ihr investiertes Geld wird entsprechend zum Teil bzw. umfassend geschützt. Auch bei diesen Zertifikaten hängen die Gewinne der Anleger – die oft durch einen Höchstbetrag gedeckelt werden - von der Entwicklung des Goldpreises ab.
Der Anleger ist bei diesen Zertifikaten dem Insolvenzrisiko des Emittenten ausgesetzt.

 

Exchange Traded Commodities (ETCs)
Gold gibt es für Anleger auch in Gestalt der börsengehandelten Goldfonds, den sog. ETCs (Exchange Traded Commodities). Bei ihnen handelt es sich um Schuldverschreibungen. In den USA und Großbritannien gelten sie als Fonds und in Deutschland werden sie rechtlich wie (riskante) Zertifikate behandelt. Daher kaufen auch Emissionshäuser physisches Gold zur Sicherung der ETCs.  Nicht zuletzt dadurch soll  Vertrauen in diese Kapitalanlagen geschaffen werden.
Anleger können z.B. in ETCs der Deutschen Börse (Xetra-Gold) oder Lyxor (Gold Bullion Securities, GBS) investieren. Anleger kaufen hier „echtes“ Gold, das in den Tresoren in Frankfurt bzw. in London lagert. Dadurch entstehen dem Anleger allerdings Kosten für die Verwahrung.
Aufgrund ihrer Rechtsnatur den ETCs als Schuldverschreibung besteht das Risiko des Totalverlustes des investierten Kapitals bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten.

 

Optionsscheine (Turbo-Calls)
Mit Optionsscheinen (Turbo-Calls) oder sog. Knock-Out-Produkten wird höchst spekulativ auf steigende Goldkurse gesetzt. Hier geht es um riskante Wetten auf mehrfach gehebelte schnelle Kursgewinne. Bei diesen Papieren besteht ein extrem hohes Verlustrisiko.

 


Ansprechpartner:


Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: gansel@gansel-rechtsanwaelte.de


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18. Mai 2012 - 22:15
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