Goldmünzen
Die klassische Goldanlage für Kleinanleger ist der südafrikanischer Krügerrand-Goldmünzen (eine Unze = 31,1 Gramm). Krügerrand-Käufer sind wie alle Münzen von der Mehrwertsteuer befreit; bei Wertsteigerungen entfällt auch die Abgeltungsteuer.
Bei Münzen besteht Fälschungsgefahr. Deshalb sollten sie bei einer Bank oder einem Edelmetallhändler gekauft werden. Nachteilig sind bei Münzen Prägeaufschläge von ca. 10 % des Goldpreises und die Händlermarge, die bis zu 50 % betragen kann.
Goldbarren
Auch bei Goldbarren ist eine Händlermarge von ca. 15 % üblich. Die Herstellung der Barren, ihr Transport und die Versicherung kosten Geld. Diese Kosten trägt der Anleger, wenn er sich Barren liefern lässt.
Sowohl bei Münzen als auch bei Barren besteht das Diebstahlrisiko. Empfehlenswert ist daher eine Versicherung, die allerdings auch wieder Geld kostet. Und auch, wenn man sein Gold bei einer Bank sicher verwahren lässt, verursacht dies Kosten.
Alles in allem: Der Besitz von Goldmünzen und Goldbarren als (kleine) Beimischung zu vorhandenen Kapitalanlagen kann sinnvoll sein. Wem aber Gold in größeren Mengen auf dem Gipfelpunkt des Goldpreises mit dem Versprechen verkauft wurde, dass er mit einem erheblichen Wertzuwachs rechnen könne, der sollte diese Empfehlung auf Falschberatung prüfen lassen.